www.steine-und-erden.net > 2001 > Ausgabe 6/01 > Turbo-Chieftain 1800 bewältigt 250 t Rohkies pro Stunde

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Turbo-Chieftain 1800 bewältigt 250 t Rohkies pro Stunde

Seit 1997 wird das „Kieswerk Sophienhof“ von der Mecklenburg Strelitzer Kieswerke GmbH betrieben, einer Gesellschaft, die zu 50 Prozent der Readymix Gruppe und zu 50 Prozent den Heidelberger Baustoffwerken gehört. Das Kiesvorkommen nahe Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern weist im Durchschnitt einen 20prozentigen Körnungsanteil größer 2 mm auf.
„Mit dem fortschreitenden Bau der Ostsee-Autobahn A 20 mussten unsere Lieferkapazitäten erweitert werden“, sagt Peter Schuster, Geschäftsführer der MSK. „Weiterhin wollten wir von Sophienhof unsere Waschanlage im benachbarten Werk beliefern, um die Nachfrage an Betonkiesen decken zu können. Hierbei ist es natürlich besonders wichtig eine Anlage einzusetzen, die uns die trocken gesiebte Körnung 2-32 mm so sauber wie möglich trennt und damit innerbetriebliche Transporte minimiert“. Die passende Anlage musste für diesen Einsatz eine Mindestaufgabeleistung von 250 t/h Rohkies verarbeiten und den Sandanteil von 80 Prozent wirtschaftlich aufhalden. „Optimalerweise sollte die Maschine bei dem schnell fortschreitenden Rohkiesabbau flexibel und hochmobil sein, sowie die Sandaufhaldung anstelle eines Radladers weitestgehend übernehmen“, fordert Peter Schuster.
Mit dem Readymix Projektleiter Manfred Reso, mit Peter Schuster und der Firma Christophel aus Lübeck wurde zur Aufgabenlösung ein vollständig raupenmobiles Konzept entwickelt. Die Siebaufgabe wird hierbei durch eine Powerscreen Turbo-Chieftain 1800 übernommen. Diese kettenmobile Kompaktsiebanlage, die zur Zeit größte ihrer Baureihe von Powerscreen, leistete im Probebetrieb sogar deutlich über 300 t/h. Laborbestätigt behauptete sich die Anlage mit hoher Trennschärfe bei 2 mm gegen den Wettbewerb bei derartigen Aufgabemengen. Überzeugen konnte die Turbo-Chieftain 1800 ebenso mit ihrer Mobilität: Das Raupenfahrwerk ermöglicht ein Umsetzen der Anlage innerhalb von Minuten. Mit einem großzügig dimensionierten Aufgabetrichter, der 1,5 x 5 m großen Zwangssiebmaschine, den drei integrierten 800 mm bzw. 1.200 mm breiten Haldenbändern, sowie mit dem schweren Raupenlaufwerk war die Aufgabenstellung für alle bestens gelöst.
Die nächste Aufgabe bestand darin, die abgesiebten Sandmengen kostengünstig aufzuhalden. Zwischen 250-280 t/h Sand werden aus der Rohkiesaufgabe getrennt. Wie sollte dieser gewaltige Materialstrom aufgehaldet bzw. verarbeitet werden?
Das passende Gerät: Das Powerscreen T 5032. Ein 15 m langes kettenmobiles Haldenband, welches den ausgesiebten Sand 7,0 m hoch aufhalden kann. Es folgt der vorgeschalteten Siebanlage auf eigenem Raupenfahrwerk per Knopfdruck und ohne Rüstzeiten. Der 800 mm breite Gurt dieses Gerätes ist spielend in der Lage, die ankommenden Mengen aufzunehmen und weiter zu transportieren. Ist der Haldenkegel unter dem Band hoch genug, kann dieses seitlich ebenso leicht geschwenkt werden.



Turbo-Chieftain 1800 und raupenmobiles T 5032
Seit Juli diesen Jahres läuft das
Gespann raupenmobile Turbo-Chieftain 1800
und raupenmobiles T 5032 bei den Mecklenburger
Strelitzer Kieswerken






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