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[Die Industrie der Steine + Erden]






Weihnachten

Der Scherz ist uralt, aber wir lachten doch über die trockene Bemerkung eines Bekannten, als er bei einem Treffen am 24.Juni mit Verkündermiene feststellte, in einem halben Jahr ist Heiligabend. Er legte zumindest den Grundstein für eine rege Diskussion über die verschiedenen Gewohnheiten, Weihnachten zu feiern. Grundtenor war allerdings, dass das Fest der Feste immer viel zu plötzlich kommt. Jedes Jahr gerät man wieder in Panik, weil noch nicht alle Geschenke besorgt und auch andere Vorbereitungen nicht abgeschlossen sind. Ganz hartgesottene Männer begegnen sich noch am 24. Dezember vormittags in der Fußgängerzone, um letzte Spontankäufe zu tätigen. Verzweiflungstaten wäre vielleicht der angebrachtere Begriff beim Kauf von Geschirrtüchern, Blumenvasen oder Parfüm.

"Same procedure as..."
Spricht man dann über den Ablauf der Feiertage, kommen die unterschiedlichsten Vorlieben zutage. Die einen feiern Weihnachten ganz konventionell im Kreis der Familie, mit Weihnachtsbaum, festlich gekleidet und einem besonderen Essen. Andere wiederum sehen keinen Anlass für einen solchen Aufwand und ziehen eine rustikalere Variante vor, mit Bockwurst und Kartoffelsalat. Eine dritte Gruppe entflieht der ganzen Aufregung und feiert in der Sonne, zum Beispiel auf den Kanaren. Dort hat sich die Hotellerie auf die Weihnachtsurlauber eingestellt und bietet einen ansprechenden Rahmen, wobei der Blick auf die Preisliste die Freude zumindest vorübergehend einschränkt.
Gegenüber November und Januar glänzt der Dezember mit Aufschlägen von
60 Prozent und mehr. Doch die Nachfrage gibt den Reiseveranstaltern ja Recht. So sitzen die "Winterfrischler" unter Palmen und warten auf das Christkind. Anstelle von Glühwein gibt es Cocktails und statt Stollen Sandwiches, wohl bekomm`s!
Doch ich möchte nicht zu ironisch werden, dazu waren die Schwärmereien der Weihnachts-Sonnen-Fraktion zu ernst gemeint, und es soll ja jeder nach seiner Fasson glücklich werden.
Ich habe die Weihnachtstage noch nicht im Süden zugebracht und liebe es etwas konservativer. Diese Tage pflege ich im Kreis meiner mir Nahestehenden zu verbringen. Bei guten Gesprächen etwas Besonderes essen und einen edlen Tropfen trinken. Weitere Weihnachtsattribute nicht ausgeschlossen.
Am zweiten Feiertag treffen sich traditionell Mitglieder meines Sportclubs im Clubhaus, ein Wiedersehen von Sportlern, die sich oft über längere Zeit nicht gesehen haben, da sie ihre (sportlichen) Aktivitäten an verschiedenen Orten ausüben. Ein zwangloses Treffen, das den Weihnachtsstress - wenn denn ein solcher bestanden hat - vergessen lässt.
Es gibt viele Arten das Weihnachtsfest zu begehen. Jeder suche sich die ihm genehme aus. Ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins Jahr 2005 wünscht Ihnen

Hans-Jürgen Bahr

Bescherung





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