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Neue mobile Prallbrecheranlage von Svedala

Mit der für diesen Einsatzzweck typischen Prallbrecher-Ausrüstung ist die neue mobile Brechanlage CM P 300 von Svedala für Anwendungen im Baustoff-Recycling geeignet, zugleich entspricht ihre Auslegung den in der Zuschlagstoffproduktion aus Naturstein gestellten Anforderungen. Der Nenndurchsatz der auf einem Raupenfahrwerk laufenden Anlage wird mit 280 t/h, bezogen auf 80-mm-Austragkorn und eine Rohdichte von 1600 kg/m3, angegeben. Svedala präsentiert das neue Produkt außerdem als Teil eines neuen modularen Brechanlagenkonzeptes. Hierbei geht es um die Konfiguration mehrstufiger Brech- und Siebanlagen aus Mobileinheiten, die voll für den Alleineinsatz tauglich, aber ebenso darauf eingerichtet sind, bei Bedarf schnell und ohne umständliche Anpassungsarbeiten zu einer Aufbereitungslinie zusammengestellt zu werden.
Unterschiedliche räumliche Anordnungen der mobilen Backen-, Prall- und Kegelbrecher, in Abhängigkeit von den örtlichen Verhältnissen, sind dabei ebenso möglich, wie vielfältige Variationen des Fließschemas, mit offenen und geschlossenen Materialkreisläufen. Wesentlicher Teil des Konzeptes ist ferner die Steckerkompatibilität der Einzelsteuerungen, durch die alle Antriebe ohne großen Montageaufwand vor Ort in eine Anlagengesamtsteuerung integrierbar sind. Danach kann die Anlage von einer Arbeitskraft zentral gesteuert werden.
Die neue mobile Prallbrecheranlage ist mit dem Brechertyp P 300 ausgerüstet, einer Maschine aus der Prallbrecher-P-Serie von Svedala, die acht Baugrößen, für maximale Antriebsleistungen von 132 bis 900 kW umfasst. Der eingebaute Brecher hat 1150 mm Rotordurchmesser und eine 1110 mm hohe, 1170 mm breite Aufgabeöffnung. Die maximale Aufgabestückgröße wird mit 900 mm genannt. Er erzielt ein hohes Zerkleinerungsverhältnis bei hohem Anteil an kubischem Korn im Brechprodukt. Gute Materialausnutzung und dadurch lange Lebensdauer der leicht umdreh- und auswechselbaren Schlagleisten sind weitere Eigenschaften der Maschine. Den Ansprüchen an leichte und sichere Wartung genügt der Brecher durch die hydraulisch weit öffnende Haube, die elektrisch so verriegelt ist, dass das Öffnen erst nach Stillstand des Rotors möglich ist. Gegen unbeabsichtigtes Wiederanlaufen kann der Rotor arretiert werden.

Antriebsquelle des Mobilbrechers ist ein Deutz-Dieselmotor mit 261 kW. Der mit einem Turbolader und Intercooler ausgerüstete, geräuschgedämpfte Sechszylinder-V-Motor hat einen mit 40 l/h (bei gleichbleibender Belastung mit 75 Prozent der Höchstlast) vergleichsweise niedrigen Kraftstoffverbrauch und entspricht den Anforderungen der Stufe 2 der EU-Schadstoff-Emissionsbegrenzungs-Richtlinie. Der Motor treibt über eine hydraulische Kupplung und Keilriemen den Brecher und versorgt außerdem die hydrostatischen Antriebe der Nebenaggregate. Das sind, neben dem Fahrantrieb und dem Antrieb des Austrag-Gurtförderers, der 3000 mm lange, 950 mm breite Vibrationsaufgeber und ein Zweideck-Vibrationssieb mit 2000 x 1020 mm großen Siebdecks, über die das Brechgut aus dem 6 m3 großen Aufgabebunker unter Vorabsiebung des Feingutes dem Brecher zugeführt wird. Der 11300 mm lange, 1400 mm breite Austragförderer läuft mit 1,2 m/s und lässt sich auf eine Abwurfhöhe von maximal 3300 mm einstellen.
Bei guter Zugänglichkeit aller Aggregate kompakt gebaut, hat die mobile Prallbrecheranlage im Transportzustand eine Länge von 17 090 mm, eine Breite von 3 000 mm und eine Höhe ab Flur von 3 800 mm.


Der neue Mobil-Prallbrecher CM P 300 von Svedala
Der neue Mobil-Prallbrecher CM P 300 von Svedala






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