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[Die Industrie der Steine + Erden]






250 Neugierige besuchten Großtagebau Kamsdorf

An einem Samstag im September stand das insgesamt 98 ha umfassende Areal des Großtagebaus Kamsdorf zur Besichtigung offen. Im Rahmen des "Tages des offenen Steinbruchs" beteiligte sich auch das Thüringer Unternehmen, dessen Gesellschafter die Wayss & Freytag AG sowie der Lichtener Bauunternehmer Thomas Wächter sind.

Unter dem Tagesmotto "Naturschutz und Arbeitssicherheit" - zwei Themen, die im Steinbruchunternehmen immer aktuell sind - demonstrierte das Unternehmen dabei Transparenz. Mit Fahrzeugen wurden die Besucher in alle Winkel des Tagebaugeländes gebracht und erfuhren vor Ort Interessantes zum Abbau, der Weiterverarbeitung der Rohstoffe und auch dem durchgeführten Recycling von Altbaustoffen. Im Tagebau, der von Ost nach West eine Ausdehnung von 1000 m hat und in Nord-Süd-Richtung 800 m lang ist, werden Kalkstein, Dolomit, Grauwacke und Tonschiefer abgebaut. Weithin unbekannt ist, dass Kalk ein Rohstoff ist, der für die Herstellung vieler Konsum- und Investitionsgüter unverzichtbar ist. Durchschnittlich verbraucht jeder Bundesbürger etwa 2 t ungebrannte und ca. 90 kg gebrannte Kalk- und Dolomiterzeugnisse pro Jahr.

Geschäftsführer Andreas Kastner wies bei seinen Ausführungen besonders darauf hin, dass im Unternehmen sehr viel Engagement unter der Thematik "Aus der Natur - für die Natur" an den Tag gelegt wird. Er erläuterte die beiden betrieblichen Projekte für die unter Artenschutz stehenden Fledermäuse und Erdkröten. Danach werden wegen Verfüllung alter Quartiere für die Fledermäuse extra Altbergbaustrecken angeschnitten und für die Erdkröten neue Biotope angelegt.

Bereits vor diesem Tag war klar, dass dem Unternehmen neben dem Natur- auch der Arbeitsschutz am Herzen liegt. Schließlich gehört der Großtagebau Kamsdorf zu den "Pionieren", die das Gütesiegel "Sicher mit System" der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft (StBG) erfolgreich erwarben. So war es nur folgerichtig, dass Kastner auch die StBG an diesem Tag im Unternehmen präsent haben wollte.

Das StBG-Exponat "Operation Safety", die virtuelle dreidimensionale Simulation einer realen Arbeitswelt in einer Werkhalle, traf dabei ganz den Geschmack und das große Interesse der kleinen und großen Besucher. Der Echtzeit-Trainingssimulator ließ die Teilnehmer mit dem Reiz moderner Elektronik eintauchen in die Arbeitswelt und konfrontierte sie mit deren Gefahren und Belastungen. Spielerisch, oft genug in mehreren Durchgängen und angetrieben vom Ehrgeiz waren die häufigsten Gefahrensituationen bald erkannt und mit ein wenig Stolz über das gezeigte Wissen nahm so mancher Besucher die ausgedruckte Urkunde mit "Akteurs"-Foto und erreichtem Punktestand als "Beweismittel" mit nach Hause. Zu erfahren war auch, dass Mitarbeiter des Unternehmens, die den Simulationsstand besucht hatten, ihre "Auswertung" an den Folgetagen im Kollegenkreis fortsetzten.

Dipl.-Ing. Jürgen Pester, StBG

Einladungsplakat zum Tag des offenen Steinbruchs
Einladungsplakat zum
Tag des offenen Steinbruchs





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