www.steine-und-erden.net > 2002 > Ausgabe 6/02 > Ein verlässlicher Partner auch in schwierigen Zeiten

[Die Industrie der Steine + Erden]






Ein verlässlicher Partner auch in schwierigen Zeiten

Willi Lange Das Jahr 2002 mit seinen nach wie vor schlechten konjunkturellen Rahmenbedingungen vor allem für die Bauwirtschaft ist fast abgelaufen. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, einige Anmerkungen zur Position der gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere natürlich der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, zu machen.
Die wirtschaftliche Lage der Bauindustrie, deren Auswirkungen sich auch im Steine und Erden-Bereich seit Jahren negativ bemerkbar machen, stellt für die gesetzliche Unfallversicherung eine besondere Herausforderung dar. Hier gilt es unter Beweis zu stellen, dass es sich bei den Berufsgenossenschaften nicht um "ein ineffizientes Relikt aus wilhelminischer Zeit" handelt, sondern um moderne, zukunftsorientierte Dienstleistungsunternehmen, die auch und gerade in Krisenzeiten ihren Mitgliedsunternehmen wirkungsvoll zur Seite zu stehen. Sicherlich hat die vom Gesetzgeber vorgenommene Aufgabenzuweisung - der Präventionsauftrag sowie Rehabilitation und Entschädigung - zur Folge, dass den Berufsgenossenschaften insoweit nur ein begrenzter Handlungsspielraum zukommt. Finanzielle Belastungen der Unternehmen, die sich aus Beitragsbescheiden der Berufsgenossenschaft ergeben, müssen vor dem Hintergrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage als doppelt unangenehm empfunden werden. Hinzu kommt der Umstand, dass ein massiver Stellenabbau mit der zwangsläufigen Folge einer Verringerung der Entgeltsummen selbst bei deutlich niedrigeren Unfallzahlen keine günstigen Auswirkungen auf die Höhe des Beitrags zur Berufsgenossenschaft haben kann.
Gleichwohl will und wird die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft im Interesse ihrer Mitglieder gerade unter diesen wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen positiv Einfluss nehmen. Hier kann ich zunächst interne organisatorische Maßnahmen nennen, wie die zum 1. Juli dieses Jahres wirksam gewordene Verwaltungsgemeinschaft mit der Bergbau-Berufsgenossenschaft, deren Synergieeffekte mit Sicherheit auch Kostensenkungen zur Folge haben werden.
Aber auch im direkten Verhältnis zu unseren Mitgliedsunternehmen bieten wir verstärkt unsere Hilfe an, um beispielsweise bei Problemen mit der Beitragszahlung nach Wegen zu suchen, die eine für beide Seiten auskömmliche Lösung ermöglichen.
Dass die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft schließlich weiterhin und sogar verstärkt alle Kräfte mobilisieren wird, im Interesse einer Kostenreduzierung zu einem weiteren Rückgang des Unfall- und Berufskrankheitengeschehens beizutragen, will ich an dieser Stelle noch einmal besonders hervorheben.
Insgesamt gesehen blicke ich ungeachtet der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage immer noch optimistisch in die Zukunft, wobei ich damit auch die Hoffnung verknüpfe, dass sicherlich vorhandene Ansätze für eine Belebung der Baubranche nicht durch weitere steuerliche Beschränkungen sowie eine Steigerung der Abgabenlast zunichte gemacht werden.



Ihr
Willi Lange






Inhaltsverzeichnis Ausgabe 6/02 | Zurück zu unserer Homepage