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[Die Industrie der Steine + Erden]






Investitionsprogramm für Deutschland

Helmut Ehnes Neuwahlen bedeuten oft zunächst einmal Stillstand. Zuletzt geschehen in Berlin: Seit der scheidende Bundeskanzler die Handlungsunfähigkeit seiner Regierung zum Anlass nahm, die Wahl eines neuen Parlamentes anzustreben, ist in der Bundeshauptstadt fast nichts mehr passiert. Erst jetzt zeichnet sich langsam wieder Handlungsfähigkeit ab.

Fast übersehen konnte man dabei, dass auch die Berufsgenossenschaften durch die Sozialwahlen ein neues "Parlament" und eine neue "Regierung" erhalten haben. Trotz der erforderlichen konstituierenden Sitzung unserer Vertreterversammlung (des Parlaments) und der Regierungsbildung (Vorstand) blieb aber im Gegensatz zur großen Politik die Handlungsfähigkeit gewahrt - im Interesse unserer Unternehmen und unserer Versicherten. Kontinuität im Handeln und längerfristig angelegte Strategien, so wie sie die alte und die neue Selbstverwaltung der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft immer gepflegt haben und pflegen wollen, wären sicher auch in der großen Politik von Nöten! Ein Blick zur berufsgenossenschaftlichen Selbstverwaltung sei also durchaus empfohlen, wenn es um Zukunftsfähigkeit geht.

Auf eines der innovativsten Zukunftsprojekte aus der Übergangszeit von der "alten Regierung" zur "neuen Regierung" bei der StBG möchte ich an dieser Stelle Ihr Augenmerk lenken: Unter dem Motto "Wer mehr tut wird belohnt" neigt sich das erste Jahr des neuen Prämiensystems der StBG zur Förderung der Prävention dem Ende zu. Mit diesem innovativen Ansatz, der beispielgebend in den Reihen der gewerblichen Berufsgenossenschaften ist, hat die Selbstverwaltung erneut Mut bewiesen. Mit rund 1,7 Millionen Euro werden Ende des Jahres Präventionsmaßnahmen der Unternehmen belohnt worden sein, die über gesetzliche Mindeststandards hinausreichen. Neben der unmittelbaren Wirkung zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes in den Betrieben und der damit verbundenen störungsfreien Produktion ist besonders hervorzuheben, dass die 650 Unternehmen, die sich am Prämienmodell beteiligt haben, allein durch die eingereichten Maßnahmen etwa 10 bis 15 Millionen Euro für die Gestaltung sicherer und gesunder Arbeitsplätze ausgegeben haben. Damit haben sie mehr getan, als gesetzlich unbedingt gefordert ist. Neben der kurzfristigen Wirkung wird sich mittel- und langfristig diese Investition garantiert rechnen: geringere Unfallquoten bedeuten eben lang-fristig niedrigere Kosten!

Auch unsere neue Selbstverwaltung hat aufgrund dieses überzeugenden Erfolges in diesen Tagen grünes Licht gegeben, das Prämiensystem für das Jahr 2006 weiterzuführen. Weil sich die Gestaltungskriterien bewährt haben, wird es nur eine kleine Änderung geben: für die Übernahme bewährter Lösungen aus unserem Förderpreis durch andere Unternehmen wollen wir noch stärker werben.

Lassen Sie mich deshalb an dieser Stelle Ihnen allen in den Betrieben Danke sagen für die geleistete Arbeit im Interesse der Versicherten. Wir sind bei der Steinbruchs-BG auf einem guten Weg! Nicht zuletzt durch die Beteiligung am Prämiensystem im Jahre 2005 ist erneut das aktive Miteinander als Zukunftsmodell eindrucksvoll bestätigt worden.

Mein Wunsch für 2006: Investieren Sie weiter in Sicherheit und Gesundheit der Arbeitsplätze in der Steine und Erden-Industrie! Insofern wünsche ich allen Unternehmern, Führungskräften und Versicherten der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft schon heute ein gesundes und unfallfreies Jahr 2006!


Ihr
Helmut Ehnes




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