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Bahnübergänge werden von vielen Autofahrern unterschätzt

Sicherheitsrisiko Bahnübergang

Die 8.300 Bahnübergänge in Deutschland, die nur mit Halbschranken oder Lichtanlagen gesichert sind, werden nach Erkenntnissen des Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) für viele Autofahrer zunehmend zu tödlichen Fallen. Viele Verkehrsteilnehmer lassen sich aus Zeitnot oder Ungeduld verführen, die Schranken noch vor dem nächsten Zug zu umkurven. Ein oft tödliches Unterfangen. 1998 bezahlten 109 Verkehrsteilnehmer diese Selbstüberschätzung mit ihrem Leben (1997: 95); 1.375 Personen wurden dabei verletzt. Die meisten Unfälle passieren innerhalb von Ortschaften.Ein besonderes Risiko stellen die halb- und unbeschrankten Bahnübergänge dar. Viele Autofahrer lassen sich von der vermeintlich freien Sicht auf die Bahnstrecke zum Umfahren der Halbschranken verlocken. Dabei wird die Geschwindigkeit von Zügen häufig unterschätzt. Züge sind bei kurvigen Strecken oft erst kurz vor dem Bahnübergang zu sehen.
Der DVR und die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft warnen deshalb, lange Wartezeiten durch risikoreiche Manöver verkürzen zu wollen. Oft sind die Sicherheitszeiten je nach Fahrtrichtung der Züge sehr unterschiedlich. Die "Schnell-drüber-Mentalität" vieler Autofahrer gefährdet nicht nur die Autofahrer selbst, sondern auch ihre Mitfahrer und die Fahrgäste der Züge.Deshalb der dringende Rat: Warneinrichtungen an Bahnübergängen stets beachten.


Bahnübergang





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