Transport worldwide: MAN Nutzfahrzeuge auf der IAA 2006

Kann durch das StBG-Prämiensystem gefördert werden

Mit „zuverlässigen, kundenorientierten Lösungen für den Güter- und den Personentransport“ präsentierte sich die MAN Nutzfahrzeuge Gruppe auf der 61. IAA Nutzfahrzeuge. Als Weltpremiere bei den Lkw wurde der MAN TGM 4x4 vorgestellt, außerdem konnten am Messestand zahlreiche neue Sicherheits- und Komfortfeatures für Lkw und Busse besichtigt werden, zum Beispiel das Ultrasonic Guard System, mit dem die Zahl schwerer Unfälle beim Abbiegen von Nutzfahrzeugen an Kreuzungen verringert werden kann.

„Trucknology“ in jeder Größe – die MAN Baureihen

Im Mittelpunkt der Lkw-Präsentation astand die „Trucknology“-Generation – angetrieben von leistungsstarken und sparsamen Motoren mit modernsten Abgasreinigungskonzepten, ausgestattet mit modernster Komfort- und Sicherheitstechnologie.

Im Oktober dieses Jahres endete die Euro 3-Ära für Nutzfahrzeuge in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Neu zugelassen werden ab diesem Zeitpunkt nur noch Lkw und Busse, die die nochmals deutlich strengere Abgasnorm Euro 4 erfüllen. MAN ist in der Lage, zur Einführung der Euro 4-Pflicht alle Motoren im Leistungsbereich bis 480 PS mit der kompakten und leichten, robusten und wartungsfreien Lösung aus Common Rail-Einspritzung, gekühlter Abgasrückführung (AGR) und patentiertem Partikelfilter PM-KAT anzubieten. Diese MAN Euro 4-Lösung weist insbesondere in den typischen Einsatzfeldern der leichten und mittelschweren Lkw-Baureihen TGL und TGM zahlreiche Vorteile auf.

Das Ultrasonic Guard System

Fehler beim Anfahren und Abbiegen sind oftmals Ursachen für schwerwiegende Unfälle mit Lkw. Besonders kritisch sind Situationen, in denen sich Fußgänger oder Radfahrer im vom Lkw-Fahrer nicht einsehbaren Bereich, dem so genannten „Toten Winkel“, befinden. Um die Unfallgefahren in diesem Bereich nachhaltig zu reduzieren, entwickelte MAN Nutzfahrzeuge das Ultrasonic Guard System (UGS). UGS hilft dem Fahrer, andere Verkehrsteilnehmer beim Abbiegen besser wahrzunehmen.

Von außen ist ein mit UGS ausgestatteter Lkw an den insgesamt zwölf Ultraschallsensoren zu erkennen, die über die Fahrzeugfront und den rechten Seitenbereich verteilt angebracht sind. Mit Hilfe dieser Sensoren wird beim Anhalten des Lkw zum Beispiel an einer Kreuzung oder Ampel das Umfeld um das Fahrerhaus – im Bereich von einem Radius mit zirka zwei Metern – vermessen und die Abstände zu den vorhandenen Objekten bestimmt. Diese werden im UGS-Rechner gespeichert.

Nähert sich während des Fahrzeugstillstandes beispielsweise ein Fußgänger oder Radfahrer dem Lkw, ermitteln die Sensoren einen neuen, geringeren Abstand. Wird dabei der im UGS-Rechner gespeicherte Referenzwert um ein bestimmtes Maß unterschritten, wird der Lkw-Fahrer durch ein optisches Signal gewarnt. Damit macht UGS den Lkw-Fahrer bereits vor dem Wiederanfahren auf eine veränderte Situation im Gefahrenbereich aufmerksam. Will der Lkw-Fahrer wieder anfahren, obwohl sich immer noch ein Objekt in der Gefahrenzone, das heißt im Referenzbereich aufhält, wird er zusätzlich über ein akustisches Signal vor der Kollisionsgefahr gewarnt.

Mit Sicherheit – MAN Innovationen zur Unfallvermeidung

Die Fahrzeugsicherheit ist laut Unternehmensaussage für MAN Nutzfahrzeuge ein zentrales Merkmal der Produktqualität. Sicherheit ist ein elementarer Bestandteil der Fahrzeugkonstruktion. Für Lastwagen und Omnibusse dwurden elektronische Sicherheitssysteme entwickelt. Einige sind bereits erhältlich, andere Systeme stehen im Mittelpunkt der laufenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Voraussetzung für die Integration der Sicherheitssysteme ist die ausgeklügelte Elektronikstruktur in den Lastwagen- und Omnibusmodellen.

