Technik

Neuer Standard zur Einstufung von Förderbandabstreifern

Vergleichen ist möglich

Die Conveyor Equipment Manufacturers Association (CEMA) hat einen neuen Standard für die Einstufung von Förderbandabstreifern herausgebracht. Die Publikation bietet leistungsbezogene Richtlinien zur Spezifikation von Bandabstreifern durch eine spezifische Formel zur Ermittlung der Höhe der Anforderungen einer definierten Anwendung.

Das Ziel bei der Bewertung der Höhe der Anforderungen einer Anwendung ist es, die Auswahl eines angemessenen Abstreifers zu unterstützen und die richtige Wahl zu begünstigen, um sowohl Endnutzer als auch Lieferanten mit dem Ergebnis zufrieden zu stellen. Der neue Standard CEMA 576 ist in der 7. Ausgabe des CEMA-Handbuchs zu Förderbändern für Schüttgut im Abschnitt zur Reinigung von Förderbändern enthalten. Gemäß der Website der Organisation wurde „The Classification of Applications for Bulk Material Conveyor Belt Cleaning“ als einheitliche Möglichkeit zur Ermittlung der Anwendungsklasse jeder Art an Bandabstreifer erstellt. „Endnutzern bietet der Standard eine objektive Möglichkeit, um die Eignung eines Abstreifers für die Materialien und Betriebsbedingungen der Anlage zu ermitteln und somit einen Abstreifer zu wählen, der ihre Anforderungen am besten erfüllt“, erläuterte Daniel Marshall, Product Engineer bei Martin Engineering.

Förderband
Der neue CEMA-Standard bietet eine einheitliche Methode zur Ermittlung der Anwendungsklasse jedes Förderbands.

Objektive Klassifikation möglich

Auch Konstrukteure von Förderbändern profitieren vom neuen Standard, da die Klasse von Bandabstreifern nun spezifiziert werden kann, ohne sich auf die technischen Informationen eines bestimmten Herstellers verlassen zu müssen. „Diese objektive Möglichkeit unterstützt Konstrukteure dabei, die Eignung von Abstreifern zu ermitteln und ermöglicht ihnen, Abstreifer auf Basis ihrer Leistung und Lebensdauer auszuwählen“, erläuterte Marshall weiter. „Subjektive Entscheidungen spielen bei der Kaufentscheidung eines Abstreifers von nun an keine Rolle mehr und es kann sich ganz auf die Leistung eines Systems konzentriert werden. Lieferanten können auf den Datenblättern der Abstreifer und anderen Dokumentationen nun eine Klasse angeben, um es ihren Kunden zu ermöglichen, Produkte zu prüfen und zu vergleichen“, beschreibt Marshall.

Und so funktioniert es: ein Überblick

Der neue Standard nutzt die Merkmale und Materialeigenschaften von Bändern zur Bestimmung einer Klasse anhand des CEMA-Standards 550 zur Zuordnung von Wertungen für Materialkategorien. Es werden Faktoren wie Förderbandgeschwindigkeit, Bandbreite und Stöße sowie die Härte und der Feuchtigkeitsgehalt des Materials berücksichtigt. Jeder dieser Faktoren wird einzeln bewertet und die Werte werden addiert, um anschließend die Klasse der Anwendung zu ermitteln. Das Endergebnis wird in fünf Anwendungsniveaus („Klasse“) unterteilt und sollte bei der Auswahl von Abstreifern spezifiziert werden. Angemessene Abstreifer sollten über eine Klasse verfügen, die der berechneten Anwendungsklasse entspricht oder diese überschreitet. „Bei der Spezifikation von Bandabstreifern müssen die Betriebsbedingungen berücksichtigt werden“, so Marshall weiter. „Bei der richtigen Auswahl spielen mehrere Faktoren eine Rolle und dieser Standard bietet eine Möglichkeit zur Komprimierung komplexer Betriebsbedingungen in eine einzelne Kennzahl zur Klassifikation.“ 

Förderband
CEMA 576 bietet eine Möglichkeit zur Bestätigung, dass der Abstreifer die Anforderungen der Anwendung erfüllt, um die Zufriedenheit des Kunden zu gewährleisten.
 
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