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Neues Förderprogramm: 14 Millionen für sichere Arbeitsplätze

Das Arbeitsministerium in Brandenburg fördert mit Mitteln der EU gefährdungsfreie Arbeitsbedingungen und Qualifikation der Mitarbeiter; die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen soll dadurch verbessert werden.
Das Arbeitsministerium führt eine neue Förderrichtlinie zur Schaffung und Erhaltung von gefährdungsfreien, gegebenenfalls gesundheitsförderlichen Arbeitsplätzen ein. Die neue Richtlinie wurde vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit dem in den Jahren 1994 bis 1999 erfolgreich aus Landesmitteln finanzierten Förderprogramm „Arbeit durch Arbeitssicherheit“ gestaltet. Seinerzeit wurden in 35 Projekten mehr als 2000 Arbeitsplätze mit mehr als 6 Millionen DM gefördert. Insgesamt stehen im Förderzeitraum bis zum Jahr 2006 Fördermittel der EU in Höhe von 14,3 Millionen DM zur Verfügung.
Die „Richtlinie zur sicherheitsgerechten Gestaltung von Arbeitsplätzen und Technologien“ besteht aus zwei Teilen, die sich auf zwei verschiedene europäische Strukturfonds stützen.
Mit dem Teil A der Richtlinie können Investitionen zur menschengerechten Gestaltung der Technik mit bis zu 50 Prozent Beteiligung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden. Bedingung für die Ausgabe der Mittel ist, dass mit der Umgestaltung der Arbeitsplätze gefährdungsarme und möglichst gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen geschaffen werden, die insgesamt zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit führen.
Der Teil B der Richtlinie dient der Förderung der Qualifizierung der Beschäftigten im Zusammenhang mit dem Einsatz neuer Technologien und geänderten Arbeitsabläufen. Hierdurch sollen die Beschäftigten zur Erhaltung ihrer Gesundheit und des sicheren Arbeitshandelns sowie ihres Leistungserhaltes befähigt und motiviert werden. Diese Maßnahmen können mit bis zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert werden.
„Ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens wird es sein, den Einsatz neuer Techniken und Technologien menschengerecht so zu gestalten, dass die Fähigkeiten und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten optimal genutzt werden können und zugleich deren Gesundheit bewahrt und möglichst sogar gefördert wird. Während in den großen, weltweiten Unternehmen diesen Fragen große Aufmerksamkeit geschenkt wird, haben die in Brandenburg strukturbestimmenden kleinen und mittleren Unternehmen aus den bekannten Gründen – geringes Eigenkapital und täglicher Kampf ums Überleben – zum Teil erhebliche Defizite. Hier müssen wir ansetzen. Ich hoffe sehr, dass das neue Förderangebot umfassend genutzt wird“ sagt Brandenburgs Arbeitsminister Alwin Ziel.



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