Industrienachrichten

G20-Staaten sollen Bepreisung von CO2 beschließen

In der Pflicht für Umwelt und Wettbewerb

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Germanwatch und das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) fordern die G20-Länder auf, globalen Klimaschutz, orientiert an den Klimazielen des Pariser Abkommens, mit einer Initiative für ein starkes Preissignal für CO2 voranzutreiben. Vor Bekanntwerden der Agenda für die im Dezember beginnende deutsche G20-Präsidentschaft will die ungewöhnliche Allianz aus Wirtschaftsverband, Umweltorganisation und Forschungsinstitut so ambitionierten Klimaschutz, Planungssicherheit, fairen Wettbewerb und notwendige Investitionen befördern.

Anfang September fand in Hangzhou/China der G20-Gipfel statt; bald wird Deutschland die Präsidentschaft übernehmen. Im Hinblick darauf erklärt Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: „Wir hoffen, dass es der Bundesregierung gelingt, die Einführung – und auf mittlere bis längere Frist die schrittweise Anhebung – von abgestimmten CO2-Bepreisung sollte begleitet werden vom Abbau der fossilen Subventionen.“

Innovationsmotor

Die G20-Staaten sind für etwa 75 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und erwirtschaften mehr als 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Damit spielen sie für die Umsetzung der ambitionierten Paris-Ziele die entscheidende Rolle.

Gelänge es, innerhalb der G20 einen CO2-Abgaben“, so Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator-Instituts MCC.

Holger Lösch
Holger Lösch erwartet durch diese Maßnahme weniger Wettbewerbsverzerrung.
 
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