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[Die Industrie der Steine + Erden]






Klassieren mit Siebmaschinen

Ein Geschäft mit Zukunft: Aufbereitung und Recycling sind Bereiche mit hohen Zuwachsraten. Entsprechend hoch ist der Bedarf an flexiblen und zuverlässigen Maschinen. Bei der Herstellung von hochwertigen Zuschlagstoffen für die Bau- und Baustoffindustrie kommt dem Aufbereitungsprozess mit Siebmaschinen eine besondere Bedeutung zu. Durch sie werden das gebrochene Haufwerk sowie Kies und Sand in bestimmte Kornklassen zerlegt und so für eine Weiterverarbeitung optimal vorbereitet. Über neueste technische Entwicklungen bei Siebmaschinen möchten wir Sie mit diesem Schwerpunktthema informieren. Einen breiten Raum nimmt dabei die Berichterstattung über Neuentwicklungen bei mobilen Siebanlagen ein. Mobile Siebanlagen müssen im täglich wechselnden Einsatz den unterschiedlichsten Aufgabenstellungen gerecht werden. Die heute auf dem Markt angebotenen Siebmaschinen decken meist nur ein begrenztes Einsatzspektrum ab, so dass die technische Entwicklung bei diesen Geräten ständig weiter vorangeht.





Mobiscreen MS18Z

Kleemann + Reiner Der Göppinger Maschinen- und Anlagenbauer Kleemann + Reiner hat eine neue Siebmaschine vom Typ Mobiscreen MS18Z auf den Markt gebracht. Die Anlage ist ausgelegt für Ausgabeleistungen bis zu 400 t/h, je nach Aufgabematerial. Das Doppeldeckersieb mit der Länge 5 m und der Breite 1,8 m sorgt für exakte Trennung auch bei großen Leistungen. Aufgegeben werden kann mit Bagger oder Radlader, aber auch von vorgeschalteten mobilen Brechanlagen. Nach Angaben des Herstellers sind Aufgabekörnungen möglich bis zu 500 mm, da die Anlage sehr massiv ausgeführt ist: sowohl im Aufgabebereich, Siebbereich wie auch das breite und massive Austragsband für das Überkorn.
Sämtliche Bänder sind hydraulisch klappbar bei Abwurfhöhen bis zu 4 m. Die Transportbereitschaft ist in ca. 30 Minuten hergestellt.
Dann kann die Anlage auf den entsprechenden Tieflader verladen und zur nächsten Baustelle transportiert werden. Durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, gepaart mit der möglichen hohen Absiebleistung, kann diese raupenmobile Siebanlage in Kiesgruben, Steinbrüchen und bei Dienstleistern im Bereich Brechen und Sieben eingesetzt werden.



Universelle Siebmaschine Portafill 2000

Oppermann & Fuss Neu im Lieferprogramm von Oppermann & Fuss, Quickborn, ist die mobile Siebanlage Portafill 2000. Die 8 t schwere Maschine ist ebenfalls schnell umzusetzen, entweder auf luftbereiften Achsen per Zugfahrzeug oder sie wird in einer anderen Bauvariante per Hakenliftsystem auf einem Lkw zum Einsatzort transportiert. Darüber hinaus steht für den mobilen Baustelleneinsatz eine Version auf einem ferngesteuerten Raupenlaufwerk zur Verfügung. Das Aufstellen der Maschine dauert nur wenige Minuten und die Bedienung der diesel-hydraulisch angetriebenen Siebanlage gestaltet sich einfach. Aufgrund der kompakten Bauart mit einer Länge von 7,8 m und einer Breite von 2,5 m hat die Maschine nur einen geringen Platzbedarf und ist deshalb auch auf beengten Baustellen einsetzbar. Die Anlage ist mit einer Doppeldecker-Siebmaschine mit Siebflächen von 2.300 mm x 1.800 mm ausgerüstet. Das Oberdeck besteht aus einem Stangen-Abweisrost. Das Unterdeck nimmt eine Quadratmasche auf, es kann aber auch mit einem Harfensieb bestückt werden, sofern eine Feinabsiebung des Siebgutes gefordert wird. Das Überkorn wird von dem Oberdeck abgewiesen und zusammen mit dem Mittelkorn vor der Maschine abgelegt, wo es mit einem Radlader aufgenommen und auf Halde transportiert werden kann. Das Feinkorn fällt auf ein integriertes, hydraulisch angetriebenes Abzugsband und wird seitlich ausgetragen. Soll das Mittel- und Unterkorn getrennt ausgetragen werden, so kann ein zweites Material-Abzugsband montiert werden.



