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[Die Industrie der Steine + Erden]






Investieren in Prävention lohnt sich - jetzt doppelt!

Taschenrechner In der Ausgabe 4/2004 der "Industrie der Steine + Erden" wurde unter dem Titel "Wirtschaftliche Aspekte der Prävention: Sicher kostet Geld - unsicher kostet mehr Geld" gezeigt, wie stark Unfälle das betriebliche Ergebnis beeinflussen. Aber: Jeder vermiedene Unfall und jede vermiedene arbeitsbedingte Erkrankung sparen nicht nur dem Arbeitgeber erhebliche Kosten - auch die Solidargemeinschaft der in der StBG vereinten Unternehmen wird nachhaltig entlastet!
Im genannten Heft wurde im Artikel "Stagnierende Kosten trotz sinkender Unfallzahlen - ein Widerspruch?" zudem untersucht, wie nachhaltig sich Unfälle und Berufskrankheiten auswirken - so gehen 65 Prozent der Aufwendungen für Behandlung und Entschädigungen Verletzter auf Unfälle vor 1995 zurück! Somit beeinflusst eine hohe Zahl von Unfällen jahre- bis jahrzehntelang die Ausgaben der StBG - und damit unmittelbar den Beitrag!
Eine spürbare Verringerung der Aufwendungen zur gesetzlichen Unfallversicherung lässt sich also nur erzielen, wenn diese Kosten von vornherein vermieden werden. Dass dies möglich ist, beweisen viele Mitgliedsunternehmen der StBG täglich - durch nachhaltige Investitionen in die technische Sicherheit, durch den Aufbau einer effizienten Arbeitsschutzorganisation, durch die Anschaffung und regelmäßige Nutzung moderner und hochwirksamer persönlicher Schutzausrüstung ebenso wie durch die Gestaltung ergonomischer Arbeitsplätze.
Investitionen in die betriebliche Sicherheit und den Gesundheitsschutz sind somit unverzichtbare Instrumente für wirtschaftliches und zukunftsorientiertes Handeln. Betriebe, die auf diesem Feld engagiert sind, können ab dem Jahr 2005 nun doppelt profitieren - mit dem Prämiensystem der StBG!
Das Prämiensystem ist ein Bestandteil der Drei Säulen-Strategie der StBG für eine zukunftsgerichtete Prävention. Neben Vorschriftenabbau und einem demnächst verfügbaren Praxishandbuch für die Baustoffbranche werden Investitionen in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Rahmen des verfügbaren Budgets gefördert.
In den Ausgaben 1 und 4/2004 der "Industrie der Steine + Erden" wurde bereits eine ausführliche Übersicht zum Prämiensystem vorgestellt.

Im Folgenden finden Sie nun Details zum Verfahren und Antworten auf häufig gestellte Fragen.



Wofür gibt es Prämien?

Der Rahmen für prämienwürdige Maßnahmen umfasst alle präventiven Handlungsfelder, um möglichst jedem Unternehmen die Chance zur Teilnahme zu eröffnen. Prämien können in fünf Gruppen vergeben werden (siehe Kasten rechts).

Prämiengruppe I
Erstmaliger Erwerb des Gütesiegels "Sicher mit System" oder Einführung eines gleichwertigen Arbeitsschutzmanagement-Systems

Prämiengruppe II
Umsetzung besonderer Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit

Prämiengruppe III
Umsetzung besonderer Maßnahmen zur Verbesserung des betrieblichen Gesundheitsschutzes

Prämiengruppe IV
Umsetzung ausgewählter prämierter Innovationen aus dem Förderpreis Arbeit - Sicherheit - Gesundheit

Prämiengruppe V
Herausragende Ergebnisse in der Verhütung von Arbeitsunfällen (Unfallfreiheit)



Welche Vorausetzungen müssen berücksichtigt werden?

Damit Initiativen prämiert werden können, müssen die angemeldeten Präventionsmaßnahmen
  • zur Vermeidung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren wirksam beitragen,
  • über gesetzlich vorgeschriebene Mindestanforderungen hinaus gehen - allein die Einhaltung der Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften reicht nicht aus,
  • nachvollziehbar belegt werden, z. B. durch Rechnungsbelege, Zertifikate, Fotos, usw.,
  • bereits realisiert sein - Absichtsbekundungen werden nicht berücksichtigt,
  • nachweislich im Jahr 2005 oder in 2004 umgesetzt und abgeschlossen sein.


