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Volkswirtschaftliche Kosten durch Straßenverkehrsunfälle

Die Bundesanstalt für Straßenwesen ermittelt jährlich die Kosten, die infolge von Straßenverkehrsunfällen entstanden sind. Personen- und Sachschäden bei Straßenverkehrsunfällen verursachten im Jahr 2001 in Deutschland volkswirtschaftliche Kosten von 34,5 Milliarden Euro. Die Personenschäden hatten hieran mit 17,6 Milliarden Euro einen Anteil von 51 Prozent, die Sachschäden mit 16,9 Milliarden Euro einen Anteil von 49 Prozent.



Entwicklung der Unfallkosten

Die gesamten Unfallkosten sind im Vergleich zum Vorjahr infolge eines Rückgangs der Personenschäden um über eine Milliarde Euro gesunken. Die wichtigste Ursache dieser Entwicklung ist der Rückgang der Anzahl tödlich verletzter Unfallopfer um mehr als 500 gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber sind die volkswirtschaftlichen Kosten durch Sachschäden bei Straßenverkehrsunfällen nicht gesunken, sondern nahezu unverändert geblieben.



Kostensätze für Personenschäden

Die Unfallkosten werden personenbezogen mit einem Berechnungsmodell ermittelt, das die Unfallfolgen nach dem Schweregrad der Personenschäden (getötet, schwerverletzt, leichtverletzt) schätzt:


Getötete

1.174.064 Euro

Schwerverletzte

83.412 Euro

Leichtverletzte

3.737 Euro



Die Sachschäden werden unfallbezogen mit einem Berechnungsmodell ermittelt, das die Sachschadenskosten in Abhängigkeit vom Schweregrad des Unfalls schätzt:

Unfall mit Getöteten

27.266 Euro

mit Schwerverletzten

13.185 Euro

mit Leichtverletzten

9.651 Euro

Schwerwiegender Unfall mit nur Sachschaden

12.583 Euro

Übriger Sachschadensunfall

6.092 Euro

Sonstiger Alkoholunfall

4.508 Euro



Entwicklung der Unfallkosten von 1995 bis 2001 (1995 = 100)
Entwicklung der Unfallkosten
von 1995 bis 2001 (1995 = 100)






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