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Im Interesse der Betriebe:

Bessere Abstimmung von BG und Gewerbeaufsicht vereinbart

Das brandenburgische Arbeitsministerium hat mit dem Landesverband Nord-ostdeutschland der gewerblichen Berufsgenossenschaften (LVBG) zum l. November 2005 eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart. Ziel ist es, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in den Betrieben weiter zu verbessern. Bessere Abstimmung, regelmäßige Erfahrungsaustausche, wechselseitige Aus- und Weiterbildung u.a. sollen die Kooperation zum Nutzen der Arbeitnehmer wie der Arbeitgeber noch enger gestalten.

Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung in Potsdam sagte Arbeitsstaatssekretär Winfrid Alber: "Wir wollen eine verbesserte Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefährdungen durch koordinierte Kontrolle und Beratung, denn der Schutz der Beschäftigten hat Vorrang für uns." Über die "menschliche Komponente" der Gesunderhaltung hinaus bestimme ein gesundes Betriebsklima, ein gefährdungsarmer Arbeitsplatz zunehmend auch den wirtschaftlichen Erfolg. Die Betriebe müssten sich auch hier auf den bevorstehenden Fachkräftemangel im Land einrichten. Es gehe zunehmend darum, die Qualität der Arbeit durch eine rund-um gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung positiv zu beeinflussen. Alber: "Dies darf keine Zukunftsvision sein; wir müssen uns heute dafür einsetzen."

Wesentlicher Inhalt der von Staatssekretär Winfrid Alber, dem Vorstandsvorsitzenden Eberhard Gustke, sowie Geschäftsführer des Landesverbandes, Harald Nolting, unterzeichneten Vereinbarung ist die bessere Koordinierung der Beratungs- und Betreuungsaufgaben von Unfallversicherungsträgern und staatlichen Arbeitsschutzbehörden. "Wir haben die Strukturen unserer Arbeitsschutzverwaltung weiter optimiert. Mit der Vereinbarung wollen wir abgestimmt vor Ort in den Betrieben agieren", sagte Alber. "Wer näher am Geschehen ist, kann viel wirksamer für eine sichere und gesunde Arbeitswelt sorgen."

Geschäftsführer Harald Nolting betonte: "Für die Berufsgenossenschaften hat die betriebliche, praxisnahe Prävention einen erheblichen Stellenwert. Wir freuen uns, dass diese nun durch eine intensive Koordination mit dem Arbeitsministerium weiter optimiert wird. So können alle Seiten noch stärkere Partner der Wirtschaft werden."

Die jetzige Vereinbarung schafft weitere Voraussetzungen für eine bessere präventive Arbeit. Insbesondere soll der Entstehung von Berufskrankheiten oder Gesundheitsgefährdungen, wie z.B. Lärmschwerhörigkeit oder Hauterkrankungen, besser vorgebeugt werden. Hier werden künftig z.B. abgestimmte Aktionen in den Regionen diesen Themen ein größeres Gewicht geben. Um doppelte Aktivitäten und unnötige Aufwände zu vermeiden, werden sich die Partner genauer abstimmen und arbeitsteilig vorgehen. Auf diese Weise werden zum Nutzen von Beschäftigten und Betrieben weitere Synergiepotenziale erschlossen.



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