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125 Jahre Verein Deutscher Zementwerke

Mit einem Festakt im Rahmen des 5. Internationalen VDZ-Kongresses "Verfahrenstechnik der Zementherstellung" feierte der Verein Deutscher Zementwerke e.V. am 24. September 2002 mit 1.000 Gästen in Düsseldorf sein 125jähriges Jubiläum.
Die lange Geschichte des VDZ begann mit dem Start der industriellen Zementproduktion in Deutschland. Im Jahr 1877 schlossen sich die Gründungsmitglieder zu einer eigenständigen Interessengemeinschaft namens "Verein Deutscher Cement-Fabrikanten" zusammen. Von Anfang an stand die Bearbeitung technischer Fragen im Mittelpunkt der Arbeit.
Im Jahre 1948 wurden unter dem Dach des "Verein Deutscher Portland- und Hüttenzementwerke e.V." gebündelt. Um die gelungene Verschmelzung der unterschiedlichen Interessengebiete hervorzuheben, wurde 1953 der Name in "Verein Deutscher Zementwerke e.V." geändert. Der Verein ist Träger des Forschungsinstituts, in dem Themen zur Verbesserung der Zement-Herstelltechnik und -Anwendung sowie zum Umweltschutz behandelt werden.
Heute steht das VDZ-Forschungsinstitut den Zementwerken und anderen Industrien bei der Prüfung umweltrechtlicher Auflagen bis hin zu vollständigen Umweltverträglichkeitsprüfungen zur Verfügung. Die Ergebnisse der Gemeinschaftsarbeit in Sachen Umweltschutz können sich sehen lassen: So lag beispielsweise der Staubauswurf von Zementdrehofenanlagen noch 1950 bei etwa 3 bis 5 Prozent der Produktionsmenge. In den folgenden Jahrzehnten wurde er drastisch reduziert. Mittlerweile beträgt das Emissionsniveau für Stäube im Abgas von Drehofenanlagen im Tagesdurchschnitt nur noch 10 bis 30 mg/m3.
Der Schutz der Mitarbeiter in den Zementwerken ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der VDZ-Arbeit. Das positive Resultat dieser Gemeinschaftsaufgabe: Im Laufe von 30 Jahren sanken die Unfallhäufigkeitsrate und der mittlere Jahresleistungsausfall um zwei Drittel.




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