Aktuell: Linde jetzt ohne Gabelstapler

Wie die Hannoversche Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 7. November berichtete, hat der Wiesbadener Linde-Konzern die Gabelstaplertochter Kion für rund 4 Milliarden Euro an die US-Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Goldman Sachs Capital Partners verkauft.

Unter vier Investoren, die dem Vernehmen nach ihre Angebote für die Linde-Gabelstaplersparte mit den drei Marken Linde, Still und OM abgegeben hatten, fiel die Entscheidung für KKR und Goldman Sachs wohl auch deswegen, weil die beiden Investoren zugesagt haben, weiteres Kapital für das Wachstum von Kion bereitzustellen. Zudem konnte Wolfgang Reitzle, der Vorstandsvorsitzende der neuen Linde-Group, sein Versprechen an die Belegschaft einlösen, dass bei einem Verkauf die im vergangenen Jahr abgeschlossenen Maßnahmen zur Standortsicherung ohne Abstriche übernommen werden. „Das Gesamtkonzept von KKR und Goldman Sachs hat uns absolut überzeugt", sagte der frühere Automanager, der seit 2003 im Chefsessel bei Linde sitzt.

Die Gabelstaplersparte von Linde ist Marktführer in Europa und hat im vergangenen Jahr mit gut 20 000 Beschäftigten rund 3,6 Milliarden Euro umgesetzt und 223 Millionen Euro operativ verdient. Die neuen Investoren wollten die vorhandenen Ertrags- und Wachstumspotenziale konsequent erschließen und den Wert des Unternehmens nachhaltig steigern, sagte der Europachef von KKR, Johannes Huth.

Linde will mit dem Erlös aus dem Verkauf der Gabelstaplertochter einen Teil der hohen Verschuldung abbauen, die durch die insgesamt rund 12 Milliarden Euro teure Übernahme des britischen Gaseherstellers BOG entstanden ist. In dem Kaufpreis von 4 Milliarden Euro sind rund 400 Millionen Euro an Nettofinanz Verbindlichkeiten enthalten, die die neuen Investoren bei Kion übernommen haben.

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