Wie hoch kann die Prämie sein?

Die erzielbaren Prämien sollen - neben dem betrieblichen Nutzen - einen weiteren Anreiz bieten und gerecht bemessen werden. Deshalb richtet sich die Prämienhöhe nach dem finanziellen betrieblichen Aufwand (z.B. Investitionskosten, externe Beratungsdienstleistungen), der Unternehmensgröße oder der Höhe des letzten Beitrags zur StBG. Die Prämie bemisst sich grundsätzlich nach den Netto-Investitionen. Die Höchstprämie je angemeldeter Maßnahme beträgt 20.000 Euro. Es können aber auch mehrere Maßnahmen aus verschiedenen Prämiengruppen zur Prämierung einreicht werden - dann beträgt die maximal erzielbare Gesamtprämie je Mitgliedsunternehmen 50.000 Euro. (Zu Einzelheiten siehe Informationen zu den einzelnen Prämiengruppen.)



Besteht ein Rechtsanspruch auf eine Prämie?

Ein Rechtsanspruch auf die Zuerkennung einer Prämie besteht nicht. Es handelt sich vielmehr um ein freiwilliges Angebot der StBG, welches auf einem Beschluss des Vorstandes beruht. Dementsprechend steht für das neue Prämiensystem ein Gesamtbudget zur Verfügung. Die Vergabe der Prämien richtet sich nach der Reihenfolge des Eingangs der Prämienanmeldungen. Sobald alle erforderlichen Dokumente vollständig vorliegen und die interne Prüfung erfolgreich abgeschlossen wurde, werden Prämien an die Mitgliedsunternehmen ausgeschüttet, sofern hierfür im laufenden Prämienjahr noch Finanzmittel zur Verfügung stehen. Wir empfehlen deshalb, prämienwürdige Maßnahmen möglichst frühzeitig anzumelden und darauf zu achten, dass die beigefügten Belege und Dokumente aussagekräftig und vollständig sind.



Welche Schritte sind notwendig, um die Prämie zu erhalten?

Zur Anmeldung der prämienwürdigen Maßnahmen bitte immer den Anmeldebogen zum Prämiensystem der StBG benutzen. Er ist den Ausschreibungsunterlagen beigefügt, die alle Mitgliedsunternehmen der StBG demnächst erhalten und kann über das Internet (www.stbg.de/praemie/) abgerufen werden.
Wichtig ist: Ein Anmeldebogen pro Maßnahme - dies erleichtert die interne Dokumentation und Bearbeitung. Um gleiche Bedingungen für alle Mitglieder zu gewährleisten, können nur auf dem Postweg eingesandte Anmeldebögen einschließlich der erforderlichen Dokumente berücksichtigt werden! Zur Kennzeichnung der Umschläge mit Prämienanmeldungen, sind den Unterlagen gelbe Signalaufkleber beigefügt. Bitte verwenden Sie diese; das erleichtert die Erfassung der Anmeldungen im Posteingang. Anmeldungen per Telefax oder per E-Mail können leider nicht berücksichtigt werden.
Der Anmeldebogen dient zugleich als Leitfaden für die benötigten Angaben und Dokumente. Folgen Sie deshalb einfach den Hinweisen auf dem Anmeldebogen und beschreiben Sie für jede Maßnahme:
  • Zielsetzung und Erfolg,
  • Art und Umfang,
  • Beginn und Abschluss,
  • Fremdkosten.
Bitte dokumentieren Sie die Angaben durch Fotos, Foto-CD's, Videos, Rechnungskopien, Belege, Zertifikate oder Urkunden, Bauabnahmen oder geeignete Nachweise. Hierdurch ermöglichen Sie die Plausibilitätsprüfung Ihrer Angaben. Ihre Unterlagen können erst nach der Vollständigkeitsprüfung für das Prämienverfahren angenommen werden. Daher sollte der Anmeldebogen in Ihrem eigenen Interesse komplett ausgefüllt und mit allen Belegen ergänzt sein.



Können Sie sich nur in einer Prämiengruppe beteiligen?