Neue mobile Siebanlage von Zeppelin

Zeppelin Baumaschinen GmbH Eine neue mobile Siebanlage hat die Zeppelin Baumaschinen GmbH, Garching, im Programm. Die radmobile Anlage des Typs ZS50TH ist ein Produkt "Made in Germany": Die Fertigung der Komponenten und die gesamte Montage erfolgen in Deutschland. Konstruktion und Material der neuen Siebanlage sind nach Angaben des Herstellers auf Langlebigkeit im rauen Baustellenbetrieb ausgelegt. Ihr Einsatzgewicht liegt bei ca. 20 Tonnen, die Siebleistung beträgt bis zu 500 Tonnen pro Stunde. Der hydraulische Antrieb erhält die Energie durch einen schallgeschützten Motor des Typs CAT 3054 (80,5 kW). Darüber hinaus ist die Anlage serienmäßig mit ABS-Bremsen ausgerüstet und somit die Straßenzulassung kein Problem. Die kompakten Transportmaße von 2,5 m Breite und 4 m Höhe sowie kurze Rüstzeiten ermöglichen eine flexible Einsatzbereitschaft. Auch bedienungs- und wartungstechnisch bietet die mobile Siebanlage einige Neuerungen. So gehört eine Wartungsbühne zur Grundausstattung, wodurch ein schneller und problemloser Siebwechsel möglich ist. Die serienmäßige Funkfernsteuerung betätigt sowohl den Kipprost als auch die Not-Aus-Funktion, die auch als Schutz gegen ein Starten der Anlage durch Unbefugte dient. Die hohen Leistungswerte der Siebanlage basieren auf einer Reihe neuentwickelter technischer Details. So kann durch die Krümmung des Siebdecks die gesamte Siebfläche effektiver genutzt werden. Aufgrund der doppelt geknickten Seitenbänder besitzt die Anlage eine Abwurfhöhe von 5,4 m. Mit der optional erhältlichen Fingersieb- bzw. Kaskadendeckausstattung ist es möglich, selbst bei schwierigem Material hohe Stundenleistungen zu erzielen. Der hydraulische Kipprost kann zur Änderung der Aufgabeseite gedreht oder für den Einsatz hinter einem Brecher demontiert werden.



