Technik

Neue Talbrücke Aschaffquelle auf der A3/Anschluss Weibersbrunn

Brücke in eine staufreie Zukunft

Die A3 zählt zu den stauanfälligsten Autobahnen in Deutschland. Besonders eng geht es zwischen Aschaffenburg und Würzburg zu. Entspannung soll unter anderem der Bau der Talbrücke Aschaffquelle im Zuge des 6-streifigen A3-Ausbaus bringen. Heidelberger Beton Aschaffenburg hat dafür 7.900 der insgesamt 14.300 m³ Beton geliefert.

Besonders eifrig gebaut wird derzeit am acht Kilometer langen Teilabschnitt zwischen der Kauppenbrücke und der Rastanlage Rohrbrunn. Das ist ein neuralgischer Bereich, weil den Spessart hinauf die Lkw häufig die rechte Spur blockieren. Daher wird dort die bergauf führende Fahrbahn sogar vierstreifig ausgebaut. „Es geht aber nicht allein darum, den Verkehr am Fließen zu halten. Vielmehr soll die A3 mit dem Ausbau sicherer werden. Und die Bewohner der angrenzenden Ortschaften Weibersbrunn und Waldaschaff sollen besser vor Lärm geschützt werden“, betont Bernd Endres, Baudirektor der Autobahndirektion Nordbayern. Unter anderem wird ein neun Meter hoher Lärmschutzwall gebaut sowie zwei Straßenüberführungen – und drei Unterführungen für Feld- und Waldwege. Herzstück dieses Teilabschnitts ist die neue 200 Meter lange Talbrücke an der Aschaffquelle. Sie leitet den Verkehr in 28 Metern Höhe über das Aschafftal und gibt Wildtieren die Möglichkeit, die Autobahn zu unterqueren.

Schwieriger Untergrund

Die komplette Brücke mit beiden Überbauten wurde innerhalb von weniger als zwei Jahren errichtet. „Damit liegen wir voll im Soll der Planung“, sagt Christian Ganz von Max Bögl, der als Bauleiter für den reibungslosen Ablauf verantwortlich ist. Gleichwohl waren in der Bauphase Hürden zu überwinden. „Der Untergrund hier besteht vorwiegend aus Buntsandstein; er ist deshalb weich und neigt zur Bildung von Klüften. Daher mussten wir bei der Gründung der Pfeiler und Widerlager besonders sorgfältig zu Werke gehen “, erläutert Ganz. Vor den eigentlichen Bauarbeiten seien daher besondere geophysikalische Messungen und Belastungstests gemacht worden.

Fertigstellung noch in diesem Jahr

Ein Brückenbau stellt auch immer besondere Ansprüche an Logistik und Materialeigenschaften wie etwa die Konsistenz und der geforderte Elastizitätsmodul (E-Modul) des Betons. Auch deshalb entschied man sich für Baustoffe von Heidelberger Beton. Insgesamt lieferte das Unternehmen für die Brücke 7.900 m³ Beton: 2.900m³ für die Pfeiler, 3.800 m³ für die beiden Überbauten sowie 1.200 m³ für die Bohrpfähle. Rund 100 Mischfahrzeuge waren im Einsatz und gewährleisteten das Bereitstellen des Materials im vorgegebenen Zeitfenster. „Auch den geforderten E-Modul von 30.000 N/mm² haben wir mit 40.000 N/mm² mehr als erfüllt, indem wir Basalt aus dem an den Spessart angrenzenden Vogelsberg verwendet haben“, erläutert Ganz. Bahn frei also für die Talbrücke Aschaffquelle: Voraussichtlich Ende Oktober dieses Jahres soll sie nach Abschluss der Streckenbauarbeiten für den Verkehr freigegeben werden.

Brücke
Die komplette Brücke wird innerhalb von zwei Jahren errichtet.
 
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