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[Die Industrie der Steine + Erden]






Neuheiten bei Bell

Bis vor kurzem noch ein vielbeschäftigter Erlkönig in südafrikanischen Erd- und Tagebauen, erblickte der Bell B50D Anfang Oktober auf der Johannesburger Bergbaumesse "Electra Mining 2002" offiziell das Licht der Öffentlichkeit. Der komplett neu entwickelte Großdumper bietet 45,4 Tonnen Nutzlast bei 28,2 m. Ladevolumen und katapultiert die 6x6-Knicklenker- Bauweise endgültig in Leistungsbereiche, die bislang starren 4x2 oder exotischen Kleinserien-(Tunnel-)4x4 vorbehalten waren.
Bell Equipment reagiert damit auf den besonders aus Kreisen von Gewinnungsbetreibern geäußerten Wunsch nach einem hochkapazitiven Knicklenker, der die Dumper-spezifischen Vorteile wie extreme Geländegängigkeit bei niedrigem Bodendruck mit großen Ladevolumen kombiniert. Dies alles natürlich in zuverlässiger Großserientechnologie mit hoher Lebensdauer zu realistischen Preisen.
Der B50D ist eine fast zwangsläufige Folge der südafrikanischen Dumper- Philosophie, die Konstruktion und das Fahrwerk sowie den Antrieb und die Komponenten der eigenen Knicklenker den gestellten Anforderungen anzupassen und nicht umgekehrt große Segmente speziell der Gewinnungsindustrie dumpertechnisch außen vor zu lassen.
Auch in der Zusammenarbeit mit den bewährten Technologie-Partnern hält Bell beim neuen B50D fest. Motorenseitig erstmals der Mercedes-Benz Actros-V8 mit 380 kW, beim Getriebe vertrauten die Südafrikaner auf das Know-how von Allison. Nach der Weltpremiere in Johannesburg wird der Bell B50D auf der Pariser Intermat 2003 der europäischen Fachöffentlichkeit vorgestellt.
Schon früher - voraussichtlich ab Februar 2003 - liefert Bell seine aktuellen D-Serien-Knicklenker GPS-vorbereitet aus. Die Satelliten-Positionierung soll dabei weniger der Erledigung dumpertypischer Transportaufgaben dienen, sondern vor allem neue Wege in der Wartungsoptimierung eröffnen. Geplant ist, vom exakt definierten Standort der Maschine aus kontinuierlich wichtige Fahrzeugdaten zu versenden (alle 20 Minuten), die jederzeit Aufschluss über den aktuellen Betriebszustand beziehungsweise fällige Wartungsarbeiten geben. Dieser optionale Service, für den Bell Equipment derzeit umfassende Vorarbeiten innerhalb seiner Kundendienst-Organisation durchführt, soll die Verfügbarkeit der Bell Dumper weiter steigern. Ferner erlaubt das neue System eine noch bessere Betreuung der immer weiter wachsenden internationalen Bell-Population. Die Auswertung der kumulierten Daten ermöglicht dabei dem Bell Aftersales-Service die noch gezieltere Bereitstellung wichtiger Verschleiss- und Ersatzteil-Kontingente.
Aktive Fahrwerke kennt man bislang nur in der Pkw-Oberklasse. Bell Equipment kündigt jetzt ein Dumper-Fahrwerk an, das eine exakt auf die Gelände- und fahrwegspezifischen Anforderungen abgestimmte Anpassung der Fahreigenschaften im Betrieb ermöglicht. Grundlage dafür ist eine neue Sensorik, die entlang aktuell erfasster Fahrwerte die Dämpfercharakteristik, Lenkeigenschaften, Reifendrücke und andere Parameter beeinflusst. Ziel des neuen Features ist eine erhöhte Fahrsicherheit auch bei wechselnden Situationen, was die Einsatzflexibilität der knickgelenkten Transporter steigert und ihre Produktivität durch schnellere Umläufe oder die bessere Bewältigung extremer Untergründe weiter erhöht.


Aktiv im Bruch: In 2003 erhalten die Bell-Dumper eine aktive Fahrwerksabstimmung
Aktiv im Bruch: In 2003 erhalten die
Bell-Dumper eine aktive Fahrwerksabstimmung






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