Ellipsen-Schwingsiebe verringern Anlagen-Bauhöhe

Svedala Wenn nur begrenzte Einbauhöhen verfügbar sind und der vergleichsweise hohe Siebkasten des Kreisschwingsiebes mit seinen geneigten Siebdecks nicht unterzubringen ist, kommen meistens Linear-Schwingsiebe zum Einsatz. Problematisch kann diese Lösung werden, wenn die verlangte Durchsatzrate dabei einen größeren Maschinentyp erfordern würde, denn Linearschwinger haben typischerweise einen um rund ein Viertel niedrigeren Durchsatz als Kreisschwingersiebe. Einen Ausweg aus dem Dilemma bietet in solchen Fällen das Ellipsen-Schwingsieb, eine Maschinenart, die im Siebmaschinenprogramm der Svedala Deutschland GmbH, Düsseldorf, eine weiterentwickelte Neuauflage gefunden hat. Der Durchsatz von Ellipsensieben liegt bei vergleichbarer Siebdeckgröße noch um rund 25 % über dem Durchsatz von Kreisschwingern.
Die ellipsenförmigen Schwingungen der Maschine werden durch einen Schwingungserreger mit zwei nahe dem Siebkasten-Schwerpunkt eingebauten Exzenterwellen erzeugt. Neu an der Siebmaschine ist, dass die erforderliche Synchronisation der beiden Exzenterwellen über einen Zahnriementrieb anstelle der früher angewandten Stirnradgetriebe erfolgt. Die Konstruktion ist ferner darauf ausgelegt, den kleineren der beiden Antriebsmotoren nach dem Hochlaufen auf die Betriebsdrehzahl abzuschalten, wonach der Hauptmotor auch die kleinen Unwuchtmassen energiesparend mittreibt. Die Schwinger bewegen das Siebgut auf einer steilen Wurfparabel, die auch schwer zu klassierende Körnungen, wie z. B. feuchte Feinsande, intensiv trennt. Die Abbildung zeigt ein Ellipsensieb mit 6.600 x 2.200 mm großen Siebdecks, das hinter einem Aufstromklassierer zum Nassabsieben der Körnungen 0,5/1 mm und > 1 mm eingesetzt wird. Als Siebmedium dient ein Spaltsiebbelag aus dem Svedala-Modul-Kaskaden-Siebsystem. Es setzt sich aus 300 x 600 mm großen Polyurethan-Siebmodulen und Modul-Siebrahmen zusammen, auf die die Siebmodule aufgeklippt sind. Die Maschine wird durch zwei Kurzschlussläufermotoren mit 22 und 7,5 kW angetrieben und setzt einen Aufgabenstrom von ca. 80 t/h durch. Mit unterschiedlichen Siebdeckgrößen werden die Ellipsensiebe dieser Baureihe als Ein- und Zweideckmaschinen hergestellt.



Siebeinrichtung für die Restbetonaufbereitung

Bibko Die Firma Bibko Umwelttechnik und Beratung GmbH, Beilstein, hat eine neue Siebeinrichtung zur Separation von Sand und Kies für Restbetonaufbereitungssysteme entwickelt.
Das durch eine Auswaschanlage sauber aufbereitete Material wird in der Regel in vielen Unternehmen nicht im Mischprozess verwendet, da die Sieblinie durch die Vermischung des Materials nicht mehr gewährleistet ist. So wird in vielen Fällen nach anderen Abnehmern gesucht. Damit das Material direkt in den Produktionsprozess zurückgeführt werden kann, hat Bibko eine einfach zu handhabende und jeder Zeit nachrüstbare Sand- und Kiestrennung entwickelt. Nachdem das ausgewaschene Material über den Wendelförderer ausgetragen worden ist, wird es auf ein Schwingsieb abgeworfen. Dieses Sieb ist mit zwei Rüttlern ausgestattet. Das Sieb besteht aus einem hochverschleißfesten Federstahl, welcher eine geringe Drahtstärke aufweist. Dies erhöht die Siebfläche um ein Vielfaches, bietet eine hohe Siebqualität und verhindert ein langsames Zuwachsen der Siebfläche.
Die Rüttler haben die Aufgabe, das Sieb in Schwingungen zu versetzen, um das Material durchzusieben und somit eine Förderung für das Grobkorn zu gewährleisten. Eine stabile Stahlrahmenkonstruktion bildet die Halterung für Siebfläche und Rütteleinheit. Auf eine einfache Möglichkeit der Auswechslung der Siebfläche wurde nach Aussagen des Herstellers besonders Wert gelegt.



