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Auf der A+A: Deutsches Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung gegründet

Rund 200 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Sozialversicherung, Verbänden der Sozialpartner und Einrichtungen des Gesundheitsschutzes kamen am 28. Oktober 2003 in Düsseldorf zur Auftaktveranstaltung des "Deutschen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung" (DNBGF) zusammen. Das DNBGF wird eine Plattform für Unternehmen und Institutionen bilden, die auf dem Feld der betrieblichen Gesundheitsförderung aktiv werden wollen. Es hat das Ziel, mittels umfassender Informationen Arbeitnehmer und Arbeitgeber für das Thema zu sensibilisieren und zum aktiven Handeln zu motivieren. Denn gesunde Beschäftigte sind die Voraussetzung für wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen.
Betriebliche Gesundheitsförderung ist heute zentraler Bestandteil einer modernen Unternehmensstrategie. Wissenschaftliche Studien und Erfahrungen aus der Praxis belegen, dass jeder in die betriebliche Gesundheitsförderung investierte Euro zu vielfach höheren sozialen und wirtschaftlichen Erträgen führt. So senken z.B. Programme zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz die Fehlzeitenrate um bis zu 36 Prozent. In Bezug auf die Produktivität ist jeder hier investierte Euro vier bis sechs Euro wert. Gleichzeitig wird auch die gesetzliche Sozialversicherung (Kranken-, Renten- und Unfallversicherung) durch die gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitsabläufe und die daraus resultierende geringere Inanspruchnahme medizinischer und rehabilitativer Leistungen entlastet.
Die Berufsgenossenschaften setzen mit dem Netzwerk einen neuen Schwerpunkt in der Prävention. "Ein moderner Arbeits- und Gesundheitsschutz umfasst heute alle arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, einschließlich psychischer Belastungen. Mit der Beteiligung am Deutschen Netzwerk unterstützen wir einen ganzheitlichen, praxisorientierten und modernen Ansatz zur Förderung des betrieblichen Gesundheitsschutzes. So wollen wir die Beteiligten direkt erreichen. Damit stärken wir weiter unseren Präventionsansatz", erläutert Dr. Walter Eichendorf, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HVBG.
Der BKK Bundesverband und der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) sind gemeinsam Träger des DNBGF. Die Gründung des Netzwerkes geht auf eine Initiative des Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung zurück, das von der Generaldirektion "Gesundheit und Verbraucherschutz" der EU-Kommission gefördert wird. Darüber hinaus kooperiert das Netzwerk mit der "Initiative Neue Qualität der Arbeit" (INQA).




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