Firma Rampf investiert 4,7 Millionen Euro in Härtezentrum

Die Firma Rampf Formen in Allmendingen hat ihr neues 4,7 Millionen teures Härtezentrum in Betrieb genommen. Es ist das Ergebnis einer Allianz aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Was die neue Technik zur Herstellung von Stahlformen für Betonsteine bewirkt, erklärte Entwicklungsleiter Andreas Wörz den zahlreichen Gästen anschaulich: „Wir sind seit Jahrzehnten Vorreiter und Marktführer und wollen immer noch langlebigere Formen entwickeln.“ Mit dem Härtezentrum sei nun die Quadratur des Kreises gelungen: Einerseits ist die mit der neuen Technik hergestellte Form besonders hart und trägt daher den Namen „CSi-Diamond“, andererseits zugleich äußerst zäh und elastisch. Wörz: „Beides miteinander zu verknüpfen ist die hohe Kunst“, die nun der Firma in Kooperation mit mehreren Partnern aus der Forschung gelungen sei.

Dank der Härte kann die Form besser den Belastungen durch die Maschinen beim Herstellen der Steine standhalten und verschleißt weniger. Die Elastizität wiederum verhindert ein Zerbrechen des Produkts angesichts der Belastung. Denn die Form muss die 200-fachen Kräfte aushalten, die auf einen Bungee-Seil-Springer beim Fall einwirken.

Das Härtezentrum besteht aus vier hochtechnologischen Öfen, wovon zwei vergangenes und dieses Jahr für 1,9 Millionen Euro erstellt wurden. Seit zehn Jahren arbeiten Rampf und seine Partner an der Entwicklung des Zentrums, das insgesamt 4,7 Millionen Euro verschlungen hat.

Die Innovation scheint sich zu lohnen: „Nachfrage gibt es schon jetzt von Firmen aus der ganzen Welt“, sagte Wörz. Zwar seien die Formen je nach Qualität nun knapp 10 Prozent teurer, aber ihre Haltbarkeit verbessere sich um 20 bis 25 Prozent. Künftig können etwa 100 000 Quadratmeter Stein mit einer Form hergestellt werden. „Volle Auftragsbücher garantieren wiederum Standort- und Arbeitsplatzsicherheit“, meinte Rampf.

Nächstes Ziel ist es, intelligente Formen zu entwickeln, die beispielsweise mit Funksensoren ausgestattet sind und selbst erkennen, wann die gewartet werden müssen. In eine ähnliche Richtung geht auch die Firma Gardena, deren Vertreter Peter Lameli genau dies als Grund nannte, warum sein Unternehmen mit Rampf kooperiere.

www.csi-diamond.com