www.steine-und-erden.net > 2005 > Ausgabe 6/05 > Heidelberger Bauforum: Statt lamentieren: Gemeinsame Wege finden

[Die Industrie der Steine + Erden]






Heidelberger Bauforum: Statt lamentieren: Gemeinsame Wege finden

Zum 4. Heidelberger Bauforum, das am 21. und 22. September 2005 im Portlandforum Leimen stattfand, trafen sich auf Einladung von HeidelbergCement rund 350 Vertreter aus der Bauwirtschaft. Mit dem diesjährigen Schwerpunkt "Der neue Baustoff: Kommunikation. Vernetzt denken - gemeinsam handeln" wurde der vor drei Jahren begonnene Dialog zwischen Planern, Politikern, Vertretern der Bauwirtschaft und Wissenschaft fortgeführt und vertieft.

Transparenz schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit - Kommunikation im Rahmen einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtiger denn je, wie das Referat von Jens Friedemann, Redakteur der FAZ, deutlich machte. "Ein Unternehmen, das öffentlich nicht wahrgenommen wird, führt ein gefährdetes Dasein", so Friedemann. Auch Public Private Partnership (PPP) ist ein sinnvolles und geeignetes Instrument, den öffentlichen Investitionsstau zu beheben, wie Prof. Dr. Christof Hettich, Kanzlei Rittershaus, Mannheim, in seinem Vortrag "Public Private Partnerships als angewandte Kommunikation" erläuterte. Dass die Beteiligten der Branche ihr Renommee noch schlechter einschätzen, als das Image der Bauwirtschaft tatsächlich ist, zeigte eine nicht-repräsentative Umfrage im Rahmen des Bauforums. Befragt nach Qualität, Außendarstellung, Innovationsstreben, Informationen zum Leistungsangebot und Perspektiven in der Baubranche, gaben sich die Teilnehmer des 4. Heidelberger Bauforums selbst nur die Durchschnittsnote 3,4. Die gleiche Befragung unter Passanten in der Heidelberger Innenstadt ergab einen Notenschnitt von 3,1.

Der Wunsch nach mehr Kommunikation zog sich wie ein roter Faden durch die Diskussionsbeiträge des Bauforums. Vernetzt zu arbeiten ist in der Baubranche zwar noch nicht allgemeiner Standard, doch hat die Veranstaltung gezeigt, dass "die Lust am Wandel, aktives Zuhören und der Mut zu neuen Kommunikationsformen ihren Teil dazu beitragen können, Ideen und Prozesse am Bau weiter voranzubringen", so Andreas Kern, Vorstand von HeidelbergCement.

Das 5. Heidelberger Bauforum wird sich mit dem Thema "Demografische Entwicklung - Chancen für die Baubranche" beschäftigen und findet am 21. und 22. September 2006 statt.



Inhaltsverzeichnis Ausgabe 6/05 | Zurück zu unserer Homepage