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5. Baustoffkolloquium in Weimar

Das nunmehr 5. Baustoffkolloquium der TU Bergakademie Freiberg und der Bauhaus-Universität Weimar sowie des Unternehmerverbandes Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. fand vom 5. bis 6.10. in Weimar statt.

Die Themen reichten von der Vorstellung neuer Aufbereitungstechniken wie Überkorn- und Fräswalzenbrechern, Untersuchungen zu Auswirkungen von Sprengerschütterungen auf Gebäude bis zum Aufbereiten und Verwerten von Bauabfällen durch einen Aufschluss mit Schallwellen. Vorgestellt wurden technisch-wirtschaftliche Untersuchungen über Abbauverfahren in einem Kalksteintagebau und einem Fördersystem für die Nassgewinnung von Kies und Sand. Für die Simulation der Alkali-Kieselsäure-Reaktion in Beton wurden neueste Erkenntnisse diskutiert und die Schaffung einer Datenbank für Gesteinskörnungen (Betonzuschlagstoffe) angekündigt, die mit Beteiligung des UVMB entstehen soll.

Im Bereich Beton haben Forschungen ergeben, dass die Packungsdichte eine entscheidende Größe für die Verwendung von Brechsanden in selbstverdichtendem Beton ist. Helle Sichtbetonoberflächen lassen sich insbesondere durch die Verwendung von Weißzement und hellen karbonatischen Gesteinskörnungen wie weißer Dolomitfüllstoff bei Wahl eines geeigneten Zusatzmittels problemlos herstellen.

Eine neue zerstörungsfreie Materialprüfung von Bauwerken durch ein neuartiges Laser-Ultraschallverfahren befindet sich derzeit in der Erprobungsphase im Labor. Zum Schluss diskutierten die Anwesenden das Bauen nach alter Norm DIN 1045 unter bestimmten Bedingungen nach dem Ende der Übergangszeit für die Betonnorm EN 206.



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