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Sauberes Sieben mit ClipTec und ClipClean

Bei der Steinexpo erregte ein Produkt einmal mehr große Aufmerksamkeit: das seit mehr als einem Jahr im Einsatz erprobte ClipTec-Wechselbelagssystem, das jetzt in vielen Funktionsdetails weiterentwickelt und verbessert wurde. Schließlich haben die Erfahrungen gezeigt, dass die einfache, kraft- und werkzeuglose Montage sowie Demontage bei vielen Kunden den Ausschlag für die Anschaffung gibt. Die wirklich einfache Handhabung des ClipTec-Systems überzeugt - ganz gleich ob es sich um Geschäftsführer, Einkäufer oder Schlosser handelt. Einigkeit besteht darin, dass ClipTec das System mit Zukunft ist!
Aufbauend auf den C-Profil-Längsträgern wird der Adapter, übrigens das einzige Bauteil, für dessen Montage tatsächlich ein Hammer benötigt wird, eingeschlagen.
Der Adapter schützt durch seinen seitlichen, schirmförmigen Überstand den Längsträger vor abrasivem Verschleiß. Die integrierte Seitenschutzleiste, lieferbar in vier Bauhöhen, rundet das Bild zur Seitenwand ab und kann im Vergleich zur Keilleiste bei Bedarf jederzeit der Schichthöhe entsprechend angepasst und ausgetauscht werden. Nach dem Einlegen des Siebbelages, der in den Stärken von 45 - 95 Shore lieferbar ist, erfolgt die formschlüssige "Verclippung" des Keiles mit dem Adapter, der Keil kann auf den Blindzonen des Belages als durchgehender Abweiser ausgebildet sein.
Dadurch werden sowohl Feinkorn als auch Wasser von den Blindzonen in das Belagfeld abgewiesen. Der Aufbau ist im Bild unten verdeutlicht.
ClipClean erleichtert als neue interessante Komponente die Absiebung von Brechsand und selbst die Trennung von erdfeuchtem Material.
Ist bei kleineren Durchsatzleistungen der Einsatz einer effizienten Liwell- Siebmaschine noch nicht wirtschaftlich, so sucht der Kunde nach anderen Lösungen.
Membransiebe und weiche Kunststoffsiebe aus Polyurethan oder auch gespannte Edelstahlsiebe - jeweils unterstützt durch eine Kugelkopfvorrichtung - waren hier die Alternativen. Doch wie aus vielen Anwendungen bekannt ist, ist gerade diese Kugelkopfvorrichtung, insbesondere wegen des Verschleißes und des häufigen Herausfallens der Klopfkörbe, ein erhöhtes Qualitäts- und Ausfallrisiko beim Kunden. Es konnte vorkommen, dass sich die heraus gefallenen Klopfkörbe teilweise, nach einem Irrlauf über die Transportbänder, die sie z. T. beschädigten, letztendlich im Siebprodukt des Endkunden wiederfanden, was natürlich zu Reklamationen führt.
Also betreiben viele Kunden eben "Schönwetteranlagen", d.h. im Sommer, bei trockenem Wetter, ist der Siebwirkungsgrad annehmbar gut, jedoch bei Regen oder feuchter Witterung entwickeln sich die Siebe mehr oder weniger zu Förderrinnen, bei denen der Belag einfach permanent verstopft ist. Manche Betriebe haben dann nur noch die Möglichkeit, den Belag mit dem Hammer zu reinigen. Grund genug, um hier über eine neue Lösung nachzudenken, die in ClipClean gefunden wurde. Egal ob ein Wechselsieb, ein gespanntes Sieb, PU oder Drahtsieb zum Einsatz kommt - Clip Clean hält den Belag sauber und die Komponenten lassen sich einfach nachrüsten. Dabei ist das Prinzip denkbar einfach. Das normale Sieb arbeitet in der Regel mit einer Maschinenkennziffer von maximal 6 g, also einem Beschleunigungswert mit sechsfacher Erdbeschleunigung. Damit sind die meisten Kreis- und Linearschwingsiebmaschinen an ihrer dynamischen Grenzbelastung angekommen. Ausgenommen sind Liwell-Siebmaschinen, bei denen Beschleunigungswerte bis etwa 70 g erreicht werden.
ClipClean ermöglicht es, durch einfache, unter dem Belag liegende PUMassen Beschleunigungswerte, die je nach Drehzahl und Amplitude der Siebmaschine Werte zw. 20 und 30 g liegen, zu erzeugen. Dadurch ist gewährleistet, dass das "Zusetzen" des Siebbelages im Keim erstickt wird.


ClipClean: Ansicht und Funktionsprinzip
ClipClean: Ansicht und Funktionsprinzip






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