ESP –  das elektronische Stabilitätssystem

Die Fahrdynamikregelung ESP (Electronic Stability Programme) überwacht mit ihren Sensoren ständig den fahrdynamischen Zustand des Fahrzeugs und greift bei drohender Schleuder- oder Kippgefahr in das Bremsmanagement sowie bei Bedarf in das Motormanagement ein. Deshalb ist ESP in der Lage, schnell und zuverlässig Gefahrensituationen zu erkennen und das Fahrzeug im Rahmen der physikalischen Grenzen kontrollierbar zu halten. Typische Unfallkonstellationen wie zu schnelle Kurvenfahrt, rutschige Fahrbahn, Notbremsungen und hektische Ausweichmanöver können entschärft und die Unfallgefahr deutlich gemindert werden.

Die Baureihen TGL, TGM und TGA

Innerhalb von nur sechs Jahren hat MAN Nutzfahrzeuge eine komplett neue Lkw-Familie eingeführt . Erster Vertreter der „Trucknology“-Generation war der TGA, der bei seinem Erscheinen im Jahr 2000 neue Maßstäbe in der Klasse der schweren Lastkraftwagen setzte – und dafür mit der internationalen, renommierten Auszeichnung „Truck of the Year 2001“ belohnt wurde.

Im Frühjahr 2005 präsentierte MAN den kleinen Bruder des TGA, den TGL. Mit dieser Lkw-Baureihe halten die Tugenden Dynamik, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit Einzug in die Gewichtsklasse von 7,5 bis 12 Tonnen. Der TGL überzeugt Kunden wie Presse: Auf der European Road Transport Show im Herbst 2005 in Amsterdam wurde er zum „Truck of the Year 2006“ gewählt. Zeitgleich feierte der MAN TGM, die Kraft der Mitte von 13 bis 26 Tonnen, in Amsterdam seine Weltpremiere.

Auf der 61. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover präsentierte MAN sein um die Baureihe D26 CR erweitertes Motorenprogramm mit Common Rail-Technik, das mit kraftvollen und sparsamen Motoren sowie niedrigen Leistungsgewichten überzeugt. Die MAN Triebstrangkompetenz ist Garant dafür, dass die Leistung der Motoren zuverlässig und verlustarm auf die Straße gebracht wird. Optimale Traktionsfähigkeit für Straßenfahrzeuge bietet der zuschaltbare hydrostatische Vorderradantrieb MAN HydroDrive, der im Mai diesen Jahres mit dem „Innovation Silver Award“ ausgezeichnet wurde.

MAN TipMatic mit Geländemodus

MAN führt für TGA Traktionsfahrzeuge der Antriebsformeln 4x4, 6x4, 6x6, 8x4, 8x6 und 8x8 mit D20 Common Rail-Motor eine Ausführung der TipMatic ein, die das Fahren im komfortablen Automatikmodus auch im Gelände möglich macht. Steht der Wählschalter bei der Fahrt auf befestigter Straße auf D, profitiert der Fahrer von den anerkannten Vorteilen der automatisierten Gangwahl.

Sobald er in anspruchsvolles Gelände kommt, empfiehlt es sich, mit einem einfachen Handgriff am Drehschalter auf die Stellung Dx zu wechseln. Um den Vortrieb auf Sand, im Matsch oder an Steigungen zu gewährleisten, werden hier Schaltungen weitgehend vermieden. Wird dennoch geschaltet, führt das Getriebe abhängig von der Fahrwiderstandsberechnung schnelle Schaltvorgänge aus. Praxisgerecht wählt das Getriebe zum Anfahren im Gelände ein hohes Motordrehmoment und hält den eingelegten Gang möglichst lange.

Muss sich das Fahrzeug frei schaukeln, ermöglicht die Software ein schnelles Öffnen der Kupplung, damit das Fahrzeug zurückrollt und dann gleich wieder vorwärts fahren kann. In Vorbereitung ist die Geländeversion der MAN TipMatic auch für die Baureihe TGM sowie für TGA mit D26 CR-Motor.

www.man.de

MAN TRS32
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MAN-Truck mit Hydrodrive
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