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[Die Industrie der Steine + Erden]






Forum Kies + Sand 2001

Kies- und Sandindustrie trifft sich in Aachen


Vom 23. bis 25. Januar 2001 findet das jährliche Branchenereignis der Kies- und Sandindustrie in Aachen unter neuem Namen statt: "Forum Kies + Sand 2001". Mit frischem Schwung und einem gründlich modernisierten Konzept soll die traditionelle Aachener Veranstaltung jetzt noch attraktiver werden. Der Bundesverband der Deutschen Kies- und Sandindustrie e.V. (BKS) in Duisburg reagiert damit auf die Erwartungen der Besucher und Aussteller. Für die Festansprache zur Eröffnung des Kongresses hat sich der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, Hans Peter Stihl, angekündigt. Im Vordergrund des Kongresses stehen neben technischen Themen auch Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Genehmigungsverfahren und Öffentlichkeitsarbeit. Das vollständige Programm der Tagung, die im Aachener Eurogress stattfindet, kann zusammen mit den Anmeldeunterlagen beim BKS (Fax-Nr. 02 03/992 39-98) oder über Internet (www.geoplanGmbH.de) abgerufen werden.



Zahlreiche Aussteller kommen nach Aachen
Das Forum Kies + Sand 2001 wird auch diesmal durch eine begleitende Fachausstellung ergänzt. Zahlreiche Aussteller haben sich bereits angemeldet und präsentieren interessante Neuentwicklungen:



Neuer verstopfungsfreier Siebbelag von Meister-Polydex

Siebbelägen kommt in der Mineralstoff-Industrie eine besondere Bedeutung zu, wenn es um rationelle Betriebsabläufe geht. Für die Hersteller stellt sich die Aufgabe, möglichst verschleißarme Siebbeläge zu entwickeln, die sich durch lange Standzeiten und weitgehende Verstopfungsfreiheit auszeichnen, leicht auszuwechseln sind und die einzelnen Kornklassen exakt trennen. Im Allgemeinen stellen diese Anforderungen kein Problem dar, Schwierigkeiten können aber bei der Klassierung erdfeuchter oder weitgehend trockener Siebgüter bei Schotter und bei der Sandaufbereitung entstehen. Eine Verringerung der Siebfeldstärke oder eine Entfernung der Hilfsstege scheint nicht erfolgversprechend, weil hierdurch der Belag labiler wird und mehr zum Flattern neigt. Außerdem würde sich eine Verringerung der Siebfeldstärke nachteilig auf die Standzeiten der Kunststoffsiebbeläge auswirken.
Bei Polydex hat man für dieses Problem jetzt eine neue Lösung entwickelt: Die Siebausführung "Harfe B" oder "Harfe Serpenti", die sich seit langem als Drahtausführung bewährt hat, wurde auf das Kunststoffsystem übertragen.

Neuer verstopfungsfreier Siebbelag von Meister-Polydex Neuer verstopfungsfreier Siebbelag von Meister-Polydex

Der neue Polydex-Plansiebboden besteht aus horizontal gewellten Polyurethan-Stegen. Durch die seitliche Wellung entsteht ein starker Schwingungseffekt, der selbstreinigend wirkt. Jeder Steg kann für sich schwingen. Durch das konische Zulaufen des Steges wird der Durchgangswiderstand nach unten geringer. Grobes Siebgut, welches auf den Belag fällt, biegt diesen nach unten durch und ermöglicht somit ein Verändern der Maschenform. Dies reicht schon aus, um den Belag selbsttätig freizuwalken.
Die Siebstärke des neuen Meister-Polydex-Elementes wurde in der gleichen Größenordnung wie bei den herkömmlichen Siebelementen gehalten. Eine hohe Standzeit ist hierdurch sichergestellt. Außerdem zeichnen sich die neuen Siebbeläge durch vergrößerte offene Siebflächen aus, was auf die neue Geometrie ohne Querstangen zurückzuführen ist. Eine deutliche Leistungssteigerung der Siebmaschine kann erzielt werden so die Aussage des Herstellers.



