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Erntezeit: Landwirtschafts-Fahrzeuge erhöhen Unfallrisiko

Im Spätsommer und im Herbst sind vermehrt landwirtschaftliche Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs.

Dadurch kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Überbreite Fahrzeuge, Geräte am Schlepper, die beim Abbiegen weit ausschwenken, oder verlorene Ladung werden in der Erntezeit zum zusätzlichen Unfallrisiko auf den Landstraßen. Bei 3.124 schwerwiegenden Unfällen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen wurden im letzten Jahr 112 Menschen getötet und 3.210 leicht bzw. schwer verletzt. Der deutsche Verkehrssicherheitsrat und die Berufsgenossenschaften haben jetzt auf die Gefahr, die die Erntezeit für alle Verkehrsteilnehmer mit sich bringt, hingewiesen.

"Frische Ackerrückstände haben dieselbe Wirkung wie Glatteis" erklärte Prof. Manfred Bandmann, Präsident des DVR. Mit Verschmutzungen der Landstraße, besonders an Einmündungen von Feldwegen, muß in den nächsten Wochen gerechnet werden. Nicht immer werden die Fahrbahnen rechtzeitig gereinigt. Auch sollten sich Autofahrer nicht darauf verlassen, daß besonders schmierige Gefahrstellen mit einem Warndreieck oder einer Warnleuchte abgesichert sind. Vor allem für Motorradfahrer stellt jede Art von Fahrbahnverschmutzung ein besonderes Risiko dar. Besonders gefährlich in der Dämmerung oder bei Dunkelheit, wenn man die Erde auf dem Asphalt nicht rechtzeitig erkennt.

Besonders dort, wo landwirtschaftliche Erntefahrzeuge bremsen, anfahren oder abbiegen - und in Kurven - muß auf heruntergefallene Ladung geachtet werden.


Traktor





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