Technik

Norsa vergütet Betonböden in strapazierten Bereichen

Haltbar, sauber, schadstofffrei

Gewerblich genutzte Böden müssen robust, langlebig, pflegeleicht und schadstofffrei sein – auch zum Schutz des Personals, der Technik und der Waren. Langzeiterfahrungen geben jedoch sichere Hinweise auf die Qualität: Übliche Imprägnierungen, Versiegelungen und Beschichtungen von Betonböden sind stets betonfremde Stoffe, die sich dennoch mit dem Beton verbinden sollen. Besser wäre es, dem Beton selbst diese Eigenschaften zu verleihen.

Bei Recherchen stößt man in letzter Zeit immer öfter auf sogenannte „Wassergläser“. Die am Markt angebotenen Verfahren scheinen häufig gleichwertig – gleichwohl bestehen signifikante Unterschiede. Werden „Wassergläser“ bzw. organische Silikatverbindungen eingesetzt, zeigen sich deren Schwächen und Mängel bereits innerhalb weniger Jahre. So auch in dem vom Essener Handelsunternehmen Hengstenberg im Juli 2013 neu errichteten Kfz-Teilelager, das binnen kurzem eine starke Verschmutzung infolge hoher Staubentwicklung aufwies. Im Rahmen einer erfolgreichen Nachvergütung hat Norsa jetzt mit einem Verfahren zur natürlichen Eigenverdichtung von Betonböden die Grundlage für die gewünschte Sauberkeit und Staubfreiheit geschaffen.

Starker Abrieb durch Staplerreifen

Mirja Hengstenberg, Geschäftsführerin der Hengstenberg Gruppe: „Anstoß für uns, sich mit dem Thema Vergütung auseinander zu setzen, war zunächst die Optik der Bodenplatte. Die Reifenspuren der Stapler und andere Verschmutzungen ließen sich auf herkömmliche Weise kaum entfernen. Auf die Staubentwicklung und Verschmutzung der Lagerartikel wurden wir dann ebenfalls aufmerksam. Unser Ziel war es, die ursprüngliche Qualität der Oberfläche der Bodenplatte langfristig zu erhalten."

Die zunehmende Verschmutzung entstand vorwiegend durch Zementpartikel vom immer rauer werdenden Boden als auch dem verstärkten Abrieb der Staplerreifen. Eine zusätzliche Behandlung war unvermeidlich, um den weiteren Abrieb, die Verschmutzung sowie die mittlerweile hohen Kosten für Reinigung und Staplerbereifung zu unterbinden. Imprägnierungen, Versiegelungen und Beschichtungen kamen aus Kostengründen und eigener Erfahrung nicht in Frage, außerdem aus Gründen des laufenden Betriebs und möglicher Geruchsbelästigungen oder Stillstandzeiten. Schließlich beauftragte Hengstenberg die Norsa GmbH, Begründer chemischer Betonverdichtung in Deutschland, mit der kompletten Nachvergütung des Industriebodens. Die Vergütungsarbeiten, vergleichbar mit maschineller Reinigung, fanden ohne Belästigung durch Staub, Lärm oder Geruch bei laufendem Betrieb statt. Stark frequentierte Bereiche der Halle wurden abschnittsweise behandelt, teils auch nach der Spätschicht ab 22 Uhr. Das Besondere an der Methode: Mit dem Norsa-Verfahren ist lediglich ein einmaliger Anstoß der sogenannten „Verdichtungsreaktion in der Betonmatrix“ erforderlich, um eine dauerhafte Verdichtung zu erreichen. Nachbehandlungen sind nicht mehr nötig. Bereits nach wenigen Stunden waren die behandelten Flächen bei Hengstenberg wieder begeh- und sogar befahrbar.

Stapler in Halle
Industrieböden müssen extremen Belastungen trotzen. Übliche, anfangs hübsch glänzende Imprägnierungen sind aber schnell abgetragen – zurück bleibt rauer, staubiger und rissiger Beton. Die Norsa-Vergütung schafft Abhilfe. // © industrieblick - Fotolia.com

Glanz allein reicht nicht

Norsa-Geschäftsführer Hartmut Amthor erklärt: „Betonoberflächenvergütung ist nicht gleich Betonoberflächenvergütung. Häufig wird durch den Anschein eines hochglänzenden Bodens die Optik falsch verstanden. Viele marktübliche Verfahren basieren auf sogenannten Wasserglasverkieselungen. Diese organischen Silikat-/Wasserglaslösungen erscheinen im Einkauf attraktiv, enttäuschen jedoch im Praxisalltag durch hohe Pflegekosten, kurze Lebenszyklen und mangelnde Oberflächenbelastbarkeit. Der anfängliche Hochglanz verschwindet nach kurzer Zeit und hinterlässt unschöne wie empfindliche Oberflächen.“

Eine dauerhaft wirksame Verdichtung hingegen und somit eine hochqualitative und anhaltend optimale Nutzung von Betonböden erreicht Norsa mit seinem speziellen, 1998 eingeführten Verfahren: Aufgetragen wird ein spezielles, modifiziertes, hochreines Natriumsilikat, das Betonböden zur natürlichen Eigenverdichtung anregt. Dabei wird ein katalytischer Kristallisationsprozess im Innern des Betons ausgelöst (bis in 3-8 mm Tiefe). Es entsteht ein kristallines Tetraeder-Gefüge von höchster Festigkeit, ein einmaliger, unumkehrbarer Vorgang, der keiner Erneuerung bedarf. Je öfter die Flächen in der Folgezeit mit Feuchtigkeit in Berührung kommen und je stärker sie genutzt werden, desto intensiver wird die Verdichtungsreaktion. Im Ergebnis bleibt der Boden abrieb- und staubfest, ist pflegeleicht sowie wartungsarm und zeigt weniger Reifenspuren.

Die Reinigung mit Wasser und einem neutralen schmutzlösenden Reinigungsmittel ist ausreichend, und die natürliche elektrische Ableitfähigkeit des Betonbodens bleibt erhalten. Die Böden weisen einen typischen, ästhetisch ansprechenden matten Glanz auf, sind rutschfest, nicht brennbar und entwickeln im Brandfall keine giftigen Gase. Aufgrund der ausgezeichneten Frost-Taumittelbeständigkeit eignet sich der Einsatz auch für den Außenbereich (z.B. Parkdecks).

Auf seine Leistungen gibt Norsa übrigens 20 Jahre Garantie – sofern die Basis stimmt: Die zu vergütende Betonoberfläche sollte für die Ausführung als Sichtbeton geplant sein; Betonböden müssen DIN 1045 sowie den geltenden Normen und Regeln entsprechen.

Staplerreifen
Staplerreifen schmirgeln Betonoberflächen mit unzureichender Dichte regelrecht ab. Der frei werdende Staub verschmutzt nicht nur die gelagerten Waren, sondern gefährdet auch die Gesundheit der Mitarbeiter. // © timur1970 - Fotolia.com
 
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