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Drehkabinenstapler: Weltneuheit von Jungheinrich

Der Trend in der Industrie geht zum Transport von Großgebinden, wie beispielsweise bei der einseitigen Lkw-Entladung mehrerer Paletten oder zweier Gitterboxen übereinander. Hierdurch haben Staplerfahrer eine eingeschränkte Sicht nach vorn. Sie werden gezwungen, längere Strecken rückwärts zu fahren - mit allen negativen Begleiterscheinungen. Das Drehkabinenfahrzeug EFG D30 aus dem Hause Jungheinrich setzt hier neue Maßstäbe. Der Fahrer sitzt in diesem Fahrzeug ergonomisch günstig, in Fahrtrichtung und mit freiem Blick-feld. Als erster Anbieter hat die Jungheinrich AG zu Beginn 2005 einen elektromotorisch angetriebenen Gabelstapler mit einem drehbaren Arbeitsplatz auf den Markt gebracht. Diese weltweit völlig neue Staplerlösung basiert auf einem Jungheinrich-Elektrostapler aus der 4er-Baureihe mit einer Tragkraft von 3.000 kg. Der EFG D30 unterscheidet sich hauptsächlich durch die Drehkabine (D), die mit dem Multipilot um 30 Grad nach links sowie um 180 Grad nach rechts gedreht werden kann, vom EFG 430.


Gleichzeitig fahren und drehen

Nach der Lastaufnahme kann der Fahrer sofort losfahren und gleichzeitig die Kabine bis zu 90 Grad drehen. Diese Stellung bietet für kürzere und mittlere Fahrstrecken eine ausreichende und bequeme Sicht nach hinten - vergleichbar mit einem Schubmaststapler. Ein Memory-System ermöglicht dem Bediener zudem, die Winkel seiner Wahl automatisch einstellen zu lassen. So haben sich in der bisherigen Praxis die Winkel von 90 Grad (seitlicher Sitz wie im Schubmaststapler) sowie 45 Grad (für den Ein- und Ausstieg) empfohlen. Mit dem Fahrzeug, das weniger als 5.100 Kilogramm auf die Waage bringt, können Geschwindigkeiten bis zu 20 Kilometern pro Stunde gefahren werden. Hinzu kommen höchste Umschlagleistungen durch Spitzenwerte beim Beschleunigen, Fahren und Heben. Die Hubgeschwindigkeit mit und ohne Last liegt bei 0,50 bzw. 0,67 Metern in der Sekunde. Ein sehr guter Wirkungsgrad sowie eine effektive Energierückgewinnung gewährleisten zudem längere Einsatzzeiten.


Ein Kran ist nicht mehr erforderlich

Eine Neuerung gibt es auch beim Batteriewechsel. Dieser ist beim EFG D30 seitlich möglich. Ein Kran wird hierfür nicht mehr benötigt. Die Batterie ruht auf Rollen. Der Austausch kann mit einer einfachen Wechselvorrichtung geschehen und mittels herkömmlicher Deichselgeräte durchgeführt werden. Optional ist auch eine Wechselstation erhältlich. Weitere Unterschiede zur herkömmlichen Elektrostapler-Baureihe liegen im Lenk- und Bremssystem. Das Lenksystem arbeitet elektro-hydraulisch. Gebremst wird, wie auch bei allen anderen Elektrostaplern, grundsätzlich regenerativ mit Rückspeisung der Energie in die Batterie. Das Drehkabinenfahrzeug verfügt über ein hohes Maß an aktiver Sicherheit. Durch die Jungheinrich-CurveControl wird die Fahrgeschwindigkeit bei Kurvenfahrten automatisch reduziert. Dieses aktive Sicherheitssystem schließt - gemeinsam mit dem extrem niedrigen Fahrzeugschwerpunkt - Kippunfälle durch zu schnelle Kurvenfahrt nahezu aus. Ein weiteres Sicherheitsfeature ist die automatische Feststellbremse. Sie verhindert unkontrolliertes Zurückrollen auf Rampen oder Steigungen.

www.jungheinrich.de

EFG D30 mit Drehkabine
EFG D30 mit Drehkabine


Komfortkabine (von oben)
Komfortkabine (von oben)





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