Jedes Unternehmen kann sich nicht nur in einer, sondern in allen Prämiengruppen - auch mehrfach - beteiligen. Zu beachten ist lediglich, dass die je Unternehmen erzielbare Höchstprämie auf 50.000 Euro begrenzt ist.



Wann wird die Prämie ausgezahlt?

Sobald die Prämienanmeldung vorliegt und die erforderlichen Unterlagen vollständig sind, wird geprüft, ob die für das Prämiensystem angemeldete Maßnahme alle Bedingungen erfüllt und die Initiative anhand der eingereichten Unterlagen plausibel nachvollzogen werden kann. Unmittelbar danach wird die Prämie festgesetzt und überwiesen. Es gibt also weder für die Einreichung der Prämienanmeldungen noch für die Ausschüttung der Prämien einen Stichtag - vielmehr werden die Prämien fortlaufend ausgeschüttet, solange das zur Verfügung stehende finanzielle Budget dies im laufenden Haushaltsjahr zulässt.
Peter Schrandt, StBG

Uns ist bekannt, dass sich einige Lieferanten für Sicherheitstechnik und Arbeitsplatzausrüstung mit dem Gedanken tragen, die Initiative der StBG für die Förderung innovativer Prävention zu unterstützen und für Mitglieder der StBG Sonderkonditionen - zum Teil zeitlich befristet - anzubieten. Wir empfehlen Ihnen also, bei Ihren Lieferanten nachzufragen, ob aufgrund des Prämiensystems der StBG auch seitens Ihrer Lieferanten Sonderkonditionen angeboten werden.
So können Sie doppelt profitieren!



Icon Prämiengruppe 1  

Prämiengruppe 1

Erstmaliger Erwerb des Gütesiegels "Sicher mit System" oder Einführung eines gleichwertigen Arbeitsschutzmanagement-Systems

Arbeitsunfälle in der Baustoff-Industrie sind überwiegend auf organisatorische oder verhaltensbedingte Fehler zurückzuführen. Deshalb ist die Förderung von systematischem Arbeits- und Gesundheitsschutz von großer Bedeutung. Daher wird der erstmalige Erwerb des Gütesiegels "Sicher mit System" der StBG im Rahmen dieser Prämiengruppe prämiert. Gleichwertig sind auch andere mit Zertifikat nachgewiesene Arbeitsschutzmanagement-Systeme (z. B. SCC, OHSAS 18001), wenn sie die Kriterien des ILO-Leitfadens (ILO: Internationale Arbeitsschutzorganisation der Vereinten Nationen) erfüllen.

Prämienhöhe

Grundprämie je Unternehmen
(bis zu 10 Vollzeitbeschäftigte)
2.000 €
Zusatzprämie je Arbeitnehmer
(ab dem 11. Vollzeitbeschäftigten)
200 €
Höchstprämie je Unternehmen 20.000 €


Das Gütesiegel wird in der Regel für das Gesamtunternehmen erworben. Im Einzelfall besteht nach Rücksprache auch die Möglichkeit, das Gütesiegel für selbstständige Produktionsstätten/Werke (Mindestgröße: 100 Vollzeitbeschäftigte) zu erwerben:

Höchstprämie je Produktionsstätte/Werk: 10.000 €


Beispiel: Gütesiegel für ein Betonwerk mit 30 Vollzeitbeschäftigten

Erwerb des Gütesiegels im Jahr 2005
Nachweis mit Zertifikat der StBG

Grundprämie 2.000 €
Zusatzprämie für 20 Vollzeitbeschäftigte
(20 x 200 €)
4.000 €
Gesamtprämie 6.000 €


Icon Prämiengruppe 2  

Prämiengruppe 2

Umsetzung besonderer Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit

In dieser Prämiengruppe werden Maßnahmen prämiert, die auf die Vermeidung von Arbeitsunfällen abzielen und das Sicherheitsniveau in den Unternehmen erhöhen, zum Beispiel:

  • Einbau von Kamerasystemen zur Verbesserung der Rückraumsicht an Radladern, Muldenkippern oder Dumpern.
  • Einführen einer generellen Schutzbrillentragepflicht in Produktionsbereichen.
  • Investitionen in Systeme zur elektronischen Bruchwand- bzw. Bohrlochvermessung.

