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[Die Industrie der Steine + Erden]






Die Kümmerer

„Es geht darum sicherzustellen, den Gesundheitszustand der Versicherten an Risiko-Arbeitsplätzen zu überwachen, um dem Entstehen von Berufskrankheiten entgegen zu wirken. Das ist unser Anliegen“, betont Angelika Thielemann. Sie ist Sachbearbeiterin und stellvertretende Abteilungsleiterin in der „Arbeitsmedizinischen Vorsorge“ der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft. Hier in der Hauptverwaltung in Langenhagen fließen sämtliche medizinischen Daten derjenigen Versicherten zusammen, die in Betrieben mit gefährdenden Tätigkeiten arbeiten.
Die Personen- und Untersuchungsdaten der lärmgefährdeten oder unter Belastung durch mineralischen Staub arbeitenden Mitarbeiter werden laufend in der EDV erfasst, um den Unternehmen bei der Erfüllung ihrer Vorsorgepflichten behilflich sein zu können. Die StBG bietet als Serviceleistungen an: eine Liste der aktuell anstehenden Nachuntersuchungen, bereits mit den einschlägigen Daten versehene Untersuchungsvordrucke, Namenslisten der ermächtigten Ärzte in Betriebsnähe, einen EDV-Ausdruck zur Nutzung als Vorsorgekartei und einen EDV-Ausdruck zur Aktualisierung des jährlichen Beschäftigtennachweises.
Rechtsgrundlage für die Verpflichtung des Unternehmers, spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen zu veranlassen, bildet die BG-Vorschrift „Arbeitsmedizinische Vorsorge“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „AV“ um Abteilungsleiter Burghard Reglin überwachen, dass die erforderlichen Untersuchungen auch durchgeführt werden und dass die aus den Ergebnissen abzuleitenden Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden..
In erster Linie versteht sich die Abteilung jedoch als Dienstleister: Das Röntgen- und das Audiomobil der StBG kommen beispielsweise direkt in den Betrieb. Das mindert die Arbeitsausfallzeiten beträchtlich. Zusätzlich entfallen Fahrtkosten, An- und Rückfahrtzeiten zum und vom Arzt. Die Abteilung „AV“ plant und koordiniert die Einsätze dieser Untersuchungsmobile, die regional im Dreijahresturnus die einzelnen Betriebe anfahren.
Und auch mit den Kosten werden die Unternehmen nicht allein gelassen. Für die notwendigen Untersuchungen übernimmt die Berufsgenossenschaft aufgrund eines Vorstandsbeschlusses die Untersuchungskosten. Die Abrechnungen der externen Ärzte landen ebenfalls in der „AV“. „Neu ist“, so Abteilungsleiter Burghard Reglin, „dass der Unternehmer den Arzt beauftragen soll, die Rechnung zur direkten Begleichung an die StBG zu schicken. So muss er die Untersuchungskosten nicht mehr verauslagen und anschließend einen Erstattungsantrag stellen. Wir können nämlich in der Regel auch viel besser prüfen, ob die Untersuchung im vorgeschriebenen Umfang durchgeführt und die Abrechnung nach der geltenden Gebührenordnung abgerechnet wurde – und der Unternehmer bleibt nicht auf fraglichen Kosten sitzen.“
So schnürt die AV im Rahmen ihrer Betreuung der Versicherten ein ganzes Servicepaket für die Unternehmer.


v.l.n.r.: Ilona Matzat, Angelika Thielemann, Astrid Egly, Vera Flohr, Bärbel Pinkvos v.l.n.r.: Martina Herrmann, Carmen Nowarre, Dirk Hartnack, Regina Kattner, <BR>
Gabriele Braun
v.l.n.r.: Ilona Matzat, Angelika Thielemann,
Astrid Egly, Vera Flohr, Bärbel Pinkvos

v.l.n.r.: Martina Herrmann, Carmen Nowarre,
Dirk Hartnack, Regina Kattner, Gabriele Braun

Im Bild (v.l.n.r.): Frank Dietz, Jan Sommerburg, Mario Wampfler, Abteilungsleiter Burghard Reglin. Untersuchungsdaten, wie Röntgenbilder und Befundberichte, befinden sich im Dokumentationssystem der AV – traditionell im Aktenschrank und fortschrittlich im EDV-Archiv
Im Bild (v.l.n.r.): Frank Dietz, Jan Sommerburg,
Mario Wampfler, Abteilungsleiter Burghard Reglin
Untersuchungsdaten, wie Röntgenbilder und
Befundberichte, befinden sich im Dokumentationssystem
der AV – traditionell im Aktenschrank und fortschrittlich
im EDV-Archiv




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