www.steine-und-erden.net > 2002 > Ausgabe 6/02 > Deutsche und österreichische Kalkindustrie bekennen sich zum Klimaschutz

[Die Industrie der Steine + Erden]






Deutsche und österreichische Kalkindustrie bekennen sich zum Klimaschutz

Die deutsche und die österreichische Kalkindustrie hatten Europaparlamentarier und Behördenvertreter am 9. September 2002 zu einem "Parlamentarischen Abend" nach Brüssel eingeladen. Im Umfeld der Sitzungen des Umwelt- und Energieausschusses des Europäischen Parlamentes sollte belegt werden, dass ein Emissionshandel auf Unternehmensebene nicht nur die Existenz der deutschen und österreichischen Kalkindustrie gefährden kann, sondern überdies zu einer weiteren Belastung des Weltklimas beiträgt.
In seiner Begrüßung stellte der Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie, Klaus Schaefer, das breite Einsatzspektrum von Kalkprodukten im Alltag vor. "Kalk ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres täglichen Lebens, ein Grundstoff, der zur Herstellung vieler Produkte zwingend notwendig ist: z.B. Eisen und Stahl, Glas und Papier, Kunststoffe und Lebensmittel. Auch für den Umweltschutz leistet Kalk entscheidende Dienste, so etwa bei der Rauchgasentschwefelung und Trinkwasseraufbereitung", betonte Schaefer.
Kalk werde durch das Brennen von Kalkstein erzeugt, bei diesem Prozess werde CO2 abgetrennt. Um die CO2-Belastung so gering wie möglich zu halten, investiere die Kalkindustrie in umweltschonende Brennverfahren und habe so in Deutschland in den letzten zehn Jahren denCO2-Ausstoss um zwölf Prozent reduzieren können. Damit sei der theoretische Mindestbedarf an Energie für die Kalk-Herstellung allerdings nahezu erreicht.
Sollte die CO2-Richtlinie eingeführt werden, werde sich die Kalkproduktion zwangsläufig in CO2-handelsfreie Regionen verlagern mit der Folge einer Steigerung der CO2-Belastung.




Inhaltsverzeichnis Ausgabe 6/02 | Zurück zu unserer Homepage