Finlay baut größte mobile Siebanlage auf Raupenlaufwerk

Finlay Von Finlay, dem bekannten irischen Hersteller für mobile Siebanlagen, wird jetzt eine neuentwickelte Siebanlage vorgestellt. Unter der Typenbezeichnung "693 Supertrak" wird diese Anlage jetzt auch in Deutschland von der Oppermann & Fuss GmbH, Quickborn, angeboten. Bei dieser Neuentwicklung handelt es sich um eine kompakte, mobile Anlage, die mit einer 6.000 x 1.500 mm großen Siebmaschine für die Absiebung von drei unterschiedlichen Körnungen ausgerüstet ist. Dementsprechend sind drei Abzugsbänder für die Aufhaltung dieser Fraktionen integriert. Die Siebleistung der Maschine beträgt bis zu 700 t/h. Die Anlage wird von einem wassergekühlten Dieselmotor angetrieben und ist auf einem Raupenlaufwerk montiert. Der Antrieb des Laufwerkes wird ferngesteuert. Damit ist die Anlage besonders für jene Einsätze geeignet, bei denen eine große Mobilität und eine hohe Stundenleistung gefordert werden. Auch als Nachsieb hinter großen Brechanlagen kommt ein Einsatz in Betracht.



Turbo-Chieftain 1400 von Powerscreen

Turbo-Chieftain 1400 Die Firma Kirschner Baggerbetriebe suchte für ihre vier Sandgruben im Großraum Braunschweig / Magdeburg eine Siebanlage zur Herstellung von DIN-gerechtem Sand der Körnung 0 bis 2 mm und von Mineralgemischen, die schnell und einfach in allen Gruben eingesetzt werden kann. Für den geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens, Andreas Kirschner, lag das Hauptaugenmerk auf der Leistungsfähigkeit und der universellen Einsetzbarkeit der Siebanlage, da dies aus seiner Sicht eine zwingende Voraussetzungen für einen profitablen Betrieb in den vier Gruben darstellt. Nachdem die Wunschvorstellungen nach Kettenmobilität, Durchsatzleistungen von mehr als 250 t/h Aufgabemenge und kurze Rüstzeit vorgegeben waren, reduzierte sich die Zahl der Anbieter, die auch bereit waren, ihre Anlagen einem Praxistest zu unterziehen, auf einige wenige.
Die C. Christophel Sieb- und Brechsysteme GmbH aus Lübeck setzte für diesen Praxistest das jüngste Modell der mit einer Kettenanlage versehenen Siebmaschine, den Turbo-Chieftain 1400 von Powerscreen, ein. Der Siebkasten ist 1500 x 1300 mm groß, vierfach gelagert, wodurch eine nach Angaben des Herstellers optimale Siebleistung gewährleistet wird. Die Rüstzeit ist durch die neuartige hydraulische Faltvorrichtung der Haldenbänder sehr kurz und macht dadurch einen wirtschaftlichen Einsatz auch beim häufigen Umsetzen der Anlage möglich. Schließlich betont Andreas Kirschner, dass neben dem aus seiner Sicht guten Preis-Leistungsverhältnis auch der robuste Gesamteindruck der 27-t-Anlage die Kaufentscheidung mit beeinflusst hat. Schließlich bietet die Anlage auch die Möglichkeit, Sand mit einer 2-mm-Harfe abzusieben.



Neue mobile Siebanlage von Beyer

Von der Firma Beyer, Viernheim, dem bekannten Hersteller von mobilen Siebanlagen, wurde jetzt eine neue Siebmaschine mit der Typenbezeichnung "Globetrotter" auf den Markt gebracht. Mit dieser Anlage kann mit Wurzeln und Gräsern versehener Mutterboden mit derselben Qualität störungsfrei abgesiebt werden, wie z. B. gebrochener Bauschutt. Dabei überzeugen vor allem das speziell entwickelte Fingersieb und der hydraulisch aus- und einfahrbare Schredder. Vor der Aufbereitung von Bauschutt wird das Fingersieb schnell und einfach gegen einen konventionellen Querspanner ausgetauscht. Darüber hinaus zeichnet sich die Anlage aufgrund des 3-Achs-Fahrgestelles durch eine hohe Beweglichkeit aus. Nach Angaben von Beyer wurde mit der Entwicklung dieser Siebanlage das Ziel verfolgt, dem zwangserregten Kreisschwingersieb mit seinen großen Vorteilen bei schwankender Beaufschlagung ein noch breiteres Einsatzfeld zu ermöglichen.



