Zugangssysteme für Erdbaumaschinen
Impressionen von der Insel
Die Diskussion um sichere Zugangsmöglichkeiten zu Erdbaumaschinen ist nicht neu. Tatsache ist, dass in der Vergangenheit ein großer Teil der mit Erdbaumaschinen in Zusammenhang stehenden Arbeitsunfälle beim Zugang zu den im Allgemeinen hochgelegenen Fahrerkabinen oder beim Verlassen der Maschine eingetreten sind. Die Normungsgremien im europäischen und internationalen Bereich befassen sich demzufolge seit langem mit der Frage von optimalen und sicheren Zugängen zu Radladern, Muldenkippern und Baggern.
Unter anderem wird diskutiert, ob Treppen als Zugangssysteme denn wirklich sicherer sind als Leitern. Natürlich müssen auch Treppen gewissen Konstruktionsmerkmalen folgen, wie z. B. sichere Trittflächen, Geländer möglichst auf beiden Seiten, gleiche Stufenabstände und gleiche Neigung der Treppe. Richtig ist auch, dass sowohl für das Benutzen einer Leiter als auch das Begehen einer Treppe Verhaltensregelungen gelten müssen. Beispielsweise muss ein Geländerhandlauf auch benutzt werden. Das Abspringen von der letzten Treppenstufe birgt zudem, wie wir alle wissen, immer erhebliche Unfallrisiken.
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung müssen wir aber davon ausgehen, dass Belegschaften in deutschen und europäischen Betrieben nicht jünger, sondern eher älter werden. Somit dürfte dann die Frage, ob ein 65-jähriger eine senkrechte Leiter überhaupt noch besteigen kann, ggf. hierbei auch nicht beide Hände frei hat, oder ob hier nicht vernünftige, gut ausgeführte Treppenzugänge eine unverzichtbare Alternative sind, eindeutig zu beantworten sein.
Um diesem Szenario Rechnung zu tragen, fordern die großen Betreiber inzwischen nicht nur in England, sondern auch im Rahmen der Atlantic Alliance Initiative weltweit, solche gut konstruierten Treppenzugänge für alle Erdbaumaschinen.
Erfreulich ist, dass inzwischen eine dynamische Entwicklung seitens der großen Hersteller eingeleitet wurde. Auf der Steinbruch-Demonstrationsmesse in Hillhead, die in diesem Jahr vom 26. bis 28. Juni 2007 stattgefunden hat, konnte man sich vom derzeitigen Stand der Zugangssysteme ein gutes Bild machen. Die folgenden Bilder zeigen einige Impressionen von guten Entwicklungen.
Bei den gezeigten Systemen handelt es sich teilweise um nachgerüstete Zugangsmöglichkeiten, die durch Zulieferer, die sich ausschließlich mit der Problematik „Zugangssysteme zu Erdbaumaschinen“ beschäftigten, geliefert werden. Alles in allem zeigt sich inzwischen eine erfreuliche Dynamik bei der Optimierung und Weiterentwicklung sicherer Zugangssysteme zu Erdbaumaschinen.
Helmut Ehnes, StBG