Cemex investiert in Rüdersdorf in die Zukunft

Seit mehr als 750 Jahren wird am Standort Rüdersdorf Kalk abgebaut. Aus ursprünglich vielen kleinen Steinbrüchen ist heute ein Tagebau von 4.000 Meter Länge und bis zu 1.000 Meter Breite entstanden. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts erfolgte der Kalkstein-Abbau manuell, dann mittels Bruchsturzverfahren und seit 1950 unter Verwendung des Großbohrlochsprengverfahrens.

Die effiziente und umfassende Nutzung der begrenzten Lagerstätte führt nun zur Rückkehr des Abbaus an die Stätte seines Ursprungs – den ortsnahen Bereich. Bis auf 60 Meter wird der Kalkstein-Abbau an die Wohnbebauung heranreichen.

Möglich wird das durch eine neue Abbaumethode zur lärm- und erschütterungsarmen Gewinnung. Mit dem neuen Hydraulikbagger – dem größten seiner Art in Deutschland – werden künftig Jahr für Jahr rund eine Million Tonnen Kalkstein gewonnen und verladen. Die Cemex Ost Zement GmbH investierte dafür rund drei Millionen Euro, davon zehn Prozent in den Lärmschutz. Auch das Zuklappen der Baggerschaufel wird automatisch gedämpft. Zusätzlich werden 400.000 Euro für begrünte Lärmschutzwälle ausgegeben. So ist es möglich, den Abbau in Rüdersdorf um weitere dreißig Jahre zu verlängern bis ins Jahr 2062.

Darauf abgestimmt ist auch die Planung der Nachnutzung, welche eine vollständige Flutung des Tagebaus nach 2062 vorsieht.

Karl-Heinz Hegenbart, StBG

Der Hydraulikbagger R 9350

Hydraulikbagger in der Kalksteingewinnung
Nach rund 300 Meter Fahrweg und sechs Minuten Fahrzeit nahm der Bagger den Abbau im ortsnahen Bereich auf
Nach rund 300 Meter Fahrweg und sechs Minuten Fahrzeit nahm der Bagger den Abbau im ortsnahen Bereich auf
In Anwesenheit von rund 100 Gästen vollzogen Vertreter der Brandenburgischen Landesregierung und des Unternehmens am 21. September 2007 den symbolischen Knopfdruck und starteten den sprengstofffreien Abbau.
In Anwesenheit von rund 100 Gästen vollzogen Vertreter der Brandenburgischen Landesregierung und des Unternehmens am 21. September 2007 den symbolischen Knopfdruck und starteten den sprengstofffreien Abbau.