Prämienhöhe

Grundprämie: 20 % der nachgewiesenen Investitionskosten
Höchstprämie je Maßnahme. 20.000 €


Beispiel: Rückraum-Kameras

Ausrüstung von 5 Radladern und 5 Muldenkippern mit Rückraumüberwachungs-Kameras. Nachweis z. B. durch Vorlage der Lieferantenrechnung, Einbaubestätigung und Fotodokumentation.

Nachgewiesene Fremdkosten für
Kameras, Monitore inkl. Einbau
(10 x 1.500 €)
15.000 €
Gesamtprämie 20 % 3.000 €


Beispiel: Schutzbrillen-Tragepflicht

Einführen einer generellen Schutzbrillen-Tragepflicht in einem Betonwerk mit 95 Beschäftigten in der Produktion.

Nachweis z. B. durch Vorlage der Betriebsvereinbarung, Unterweisungsbelege und Lieferantenrechnungen für Schutzbrillen inkl. Schutztaschen.

Nachgewiesene Fremdkosten für 2 Schutzbrillen
(1 x Klarsicht/1 x Sonnenschutzfunktion,
Aufbewahrungsschutztasche) je Mitarbeiter
95 x 26 €
2.470 €
Gesamtprämie 20 % 494 €


Icon Prämiengruppe 3  

Prämiengruppe 3

Umsetzung besonderer Maßnahmen zur Verbesserung des betrieblichen Gesundheitsschutzes

In dieser Gruppe werden Maßnahmen prämiert, die auf die Vermeidung von Berufskrankheiten, die Verbesserung der Arbeitsplatzgestaltung durch ergonomische Maßnahmen oder die Verringerung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren zielen. In Betracht kommen aber auch betriebliche Investitionen zur aktiven Gesundheitsprävention, z. B.

  • Investitionen zum aktiven Lärmschutz, z. B. Umrüstung eines Betonsteinfertigers auf ein lärmarmes Verdichtungsverfahren.
  • Investitionen in die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen, z. B. die Beschaffung höhenverstellbarer Arbeitstische.
  • Beschaffung gut sichtbarer Wetterschutzkleidung in Signalfarbe mit Reflexmaterialien.
  • Organisation und Durchführung von Gesundheitsprogrammen (z. B. Rückenschulung) für Mitarbeiter.

Prämienhöhe

Grundprämie: 20 % der nachgewiesenen Investitionskosten bzw. Fremdberatungskosten
Höchstprämie für Sachinvestitionen je Maßnahme: 20.000 €
Höchstprämie für Verhaltensbeeinflussung je Maßnahme: 10.000 €


Beispiel: Umrüstung eines Betonsteinfertigers auf lärmarme Verdichtung

Nachweis z. B. durch Vorlage des Auftrages, der Lieferantenrechnung, des Abnahme-/Inbetriebnahmeprotokolls, von Fotos, des Lärmmessberichtes.

Nachgewiesene Fremdkosten laut Rechnung 130.000 €
20 % der Fremdkosten 26.000 €
Gesamtprämie (Höchstprämie je Maßnahme) 20.000 €



Beispiel: Gesundheitsprogramm zur Rückenprävention (Teilnehmerzahl: 40 Beschäftigte)

Nachweis z. B. durch Vorlage der Rechnung des Trainers, der Rechnung über 40 Trainingsmatten sowie 40 Gymnastikbälle, der Beauftragung des Trainers, von Teilnehmerlisten, der Rechnung über Nutzungsentgelt für Trainingsraum.


Nachgewiesene Fremdkosten  
10 x 2 Trainerstunden 1.800 €
40 Trainingsmatten 1.200 €
40 Gymnastikbälle 400 €
Miete für Trainingsraum (10 x 100 €) 1.000 €
Fremdkosten insgesamt 4.400 €
Gesamtprämie 20 % 880 €


Icon Prämiengruppe 4  

Prämiengruppe 4

Umsetzung ausgewählter prämierter Innovationen aus dem Förderpreis Arbeit - Sicherheit - Gesundheit

Regelmäßig werden im Rahmen des jährlichen Förderpreis-Wettbewerbes innovative Lösungen für mehr Sicherheit oder Gesundheitsschutz prämiert. Um den prämierten Innovationen zu einer größeren Breitenwirkung zu verhelfen, wird ihre Anwendung in anderen Unternehmen in dieser Prämiengruppe honoriert.

