Unternehmensführung

Bundeskabinett beschließt „Digitale Agenda 2014-2017“

In die digitale Zukunft

Das Bundeskabinett hat die vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie, vom Bundesminister des Innern und vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgelegte „Digitale Agenda 2014-2017“ beschlossen.

Die Digitale Agenda ist auf drei Kernziele ausgerichtet:

  1. Die stärkere Erschließung des Innovationspotenzials unseres Landes für weiteres Wachstum und Beschäftigung.
  2. Die Unterstützung beim Aufbau flächendeckender Hochgeschwindigkeitsnetze und die Förderung digitaler Medienkompetenz für alle Generationen, zur Verbesserung des Zugangs und der Teilhabe.
  3. Die Verbesserung der Sicherheit und den Schutz der IT-Systeme und Dienste, um Vertrauen und Sicherheit im Netz für Gesellschaft und Wirtschaft stärker zu gewährleisten.

„Digitalisierung ist der Innovationsmotor, der den Industriestandort Deutschland stärken und zukunftsfähig machen wird und gleichzeitig hilft, die technologische Souveränität Deutschlands auszubauen. Jetzt geht es darum, einen klaren ordnungspolitischen Rahmen für die vierte industrielle Revolution zu erarbeiten. Die Politik wird dies mit der Digitalen Agenda aktiv begleiten und allen die Teilhabe am digitalen Wandel ermöglichen. Wir werden, wo nötig, helfen, damit Deutschland im globalen Wettbewerb um neue Technologien und innovative Unternehmensgründungen mithalten kann. Ziel ist es, Deutschland eine Führungsrolle bei der konsequenten, sozialverträglichen und vertrauenswürdigen Digitalisierung von Leben, Arbeiten und Wirtschaften zu ermöglichen“, so Bundesminister Sigmar Gabriel. Die Digitale Agenda umfasst Umsetzungsmaßnahmen in sieben Handlungsfeldern:

  1. Digitale Infrastrukturen
  2. igitale Wirtschaft und digitales Arbeiten
  3. Innovativer Staat
  4. Digitale Lebenswelten in der Gesellschaft gestalten
  5. Bildung, Forschung, Wissenschaft, Kultur und Medien
  6. Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft
  7. Europäische und internationale Dimension der Digitalen Agenda.

Nationaler IT-Gipfel

Die Umsetzung der Digitalen Agenda erfolgt im Dialog mit allen beteiligten Gruppen. Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung spielt der Nationale IT-Gipfel, der auf die Handlungsfelder der Digitalen Agenda neu ausgerichtet wird. Die Bundesregierung wird den Deutschen Bundestag, die Länder und Kommunen, die Zivilgesellschaft, die Wirtschaft und Wissenschaft ebenso wie die Tarifpartner, die Beauftragten für den Datenschutz und Vertreterinnen und Vertreter der Netzcommunity eng in die Umsetzung und Weiterentwicklung der Digitalen Agenda einbeziehen. Erste Ergebnisse zur Umsetzung der Digitalen Agenda und ein neues Konzept zur Fortführung des IT-Gipfels sollen auf dem nächsten IT-Gipfel am 21.10. 2014 in Hamburg vorgestellt werden

 
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Digitale Agenda – Schritt in die richtige Richtung

Der BDI sieht in der Digitalisierung der Wirtschaft viele Möglichkeiten für Effizienzsteigerungen und neue Geschäftsmodelle. „Die Digitale Agenda der Bundesregierung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Sie darf aber keine Absichtserklärung bleiben. Jetzt müssen konkrete Maßnahmen folgen”, so Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer des BDI, anlässlich der Vorstellung der Digitalen Agenda der Bundesregierung. Eine erfolgreiche Digitalisierung kann einen Wachstums- und Modernisierungsschub auslösen. Dafür sind drei Säulen zentral. „Erstens muss es mehr Tempo im Ausbau von schnellen Internetverbindungen geben”, betonte Kerber. „Zweitens brauchen wir ein hohes Maß an Datenschutz und Datensicherheit, um Vertrauen und Akzeptanz bei den Nutzern zu schaffen.” Drittens müsse die Politik einen europäischen digitalen Binnenmarkt schaffen, um einheitliche Rahmenbedingungen zu gewährleisten. „Die Digitalisierung ermöglicht Effizienzsteigerungen von bis zu 30 Prozent in den Betrieben und eröffnet zahlreiche neue Geschäftsmodelle”, unterstrich Kerber.

Mann mit Helm vor Monitoren im Steuerstand
Nach dem Willen der Bundesregierung müssen sich digitale Technologien und vernetzte Arbeitsprozesse auch in Industrie und Handwerk flächendeckend durchsetzen. // © branex - Fotolia.com

 
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