Rigips-Werk Brieselang: 10. Geburtstag von Europas größtem Gipskartonplattenwerk

n Rund 300 Gäste hatten sich zum Geburtstagsfest des Rigips-Werkes Brieselang vor den Toren Berlins angemeldet. Bei Kaiser-Wetter feierte die Belegschaft am 23. September den 10. Geburtstag von Europas größtem Gipskartonplattenwerk, das die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom ersten Tag an mit aufgebaut und in Betrieb genommen hatten. 64 von ihnen wurden mit einer eigens aufgelegten Medaille ausgezeichnet. Ihre Aufschrift „Von Anfang an dabei“ bringt auf den Punkt, was die beiden Festredner betonten: Dieses Werk verdankt seine beispiellose Erfolgsgeschichte der Belegschaft, die sich mit ihm mehr als nur verbunden fühlt.

Die Entscheidung für den Bau des Werkes war Anfang der 90er Jahre gefallen. Von 1990 bis ‘96 hatte sich in Deutschland die Nachfrage nach Trockenbausys-temen verdoppelt, was zum einen auf die boomende Baukonjunktur seit der Wiedervereinigung zurückzuführen war, zum anderen aber auch auf die wachsende Beliebtheit des trockenen Innenausbaus.

„Rigips-Straße“ weist den Weg

Von Anfang an richtete sich dabei das Augenmerk auf den Großraum Berlin. Vor allem die wachsenden Märkte in den neuen Ländern und in Osteuropa sollten von hier aus optimal erschlossen werden können. Viele Orte wurden besichtigt, bis 1994 der Kauf eines 140.000 m2 großen Grundstückes im Gewerbegebiet von Brieselang perfekt war. Die Vorteile des

Standortes lagen schon 1994 auf der Hand: Nur 15 km trennen Brieselang von Berlin-Spandau, 25 km sind es bis zur Landeshauptstadt Potsdam. Hinzu kommen die direkte Anbindung an den Berliner Autobahnring, den Havellandkanal, der die Verbindung zur Nord- und Ostsee herstellt, und an die Bahnlinie Berlin-Hamburg.

Am 22. September 1994 erfolgte die symbolische Grundsteinlegung. Seit August 1996 laufen in Brieselang pro Jahr etliche Millionen Quadratmeter Gipskartonplatten vom Band. 460.000 Tonnen Gips – ausschließlich hochwertiger REA-Gips – und 22.000 Tonnen Karton werden jährlich verarbeitet. Rund 125 Millionen D-Mark investierte Rigips in das neue Werk. Davon waren 40 Millionen reine Baukosten, 85 Millionen flossen in Maschinen und Elektroanlagen.

Firmengelšnde
Mit einer Länge von 480 m und einer Breite von bis zu 20 m bietet das Gebäude Platz genug für Europas größte und schnellste Gipskartonplattenproduktion. Links deutlich zu erkennen das Spitzdach der Gipslagerhalle.
Produktionshalle
Kontrolle an der Bandausgabe? Nur mit dem Fahrrad bewältigen die Mitarbeiter in der Brieselanger Produktion die langen Wege in angemessener Zeit.