Neuartiges Siebdeckreinigungssystem

Bohle Insbesondere bei der Nassaufbereitung von siebschwierigen Schüttgütern verstopfen die Siebdecks durch Grenz- oder Steckkorn, vorzugsweise in den Maschen- oder Spaltweiten von 4 mm bis 0,5 mm. Dieses hat den sehr nachteiligen Effekt, dass durch die damit einhergehende drastische Reduzierung der offenen Siebfläche der nachgeschaltete Aufbereitungsprozess nachteilig beeinflusst wird. Um eine Produktverschlechterung zu vermeiden, muss der gesamte Produktionsprozess gestoppt und der Siebbelag gereinigt werden. Dies geschieht bisher unter erheblichem personellen und zeitlichen Aufwand (Ausbau und Wechseln der Siebbeläge, Einsatz von handgeführten Hochdruckreinigern). Abgesehen von der Stillstandszeit der Gesamtproduktion entstehen dadurch zusätzliche Kosten, die sich auf den Produktkreis niederschlagen.
Reitech SA, ein Spezialmaschinenbauer aus Cape Town, Südafrika, hat jetzt ein sehr effektives, berührungslos wirkendes Siebdeck-Reinigungssystem entwickelt, welches vornehmlich bei verstopften Polyurethan-Siebbelägen eingesetzt werden kann. Nach Angaben des Herstellers kann dieses neuartige Reinigungssystem in jedes Sieb eingebaut werden, ohne seine Funktionalität zu beeinträchtigen. Dabei wird Wasser mit Hilfe spezieller Düsen, welche in einem bestimmten Abstand über den Siebbelag fahren, mit Hochdruck und Überschallgeschwindigkeit auf den Siebbelag eingebracht. Über die Düsen wird ein oszillierender, kegelförmiger Wasserstrahl erzeugt, der die eingeklemmten Partikel aus der Siebmaschine entfernt. Nach Angaben des Herstellers kann so ein 6 m x 2 m Siebbelag innerhalb von ca. 1,5 Minuten gereinigt werden. Dieses patentierte Siebreinigungssystem wird in Deutschland von der Firma Bohle Aufbereitungstechnik GmbH, Recklinghausen, vertrieben.



Optimierung der Sandaufbereitung eines besonders stark verunreinigten Kiesvorkommens

