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[Die Industrie der Steine + Erden]






Kostenanstieg verteuert Asphalt

Die aktuelle Entwicklung auf den Energie- und Rohstoffmärkten beunruhigt die deutsche Asphaltindustrie. Die deutliche Verteuerung von Heizöl und Diesel, die sich unmittelbar auch auf Fracht- und Rohstoffkosten auswirkt, sorgt gemeinsam mit einem dramatischen Anstieg der Bitumenpreise für eine bedrohliche Situation.

Dies erklärte der Präsident des Deutschen Asphaltverbandes (DAV) Georg Rasch in Berlin. Dabei machte er eine einfache Rechnung auf: Für eine typische Asphaltmischanlage sind im Jahresverlauf die Kosten für Bitumen je nach Mischgutsorte zwischen 2,50 bis 5,00 Euro, für Heizöl zwischen 1,00 und 1,25 Euro, für Rohstoffe und ihren Transport um ca. 1,00 Euro und für Betriebsstoffe wie Diesel um ca. 50 Eurocent je Tonne Mischgut angestiegen.

Angesichts der prekären Erlössituation der Asphaltbranche können diese Kostensteigerungen nicht mehr aufgefangen werden, so DAV-Präsident Rasch. Vielmehr müssten die gestiegenen Kosten zwischen 5 Euro und 7,50 Euro je Tonne Asphalt von den Mischanlagenbetreibern weitergegeben werden, um eine Existenzbedrohung der Unternehmen abzuwenden. In diesem Zusammenhang warnte Rasch davor, auf sinkende Mineralölpreise und damit zurückgehende Bitumenpreise zu spekulieren. Nach allen derzeit bekannten Fakten werde der Bitumenpreis mittelfristig zumindest auf dem jetzigen Niveau verharren. Die Asphaltindustrie müsse daher mit den aktuellen Preisen kalkulieren, um ihre Zukunft zu sichern.



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