www.steine-und-erden.net > 2005 > Ausgabe 6/05 > Toyota auf der CeMAT 2005

[Die Industrie der Steine + Erden]






Toyota auf der CeMAT 2005

Auf der CeMAT in Hannover präsentierte sich Toyota als Global Player und Wegbereiter in Sachen innovativer Technologien bei Flurförderzeugen. Neben neuen Staplern präsentiert das Unternehmen Produktverbesserungen an bestehenden Baureihen und Dienstleistungen rund um Gabelstapler und Lagertechnik.

Alle verbrennungsmotorischen- und Elektrostapler der Generation 7 wurden überarbeitet: Die Armlehne beispielsweise ist jetzt am Fahrersitz befestigt und kann mit einem Griff hochgeklappt werden. Ein einfacher und schneller Ausstieg zu beiden Seiten des Staplers ist dadurch möglich. Neue Minihebel sorgen für eine noch einfachere Bedienung. Der Fahrtrichtungsschalter ist nun in der Armlehne integriert. Der Fahrer kann die Fahrtrichtung wählen, ohne dass er den Arm von der Armlehne nehmen muss. Das neue OPS Fahrersicherheitssystem (= Operator Presence Sensing - Optimaler Personen Schutz) unterstreicht Toyotas Streben nach höchster Sicherheit bei Gabelstaplern. Die Elektrostapler der Baureihe 7FBMF lassen sich auch feinfühliger bedienen.



Nagelneu: Brennstoffzellen-Hybrid-Technologie

Erstmalig präsentierte Toyota - als Konzeptstudie - einen Gabelstapler mit Brennstoffzellen-Hybrid-Technologie (FCHV-F). Dabei kommen Wasserstoff als Treibstoff und Toyota Stacks zum Einsatz, die schon seit Jahren in verschiedenen Toyota Fahrzeugen - Busse, Lkw und Pkw - in Feldtests im Einsatz sind. Der Brennstoffzellen-Stapler erlaubt einen Blick auf mögliche zukünftige Antriebssysteme für Stapler und Lagertechnik neben der schon im Automobilbereich eingeführten Hybridtechnik.

Wann die Bennstoffzellentechnologie offiziell auf den Markt kommt, ist noch nicht absehbar, aber wenn sie Einzug gehalten hat, wird sie sich auf die Antriebstechniken bei Gabelstaplern bahnbrechend auswirken: Der Ausstoß von umweltschädigenden Emissionen lässt sich deutlich reduzieren. Mit Wasserstoff als primärem Treibstoff und Luftsauerstoff wird in der Brennstoffzelle - ohne Verbrennungsmotor und ohne schädliche Emissionen - Strom erzeugt. Als Abfallprodukt entsteht reines Wasser. Diese Technologie ist wesentlich umweltfreundlicher als Verbrennungsmotoren.

Die Brennstoffzellentechnologie ist gleichermaßen eine Alternative zu Elektrostaplern, denn statt des langwierigen Ladens der Batterie oder eines Batteriewechsels im Mehrschichtbetrieb wird hier lediglich der Tank neu befüllt. Das dauert nicht länger, als bei jedem Pkw. Besonders im Mehrschichtbetrieb werden die Folgekosten durch den Wegfall einer Austauschbatterie wesentlich reduziert. Ebenso wird bei der Brennstoffzellentechnologie eine gleich bleibende Leistung abgegeben, im Gegensatz zu Batterien, die sich im Laufe des Betriebs entladen und aufwendige Software benötigen, um diesen Effekt auszugleichen. Für den Kunden bietet diese Technik enorme Vorteile. Es werden keine schädlichen Emissionen freigesetzt, d. h. der Brennstoffzellenstapler ist für den Innen- und Außeneinsatz gleichermaßen geeignet. Die Leistungsfähigkeit im Gegensatz zu Elektro- bzw. verbrennungsmotorischen Staplern ist höher und die Betriebs- und Instandhaltungskosten können reduziert werden.



Vorteile der Technik auf einen Blick
  • Ein elektrochemischer Doppelschicht-Kondensator oder in Fachkreisen auch Superkondensator sorgt für eine optimale Leistung der Brennstoffzelle.
  • Zusätzlich wird der wirtschaftliche Betrieb durch den Einsatz der regenerativen Energie, die beim Bremsen erzeugt wird, erhöht.
  • Mehrere kleine Brennstoffzellen ergeben eine Hochleistungszelle, den so genannten "Toyota FC Stack".
  • Die Rahmenkonstruktion, in die alle Baugruppen der Brennstoffzelle eingebaut sind (wie zum Beispiel Brennstoffzellen Stacks und Hochdruckwasserstoff-Tanks), kann durch eine normale Gabelstaplerbatterie ersetzt werden.


www.toyotagabelstapler.de

Gabelstapler
Toyota ist der erste Gabelstaplerhersteller,
der eigenständig die Brennstoffzellen-Hybrid-
Technologie für Gabelstapler entwickelt hat





Inhaltsverzeichnis Ausgabe 6/05 | Zurück zu unserer Homepage