Herzensangelegenheiten nüchtern betrachtet

Neue „Praxishilfen“ geben Tipps zum betrieblichen Gesundheitsschutz

Stress, Mobbing und Nichtraucherschutz sind Themen, die aktuell in den Medien immer wieder thematisiert werden. Für Unternehmer und Führungskräfte sind diese Themen von besonderer Brisanz. Gestiegener Wettbewerbsdruck, veränderte Produktionsverfahren, neue Rentenregelungen und nicht zuletzt internationalisierte Märkte fordern neue Sichtweisen der Unternehmensführung.

Um Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit zu erhalten oder sogar zu steigern, müssen Unternehmen auch eine aktive betriebliche Gesundheitsförderung betreiben. Neben Stress, Mobbing und Nichtraucherschutz zählen dazu Themenbereiche wie Alkohol und Drogen, Hautschutz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sowie ältere Arbeitnehmer im Betrieb.

Die „Praxishilfen Arbeit. Gesundheit. Leben.“ von Bergbau- und Steinbruchs-Berufsgenossenschaft (BBG.StBG.), die im Oktober 2007 erschienen sind, informieren dazu kompakt und verständlich und geben eine „Soforthilfe“ an die Hand.

Mit Checklisten und Fragebögen kann der Unternehmer schnell die wichtigsten Fragen klären. So bieten die Praxishilfen beispielsweise für Gespräche mit einzelnen Mitarbeitern, aber auch für Informationen der gesamten Belegschaft, Vordrucke für Betriebsvereinbarungen, Gesprächsleitfäden und Folienvorlagen, die sofort eingesetzt werden können, ohne angepasst werden zu müssen. Für den Fall , dass dennoch Fragen offen bleiben, sind in jedem Modul Kontaktadressen von Fachleuten und Seminarangebote für das jeweilige Thema aufgeführt.

Die „Praxishilfen“ ergänzen so das vor zwei Jahren erschienene „Praxishandbuch Baustoffe. Steine. Erden.“, das vor allem technische und organisatorische Aspekte des betrieblichen Alltags beleuchtet.

Die „Praxishilfen Arbeit. Gesundheit. Leben.“ sind das jüngste Produkt einer Reihe von Aktivitäten, mit denen sich BBG und StBG dem Themenkomplex der arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren angenommen haben.

Sie sind ein Element einer Initiative für betriebliche Gesundheitsförderung, mit der sich neben BBG.StBG. auch gesetzliche Krankenkassen, Unternehmen und Industrieverbände für Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz engagieren. Damit soll eine Plattform für einen branchenorientierten Gesundheitsschutz geschaffen werden, von der sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber profitieren.

Basis für die Aktivitäten ist der 2004 veröffentlichte „Gesundheitsbericht  für die Baustoffindustrie“. Mit dieser Studie wiesen BBG und StBG in Zusammenarbeit mit den Bundesverbänden der All-gemeinen Ortskrankenkassen und der Betriebskrankenkassen Krankheits- und Belastungsschwerpunkte der Baustoffindustrie auf. Dazu gehören neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems auch psychische Faktoren wie Stress, Mobbing und Suchterkrankungen.

Aber auch die aktuelle demografische und politische Entwicklung fordert Veränderungen im Betriebsalltag. Neue Ruhestandsregelungen zeigen Auswirkungen auf die Altersstruktur im Unternehmen. Die „Praxishilfen Arbeit. Gesundheit. Leben.“ zeigen Wege auf, um Arbeitsplätze altersgerecht und gesundheitsfördernd zu gestalten und somit die Effektivität des Unternehmens zu steigern.

Eine aktive und bewusste Einbindung älterer Mitarbeiter in den Arbeitsprozess durch Weiterbildung und Arbeitsorganisation wirkt nicht nur dem Fachkräftemangel entgegen, sondern nutzt auch die Potenziale, die eine zunehmend ältere Belegschaft mit sich bringt. Gerade soziale Kenntnisse und Fähigkeiten sind bei älteren Arbeitnehmern stärker ausgeprägt. Dazu gehören ein Mehr an Lebenserfahrung, Teamfähigkeit und die Einbindung in soziale Netzwerke und nicht zuletzt das höhere Maß an Ansehen und Vertrauen, das ihnen entgegengebracht wird. Letztlich sichert die Zusammenarbeit von älteren, erfahreneren Beschäftigten mit jüngeren Kollegen den Erfahrungstransfer.

Die „Praxishilfen Arbeit. Gesundheit. Leben.“ helfen Unternehmen, die aktuellen Fragestellungen aufzugreifen, mitunter daraus resultierende Belastungen zu verringern und Erkrankungen der Mitarbeiter vorzubeugen, um damit die Unternehmensproduktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Durch eine aktive betriebliche Gesundheitsförderung zeigt die Unternehmensführung eines Betriebs den Mitarbeitern, dass sie diese wertschätzt und sich ihrer Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens bewusst ist. Dies ist ein entscheidender Faktor, damit sich die Mitarbeiter wohl fühlen und sich gern mit dem Unternehmen identifizieren.

So zeigen sich gesundheitsfördernde Maßnahmen als geeignete Mittel, Produktionsausfälle zu mindern und die Qualität der Dienstleistungen zu steigern. Denn durch eine aktive betriebliche Gesundheitsförderung sind die Beschäftigten produktiver, kreativer und motivierter.

Die „Praxishilfen Arbeit. Gesundheit. Leben.“ können unter www.praxishilfen-bg.de bestellt werden – als einzelne Module oder in einem Ordner zusammengestellt mit einer DVD. Alle Module stehen außerdem auch online zum Download zur Verfügung. Dieser Ausgabe der Steine + Erden liegt ein Faltblatt bei, mit dem interessierte Leser die „Praxishilfen Arbeit. Gesundheit. Leben.“ anfordern können.

Annett Brenner, StBG

Weitere Fragen beantworten:

Steinbruchs-Berufsgenossenschaft
Telefon: (05 11) 72 57-754
Telefax: (05 11) 72 57-790
E-Mail: info@praxishilfen-bg.de

Bergbau-Berufsgenossenschaft
Telefax: (02 34) 316-378
E-Mail: pr@bergbau-bg.de

Der neue Praxisordner von BBG.StBG .zum betrieblichen Gesundheitsschutz
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Dem Praxishilfen-Ordner liegt die DVD-Version sowie eine Stressmanager-DVD bei
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as Kapitel über Herz- und Kreislauferkrankungen
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