VG GmbH Spezialist für Gummirohre

Gummirohr Im Mittelpunkt der Präsentation auf dem Stand der VG GmbH aus Königslutter steht das Gummirohr. Gummirohre sind Spezialentwicklungen, die sich hervorragend für die hydraulische Förderung von Kies eignen. Das Besondere ist ihr Verschleißverhalten. Besonders bei stark schleißenden Körnungen kommen ihre Vorteile zum Tragen. Die erzielten Standzeiten betragen ein Mehrfaches dessen, was mit Hartstahlrohren oder anderen Systemen erreichbar ist. Gummirohre sind kompatibel zu den im Kiesabbau eingesetzten Rohrleitungssystemen, da sie beidseitig mit Losflanschen nach DIN ausgerüstet sind. Zur Komplettierung von Rohrleitungen werden häufig Bögen, Formstücke oder T-Stücke benötigt. Auch diese sind in Gummiausführung in den DIN-Nennweiten lieferbar. Die Standardlängen der Gummirohre betragen 10 bzw. 6 m es sind jedoch auch alle beliebigen Zwischenlängen möglich. Die Gummirohre werden auf den gleichen Schwimmpontons verlegt, auf denen auch Stahlrohre montiert werden.
VG liefert auch Gummibögen in nahezu allen erforderlichen Abmessungen. Gummibögen können in Aufbereitungsanlagen eingesetzt werden, wenn bei der Verwendung anderer Werkstoffe übermäßiger Verschleiß auftritt. Die Betriebszeiten der Anlagen können auf diesem Wege optimiert werden.



Wasseraufbereitung mit Leiblein

Der Spezialist für Verfahrenstechnik und Umweltschutz, die Leiblein GmbH, präsentiert in Aachen eine Schrägkläranlage für die Wasseraufbereitung. Die bei Tunnel-Bauarbeiten für eine neue ICE-Strecke eingesetzte Anlage ist auch in der Kies- und Sandindustrie verwendbar. Auf der Tunnelbaustelle waren im Inneren des Tunnels Wassereinbrüche aufgetreten, wobei das Wasser in einen Bach abgeleitet werden musste, aus dem verschiedenste Fischteiche versorgt werden. Durch die starke mineralische Belastung des Wassers wurde das bestehende Öko-System beeinträchtigt.
Nach Einsatz der Leiblein-Anlage fließt das Wasser aus dem Tunnel in natürlichem Gefälle in eine Grube. Von dort wird es über eine neuentwickelte Flockungsanlage in einen Schrägklärer geführt. Die Flockungsanlage besteht hauptsächlich aus einer offenen Rinne, in der Flockungsmittelsteine auf eine definierte Weise umspült werden. Das Wasser aus dem Tunnel löst je nach Durchsatz und Belastung eine bestimmte Menge Flockungshilfsmittel aus den Flockungssteinen heraus und fließt über eine kurze Mischstrecke in den Schrägklärer. Hier werden die Partikel abgetrennt und als Schlamm zur weiteren Entwässerung in einen Schlammteich geführt. Das gereinigte Wasser fließt in den Vorfluter. Die Anlage ist in Modellbauweise zweistraßig aufgebaut, um sie nach der Bauphase an anderen Orten mit wenig Aufwand erneut einzusetzen.



RWEV Der Lieferant für verschleißfeste Produkte

RWEV Verschleiß- und Ersatzteile für Kies- und Sandaufbereitungsanlagen stehen im Mittelpunkt der Präsentation des Rheinisch Westfälischen Edelstahl Vertriebes (RWEV). Das Unternehmen beschäftigt sich mittlerweile seit mehr als 50 Jahren mit der Verschleißtechnik in Betrieben der Steine und Erden-Industrie. Im Laufe des letzten Jahrzehnts erfolgte eine Spezialisierung auf bestimmte Anlagenarten, wie z. B Schwertwäschen. In Aachen werden Schwerter mit Kappen aus Hartguss für die Anlagen sämtlicher Hersteller präsentiert. Der Vorteil dieser Schwerter liegt in der erheblichen Standzeitverlängerung gegenüber Schwertern aus vergüteten Stählen. Außerdem hat man sich auf Verschleißteile für Eimerkettenbagger spezialisiert. Für diese Anlagen werden sowohl neue Eimer gefertigt, als auch alte regeneriert. Neu ins Programm genommen hat die RWEV Ersatzteile aus Kunststoff für Setzmaschinen. Des Weiteren werden Elevatorbecher, Ersatzteile für Betonmischer und Ersatzteile für weitere Anlagen der Kies- und Sandaufbereitung ausgestellt.




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