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Geschnallt?

Bundesweite Aktion für das Gurtanlegen und das Sichern von Kindern im Auto

In diesen Tagen starten der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und die gewerblichen Berufsgenossenschaften eine bundesweite Großflächenplakatierung mit dem Plakatmotiv "Geschnallt?". Die Plakate sind bereits auf den Autobahnen zu sehen und werden nunmehr auf Großflächen in den Städten plakatiert, um die Bedeutung der Kindersicherung im Auto hervorzuheben, wie auch aufklärerisch dem nachlassenden Gurtanlegen bei Erwachsenen entgegenzuwirken.


Plakat

Nachdem noch 1990 annähernd 100 Prozent beim Autofahren den Gurt anlegten, verzichtet mittlerweile jeder zehnte Fahrzeuginsasse auf den Lebensretter Nummer eins. Vor allem die im Fond Sitzenden haben sich zu wahren Gurtmuffeln entwickelt.

Die Zahlen für 1997 ergaben: Nur 74 Prozent sichern sich mit dem Gurt, innerorts sogar nur 65 Prozent - vor allem wegen des erhöhten Unfallrisikos im Berufsverkehr besonders gefährlich.

Im PKW kam 1997 nahezu die Hälfte aller im Straßenverkehr getöteten Kinder ums Leben. "Besorgniserregend ist die mangelhafte Sorgfaltspflicht vieler Erwachsener", erklärt Prof. Manfred Bandmann, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates. Im Innerortsverkehr werden 6-12jährige Kinder leider in den meisten Fällen (rund 75%) nicht altersgerecht gesichert. Selbst die jüngsten Kinder bis 5 Jahre werden innerorts nur zu 90% gesichert.

Der übliche Erwachsenengurt kann für Kinder bei einem Unfall Schlagaderverletzungen und Schnittwunden hervorrufen. Nur ein Kindersitz, mit dem die Körpergröße des Kindes ausgeglichen wird, kann hier vorbeugen.





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