40 Jahre Volvo-Dumper – 50.000 Einheiten

Volvo Construction Equipment ist nicht nur Marktführer bei den knickgelenkten Dumpern, sondern kann mit Fug und Recht behaupten, im Jahre 1966 diesen Markt geschaffen zu haben. 2006 rollte die 50.000ste Maschine vom Band.

Die Volvo-Dumper – und damit auch das Knicklenker-Konzept – feiern 2006 den 40. Jahrestag ihres Bestehens. Seit nunmehr vier Jahrzehnten bahnen sich diese Geländetransporter mit ihrer schweren Last – Mutterboden, Schotter oder was auch immer – ihren Weg durch und über das, was man gemeinhin als „unwegsames Gelände“" bezeichnet: Steilhänge, Lehmböden, wellige oder schlaglochdurchsetzte Transportpisten.

Das Unternehmen, das dieses Konzept 1966 vorstellte – Volvo Construction Equipment (Volvo CE) – konnte im Jahr 2006 ein weiteres außergewöhnliches Jubiläum feiern: der 50.000ste Dumper lief vom Band – diesmal nicht im üblichen Gelb, sondern in „Volvo-Blau“.

Im Jahre 1966 wurde der DR 631, der erste seriell gefertigte knickgelenkte Dumper  überhaupt, der Fachwelt vorgestellt. Der als „Grus-Kalle“ – zu deutsch „Kies-Karl“ – bezeichnete Dumper war damals ein völlig neues Konzept und basierte auf der genialen Idee, den Traktor Volvo BM 350 Boxer, bei dem die Vorderachse entfernt wurde, durch ein Knickgelenk mit einem Anhänger zu verbinden. Zwar bot er lediglich zehn Tonnen Nutzlast, aber der Dumper verfügte mit seinen großen Rädern bereits über eine erstaunliche Geländegängigkeit.

Einer der Hauptgründe für die später rasch zunehmende Beliebtheit der Knicklenker von Volvo war die kontinuierliche Weiterentwicklung des Transporterkonzepts. Nur ein Jahr nach dem DR 631 kam der DR 860 auf den Markt.

Der neue Dumper basierte auf dem Grundkonzept des DR631, doch diesmal diente als Antriebseinheit ein Volvo-Radlader LM840. Die Ladekapazität hatte sich auf 15 Tonnen erhöht, und die neue Doppelachse verlieh dem Dumper maximalen Niveauausgleich in unebenem Gelände.  Der DR 860 war der erste Knicklenker mit Tandem-Hinterachse, bei dem die Mulde praktisch in der Schwebe gehalten wurde, was sich in äußerst geringen Materialverlusten beim Befahren schwieriger Geländepassagen niederschlug.

Im Jahre 1979 nahm die Entwicklung wortwörtlich weiter an Fahrt auf. Das neue Dumper-Modell 5350 kombinierte Kraft und Schnelligkeit und erreichte eine Transportgeschwindigkeit von 50 km/h. Der „Gelände-Expreß“ galt als Rolls Royce unter den Dumpern, denn er hatte durchweg gefederte Achsaufhängungen, die für einen hohen Fahrkomfort sorgten.

1986 präsentierte Volvo den 200 PS starken A20, der eine Nutzlast von 20 Tonnen bot. Der A20 hatte einen bedeutend stärkeren Motor und ein verbessertes Getriebe. Modifikationen gab es auch an der Vorderachse, der Kabine, am Rahmen und der Mulde. Vom DR 860 wurde einer der Trümpfe der Volvo-Dumper übernommen: die Gelände-Doppelachse. Ihr war es zu verdanken, dass jedes Räderpaar sich unabhängig bewegen konnte, wodurch eine extrem gute Geländegängigkeit erreicht wurde.

1993 leitete der A25C eine neue Generation von Dumpern ein. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 51 km/h und das Getriebe war vollautomatisch. Die Kraftübertragung erfolgte mit sowohl längs- als auch querlaufenden sperrbaren Differentialen. Den A25C gab es in einer 4x4- und einer 6x6- Ausführung. Im Jahre 1995 wurde die C-Serie durch die Produktion der Maschinen A20C, A30C und A35C komplettiert.

Aber damit nicht genug: Die neuen, im Jahr 2000 eingeführten A35D und A40D-Modelle sorgten für Aufmerksamkeit. Die Sicherheit und der maximale Kabinenkomfort für den Fahrer sowie der Schutz der Umwelt hatten bei der Entwicklung eine herausragende Rolle gespielt. Und mit der D-Serie wurde auch die Leistungsfähigkeit verbessert.

Der Erfolg der neuen D-Serie war kein Zufall. Bereits 1992, also acht Jahre vor der Markteinführung, war mit den Vorstudien für das, was die D-Serie werden sollte, begonnen worden. Bei der Entwicklungsarbeit wurde mit dem Gedanken daran, dass der Komfort und die Sicherheit des Baumaschinenfahrers enorme Bedeutung für die Produktivität der Maschine haben, großes Gewicht auf ein funktionelles Design gelegt.

Diese Bemühungen wurden 2001 mehrfach belohnt. Auf einer Fachmesse in Tschechien wurde der A35D als bestes Produkt ausgezeichnet. Außerdem verlieh Svensk Form den Preis für das „beste Industriedesign“ an den A35D und den A40D. Nur wenig später wurden diese beiden Dumper nochmals preisgekrönt: Silber in der Sparte „Transport“ beim International Forum Design. Und schließlich erhielten diese beiden Baumaschinen im Wettstreit mit 1.500 anderen Produkten auch noch den renommierten deutschen Designpreis Red Dot Award für die beste Designqualität.

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Volvo DR631
Der erste seriell gefertigte knickgelenkte Dumper überhaupt: Volvo DR631 – „Grus-Kalle“, zu deutsch „Kies-Karl“.
Die aktuelle D-Serie der Volvo-Dumper
Die aktuelle D-Serie der Volvo-Dumper.