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[Die Industrie der Steine + Erden]






Schwerpunktaktion „Ladungssicherung“ in Arnsberg

Fast jeder hat es schon einmal erlebt: Das Auto muss plötzlich abgebremst werden und alles, was sich im Wageninneren befindet, fliegt in Fahrtrichtung. Manchmal ist es nur eine Aktentasche vom Beifahrersitz oder – schon gravierender – ein Erste-Hilfe-Kasten von der Hutablage. Zur Katastrophe kommt es, wenn ein Lastkraftwagen seine Ladung verloren hat, weil sie nicht fach- und sachgerecht oder gar nicht gesichert war. Die Ergebnisse hören wir in den Verkehrsmeldungen: Neben den oft erheblichen Sachschäden sind Schäden an der Umwelt sowie schwere Personenschäden zu beklagen. Dazu kilometerlange Staus auf den Straßen bei der Beseitigung der verlorengegangenen Ladung.
Das tägliche Horrorszenario auf unseren Straßen hat die Bezirksregierung in Arnsberg dazu veranlasst, dieses Problem einer breiten Öffentlichkeit vor Augen zu führen. Gemeinsam mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Berlin, veranstalteten sie am 14. August 2001 eine Fachtagung zum Thema „Ladungssicherung“. Ziel dieser Veranstaltung war ein möglichst breiter und intensiver Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen allen beteiligten Behörden, Institutionen sowie Unternehmen der Transportwirtschaft, einschließlich Fahrern, Disponenten und Verladern.
Rund 150 geladene Gäste, unter anderem auch aus Mitgliedsbetrieben der StBG, vornehmlich aus der Branche Betonelementeherstellung, haben an dieser Veranstaltung teilgenommen. Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft beteiligte sich mit dem neuen „Pistenmodell“, das auf der Bauma 2001 in München der Öffentlichkeit vorgestellt worden war. Auch dieses Mal erwies sich dieses Exponat als „Pausenknüller“. In einer Mitmachaktion bekam der Teilnehmer spielerisch die entscheidende Botschaft vermittelt: Nur die gesicherte Ladung kommt ins Ziel!
Im Anschluss an diese Informationsveranstaltung führte die Autobahnpolizei der Bezirksregierung Arnsberg auf den Autobahnen eine Kontrollaktion durch. Die Bilanz war erschreckend: Von 128 Fahrzeugen fielen 70 durch. 20 Fahrzeuge mussten wegen gravierender Mängel vorübergehend stillgelegt werden, darunter ein Lkw, auf dem eine tonnenschwere Stahlrolle nicht gesichert war. Schwere Sicherungsmängel wurden auch an Schwertransportern festgestellt, die lange Betonteile geladen hatten. Diese waren völlig ungesichert. Der Lkw musste so lange stehen bleiben, bis vom Unternehmen zusätzliche Sicherungsmaterialien angeliefert wurden.
Mangelhaft gesicherte Ladungen stellen eine latente Gefahr für Beschäftigte unserer Mitgliedsunternehmen dar, aber auch für unbeteiligte Dritte. Dieser Situation muss entschieden entgegengewirkt werden. Dazu hat die Informationsveranstaltung in Arnsberg in Kooperation mit der StBG beigetragen.

Dipl.-Ing. Heinz Bösel, StBG


Das Exponat besteht aus zwei im Kreis fahrenden Lkw-Modellen, die mit typischen Ladegütern aus der StBG-Mitgliederbranche beladen werden: Betonsteine, Betonrohre, Steinpaletten
Das Exponat besteht aus zwei im Kreis fahrenden
Lkw-Modellen, die mit typischen Ladegütern aus
der StBG-Mitgliederbranche beladen werden: Betonsteine,
Betonrohre, Steinpaletten


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