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[Die Industrie der Steine + Erden]






Moderne Verwaltung mit alten Wurzeln

Die private Versicherungswirtschaft hat bisher keine Möglichkeit gesehen, die Leistungen anzubieten, die die Berufsgenossenschaften erbringen, und gleichzeitig Gewinne zu erwirtschaften", betont Norbert Erlinghagen, Geschäftsführer der Sektion III der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft in Bonn. "Der Auftrag an die BG, einen Versicherten nach einem Unfall émit allen geeigneten Mitteln' zu betreuen, heißt andererseits aber auch nicht: éKoste es, was es wolle.'"
Deshalb würden bei der StBG konsequent Maßnahmen zur Qualitätssicherung ergriffen, um schneller zu Entscheidungen in Versicherungsfällen zu kommen und um die Betreuung der Versicherten möglichst früh einsetzen zu lassen. "Ein besonders qualifizierter Mitarbeiter arbeitet bei uns eng mit dem Berufshelfer zusammen, damit Schwer- und Schwerstverletzten möglichst schnell geholfen werden kann." Zur Wiedereingliederung arbeitslos gewordener Versicherter nutzt die Sektion III schon länger den Kontakt zu einem privaten Vermittlungsunternehmen.
Erlinghagen legt besonderen Wert auf eine intensive Fortbildung seiner Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Es wurden beispielsweise bereits Schulungen durchgeführt zu Themen wie "Trauma + psychische Folgen von Verletzungen" oder "Folgen von Meniskuserkrankungen", denn beim Kontakt mit den Versicherten müssten diesen häufig erst einmal die Ängste und Unsicherheiten genommen werden. Die Sachbearbeiter werden vom Geschäftsführer auch ermutigt, mit den Technischen Aufsichtsbeamten in die Betriebe zu fahren: "Wir sind zwar eine Behörde, wollen aber nicht als solche - im schlechten Sinne - handeln."
Ziel ist eine höhere Effizienz zum Nutzen der Versicherten. Dazu soll auch die Verwaltungsgemeinschaft mit der Bergbau-BG beitragen, die hier bereits weit gediehen ist: Erlinghagen ist in Personalunion auch Geschäftsführer des Bezirks Bonn der BBG und will die Verwaltungen durch Austausch der Mitarbeiter in allen Ebenen enger zusammenzuführen. Bereits im Jahre 1999 erhielt er (dafür?) anlässlich einer gemeinsamen Weiberfastnacht einen "Orden": die beiden BG-"Schüsseln" als "Ein-Topf" in der Terrine. Besitzen Rheinische Karnevalisten eine prophetische Gabe? Es scheint fast so.


Sektionsgeschäftsführer Assessor Norbert ErlinghagenStBG und BBG: 'Ein-Topf'
Das Team der Sektion III

oben links: Sektionsgeschäftsführer Assessor Norbert Erlinghagen
unten: Das Team der Sektion III der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft - Erlinghagen (rechts):
"engagierte und motivierte Mitarbeiter, die alle mitmischen."





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