Stichweh In einigen Regionen der Bundesrepublik werden die guten Kiesvorkommen, die mit geringem Aufwand DIN-gerecht aufbereitet werden können, immer weniger. Die Rohstoffeigenschaften der abzubauenden Kiese und Sande verschlechtern sich z. T. erheblich. Aus wirtschaftlichen und genehmigungstechnischen Gründen müssen in zunehmendem Maße schwierig aufzubereitende Lagerstätten in Angriff genommen werden. Dabei können die abschlämmbaren Bestandteile einen Anteil bis zu 25 % erreichen. Andererseits steigen die Ansprüche an die Qualität von Betonzuschlagstoffen ständig und gehen weit über die DIN 4226 hinaus. So wird z. B. verlangt, dass die abschlämmbaren Bestandteile im Sand unter 2%, in Einzelfällen sogar unter 1 % liegen. Bei stark verschmutztem Rohmaterial ist dies mit den herkömmlichen Aufbereitungsanlagen nicht mehr möglich.
Die Fritz Stichweh GmbH, Salzhemmendorf, hat sich in Zusammenarbeit mit Drechsle Euro-Wassertechnik SARL, Huningue - Frankreich, dieses anspruchsvollen Problems angenommen und eine Sandaufbereitungsanlage entwickelt, mit welcher hochwertiger Sand hergestellt werden kann. Hauptbestandteil der Sandaufbereitung ist ein Schöpfrad Typ 3S 3509/09/07 BL 120 , das bei einem Durchmesser von 3.500 mm über drei Radkörper mit einer Breite von 900 mm / 900 mm / 700 mm verfügt. Entsprechend der patentrechtlich geschützten Ausführung werden diesem Schöpfrad an einer Stelle bis zu 350 m3/h Recyclingwasser entnommen und zusammen mit dem Unterlauf der Entwässerungssiebe einem Vorwaschkanal zugeführt. Die besondere Form des Vorwaschkanals gibt einen sehr guten Auflösungs- und Vorwascheffekt. Dadurch erfolgt eine intensive Voreinweichung und Durchmischung des Materials. In diesem Zustand wird das Material einer Kreisschwingsiebmaschine zugeführt, wobei im Oberdeck über 32 mm abgesiebt wird. Im Unterdeck wird auf der einen Seite 2 mm abgesiebt und auf der anderen Seite 4 mm. Die Auffangwanne über den Unterlauf ist entsprechend geteilt. Im letzten Bereich der Siebmaschine erfolgt eine Kurzbebrausung mit nur 20 m3/h Frischwasser. Die Körnung 2 bis 32 mm wird einer Schwertwäsche zugeführt und anschließend in die Fraktionen 2 bis 8, 8 bis 16 und 16 bis 32 mm abgesiebt. Der Unterlauf aus der Kreisschwingsiebmaschine wird über zwei Rinnen in den Bereich der Schöpfradkörper I und II geleitet. Das stark verschmutzte Rohmaterial und die sich daraus ergebende hohe Trübedichte des Waschwassers sowie die hohen Anforderungen an die Sauberkeit des Sandes (abschlämmbare Bestandteile weniger als 2 %) erfordern das Nachschalten der zwei Entwässerungssiebe nach dem Schöpfrad. Im Aufgabebereich der Entwässerungssiebe erfolgt die Bebrausung des Sandes mit einer geringen Menge Frischwasser. Die letzten zwei Meter stehen für eine gründliche Entwässerung zur Verfügung. Über eine unterhalb der Entwässerungssiebe angeordnete Sammelrinne wird das Recyclingwasser in einem Pumpensumpf zusammengeführt. Hieraus fördert eine Schmutzwasserpumpe das Recyclingwasser zum Vorwaschkanal. Im Auslauf der Entwässerungssiebe sind elektrisch verstellbare Klappen angeordnet, die eine genaue Dosierung des Sandes ermöglichen. Durch diese Innovation bei der Sandaufbereitung konnten die betrieblichen Vorgaben an die Qualität der Produkte erfüllt werden.



Neue Analysensiebmaschine EML 300 digital Plus

Haver & Boecker Haver & Boecker, Oelde, präsentierte auf der "ACHEMA" die erste dreidimensional schwingende Analysensiebmaschine mit permanent geregelter Amplitude für Analysensiebe mit einem Durchmesser über 203 mm. Die Aufnahme reicht für Analysensiebdurchmesser bis zu 305 mm. Das maximale Aufgabegewicht kann bis zu 15 kg betragen. Die Regelung der Amplitude erfolgt über eine permanente Beschleunigungsmessung des gesamten Siebturms.
Schwingungen der Siebmaschine, aber auch des Untergrundes, werden von der Amplitudenregelung komplett ausgeglichen. Das sichert garantiert gleichbleibende Amplituden auch bei unterschiedlichsten Aufgabegewichten über Firmen- und Ländergrenzen hinaus. In Verbindung mit kalibrierten Haver-Analysensieben ist die Rückführung auf die Nationale Norm gewährleistet.





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