Prämien werden vergeben für:
  • Treppenzugänge bei Radladern
  • Emissionsarmes Sprühgerät für Betontrennmittel
  • Sichere Montage von Großrädern an Baumaschinen
  • Verbesserte Ladungssicherung in PKW und Kombi-Fahrzeugen
  • Lärmreduzierung bei der Verdichtung von Beton-Fertigteilen (Betondeckenherstellung)
  • Neuartige Werkzeuge zur lärmarmen Natursteinbearbeitung
  • Innovative Arbeitsschutzkabine für Steinmetze
  • innovative Diamantseilsägen in der Natursteinverarbeitung
  • Lärmarme Betonverdichtung durch harmonische Vibration (Betonsteinherstellung)
  • Neue Rettungsrutsche für die Bergung Verletzter aus Behältern
  • Einfache Umrüstung von Tiefladern für den Transport schwerer Baumaschinen
  • Entfernung asbesthaltiger Dämmstoffe ohne Gesundheitsrisiko
  • sicheres Transportsystem für Natursteinplatten
  • sicheres Auswechseln von Schlagleisten an Prallbrechern
  • sicheres Lagern von großen Betonelementen

Prämienhöhe

Grundprämie: 20 % der nachgewiesenen Investitions-, Fremd- oder Materialkosten
Höchstprämie je Maßnahme: 20.000 €


Beispiel: Anschaffung einer Rettungsrutsche

Für eine sichere Bergung von Verletzten aus Behältern mit seitlich angeordneten Mann-Löchern erwerben Sie die prämierte Rettungrutsche.

Nachweis durch Vorlage der Rechnung sowie entsprechender Unterweisungsbelege.

Nachgewiesene Fremdkosten für eine Rettungsrutsche 1900 €
Gesamtprämie 20 % 380 €


Icon Prämiengruppe 5  

Prämiengruppe 5

Herausragende Ergebnisse in der Verhütung von Arbeitsunfällen (Unfallfreiheit)

Unser gemeinsames Ziel lautet: Null Arbeitsunfälle! Deshalb wird in dieser Prämiengruppe erfolgreiche Sicherheitsarbeit, die sich im unfallfreien Arbeiten ausdrückt, belohnt. Die Messlatte liegt hier bewusst hoch - ist aber erreichbar. Abhängig von der Unternehmensgröße wird ein Mindestzeitraum ohne einen meldepflichtigen Arbeitsunfall (Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder tödlich) erwartet:
  • Unfallfreiheit für Unternehmen bis zu 10 Vollzeitbeschäftigte: 60 Monate.
  • Unfallfreiheit für Unternehmen von 11 bis 130 Vollzeitbeschäftigte: siehe Grafik
  • Unfallfreiheit für Unternehmen über 130 Vollzeitbeschäftigte: 12 Monate.

Grafische Darstellung der Mindestzahl an unfallfreien Monaten

  • Maßgebend ist der Zeitraum rückwirkend vom Tag des Eingangs Ihrer Prämienanmeldung!
  • Wegeunfälle sind für die Zählung der Ereignisse nicht relevant!

Prämienhöhe

Grundprämie bei Erfüllung der Kriterien: 20 % des letzten Jahresbeitrags zur StBG
Höchstprämie je Mitgliedsunternehmen: 20.000 €

Die Unfallfreiheitsprämie wird in der Regel für das Gesamtunternehmen vergeben. Im Einzelfall besteht nach Rücksprache auch die Möglichkeit, die Prämie für selbständige Produktionsstätten und Werke (Mindestgröße: 130 Vollzeitbeschäftigte) zu vergeben.

Hinweis: Bei Ausschüttung einer Prämie in dieser Prämiengruppe beginnt der geforderte unfallfreie Zeitraum erneut vom Nullpunkt!


Beispiel: Schotterwerk mit 40 Vollzeitbeschäftigten

In den letzten 48 Monaten ist in Ihrem Unternehmen kein meldepflichtiger Arbeitsunfall (Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Tagen oder tödlich) eingetreten. Ihr letzter Beitrag zur StBG betrug 40.000 €.

Letzter StBG-Jahresbeitrag 40.000 €
Gesamtprämie 20 % 8.000 €




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