Erste Hilfe im Betrieb

Maßnahmen der Reanimation wurden vereinfacht – die Herzdruckmassage ist das Wichtigste

Was tun bei einem Kreislaufstillstand? Die Erste-Hilfe-Maßnahmen umfassen nur wenige Schritte. Reagiert der Verletzte/Erkrankte nicht auf Ansprechen und atmet er nicht normal, dann soll der Ersthelfer knapp zweimal pro Sekunde 4 bis 5 cm tief in die Brustmitte drücken. Nach 30 Kompressionen folgt zweimal die Beatmung. Die Herzdruckmassage wird im Wechsel mit der Beatmung so lange durchgeführt, bis normale Atmung einsetzt oder professionelle Hilfe eintrifft.

Diese Vorgehensweise bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung zeigt der geänderte Aushang „Erste Hilfe“ (BGI 510), in den die „Empfehlungen der Bundesärztekammer für die Reanimation (2006)“ einflossen. Gegenüber bisherigen Empfehlungen sind Vereinfachungen festzustellen; zum Beispiel entfallen die bisher gelehrten zwei Initialbeatmungen. Ziel ist, die Basismaßnahmen möglichst einfach zu gestalten und sofort nach Eintreten eines Kreislaufstillstands schnell zur Herzdruckmassage zu kommen. Die neuen Empfehlungen sind einfacher und deshalb leichter erlernbar und sollen die Hilfsbereitschaft der Ersthelfer erhöhen.

Neben dem Aushang „Erste Hilfe“ (BGI 510) hat der Fachausschuss „Erste Hilfe“ auch die Broschüre „Anleitung zur Ersten Hilfe“ (BGI 503) und das ausführlich gestaltete Handbuch  (BGI 829) aktualisiert. In der Neuauflage, die Anfang 2007 erscheint, enthält das Handbuch darüber hinaus auch Hinweise, wie zukünftig die stabile Seitenlage durchzuführen ist. Die ermächtigten Stellen für die Ausbildung betrieblicher Ersthelfer (www.bg-qseh.de) werden die neuen Lehraussagen zeitnah in die Erste-Hilfe-Lehrgänge integrieren.

Erste Hilfe-Plakat
Das neue Erste Hilfe-Plakat