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Kann stärkere Verkehrsüberwachung die Verkehrssicherheit erhöhen?

Eine Ausweitung polizeilicher Überwachungsmaßnahmen könnte die Verkehrssicherheit auf dem europäischen Straßennetz erheblich steigern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Europäischen Verkehrssicherheitsrates "European Transport Safety Council" (ETSC), die auf einer Tagung in Brüssel vorgestellt wurde. Jeanne Breen, geschäftsführende Direktorin des ETSC, wies darauf hin, dass stärkere Kontrollen die Unfallquote um bis zu 50% senken könnten.
Der Europaabgeordnete Mark Watts hob die große Akzeptanz forcierter Verkehrsüberwachung innerhalb der Bevölkerung hervor. So würden 70% der Europäer Maßnahmen wie etwa eine Kameraüberwachung an kritischen Stellen begrüßen, weil sie der eigenen Sicherheit dienen. Letztlich gehe es darum, wie der niederländische Verkehrsexperte Prof. Talib Rothengatter betonte, Verkehrsteilnehmer davon zurückzuhalten, Regelverstöße zu begehen, die zu einem Unfall führen können. Dazu seien zielgerichtete Projekte notwendig - z. B. hinsichtlich der Anschnallpflicht - oder aber Alkoholtests und Kameraüberwachung von Ampelanlagen. Es gehe jedoch auch um Trainingsmaßnahmen für die Polizei, die Schaffung eines grenzübergreifenden verkehrspolizeilichen Netzwerkes, Erfahrungsaustausch und ein europaweites Forschungsprogramm zum Thema Verkehrssicherheit.
Wie erfolgversprechend solche Projekte sind, belegen Kosten-Nutzen-Schätzungen bezogen auf die Hauptunfallursachen. So würden die Unfälle um etwa 4% sinken, wenn es gelänge, die Durchschnittsgeschwindigkeit um 1 km/h zu senken.





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