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Förderpreis-Gewinner auch beim Deutschen Arbeitsschutzpreis erfolgreich

Der erstmals verliehene "Deutsche Arbeitsschutzpreis 2005 für vorbildliche Ideen zu mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" geht an insgesamt sieben Unternehmen ganz unterschiedlicher Größe. Die Vorstandsvorsitzenden des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Dr. Hans-Joachim Wolff und Klaus Hinne verliehen die Auszeichnungen im Rahmen der Fachmesse A+A 2005 in Düsseldorf.

Mit einem Sonderpreis würdigte die Jury ein Projekt zur Bergung von Verletzten aus Behältern, Silos oder Tankanlagen. Das eigentliche Problem dabei besteht in dem engen "Mann-Loch", dass meist nur einen Durchmesser von 600 mm oder weniger aufweist. Wenn die handlungsunfähige Person mit Hilfe eines Rettungsseiles durch dieses Loch herausgezogen wird, besteht die Gefahr, ihm an der scharfen Mann-Loch-Kante Genick- oder Rückgratverletzungen zuzufügen.

Hans Giesecke von der Firma ExxonMobil Production GmbH aus Hannover hat dieses Problem entschärft, indem er eine Rettungsrutsche entwickelt hat, die an dem Mann-Loch angeflanscht wird. Über diese Rutsche kann eine verletzte Person sicher in Rückenlage aus dem Behälter gezogen werden. Durch die Krümmung des neuen Rettungsgerätes werden Rückenverletzungen sicher vermieden. Im praktischen Einsatz hat das neue Rettungsmittel seine Funktionalität bei der Bergung von Verletzten mit Atemschutzgeräten bereits mehrfach bewiesen.

Für seine Innovation ist Hans Giesecke schon im Jahre 2004 mit dem Förderpreis "Arbeit - Sicherheit - Gesundheit" ausgezeichnet worden, den Bergbau- und Steinbruchs-Berufsgenossenschaft jährlich gemeinsam vergeben.



Weitere Preisträger des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2005

In der Kategorie "Gesundheitsschutz/Ergonomie" vergaben die Berufsgenossenschaften den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2005 an den Schreinermeister Michael Wirth aus Wattenweiler in der Nähe von Ulm. Sein kleiner Betrieb hat für den Heckeinstieg in Lieferfahrzeuge einen praktischen Auftritt entwickelt. Der Auftritt erleichtert Ladevorgänge, weil das Einsteigen mit Lasten deutlich rückenschonender ausgeführt werden kann. Außerdem wird die Stolpergefahr erheblich gemindert.

Das Werk Mannheim der DaimlerChrysler AG erhielt den Preis in der Kategorie "Organisation und Motivation" für sein Projekt "Motivation von Berufsanfängern zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz". Bei diesem Projekt werden Auszubildende beauftragt, Problemstellungen und Anfragen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz eigenständig zu bearbeiten. In der Kategorie "Innovative Produkte" ging der Deutsche Arbeitsschutzpreis 2005 zu gleichen Teilen an
  • die Firma Hammelmann Maschinenfabrik GmbH aus Oelde für die Entwicklung einer neuartigen Hochdruckspritzpistole sowie
  • die Firma Ruf GmbH aus Zaisertshofen in der Nähe von Augsburg für die Konstruktion eines "Freisichtstaplers".
In der Kategorie "Betriebliche Sicherheitstechnik" ging der Preis an die Festo AG & Co. KG aus Esslingen-Berkheim und an die Pfuderer Maschinenbau GmbH aus Ludwigsburg. Die beiden Unternehmen haben ein Verfahren entwickelt, das Einrichtarbeiten an Produktionsanlagen durch ein verschiebbares Steuerpult sicherer macht.

www.bornack.de

Urkundenverleihung
Hans Giesecke (2. v.li.) erhielt seine Urkunde
aus den Händen von Dr. Hans-Joachim Wolff (li.)
und Klaus Hinne (re.).


Sicherheitsrutsche
Die prämierte Sicherheitsrutsche wird vertrieben
von der Firma Bornack Arbeitssicherheit


Verleihung des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2005 der gewerblichen Berufsgenossenschaften
Verleihung des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2005
der gewerblichen Berufsgenossenschaften





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