Technik

Neuentwicklung eines Schutzschlauches

Unter dem Markennamen „NoCut" bringt die SpanSet GmbH & Co. KG, Übach-Palenberg, einen neuentwickelten Schutzschlauch auf den Markt, der sich durch eine besonders hohe Schnittfestigkeit und Abriebfestigkeit auszeichnet. Der Schutzschlauch wird aus einer hochkris­tallinen und hochverstreckten Polyethylen-Faser gewebt, die unter der Bezeichnung HMPE (Hochmolekulares Polyethylen) – oder auch UHMWPE (Ultra High Molecular Weight Polyethylene) – bekannt ist. Damit ist NoCut bestens zum Schutz textiler Anschlagmittel wie Hebebänder und Rundschlingen geeignet, insbesondere vor der Einwirkung scharfer Kanten beim Heben von Lasten.

Für die Entwicklung von NoCut wurde eine spezielle Prüfanlage konstruiert und gebaut, mit der sich die Schnittfestigkeit eines Schutzschlauches sehr realitätsnah ermitteln lässt, indem die Schnitteinwirkung unter Nennlast getestet wird. Dabei wurde die Schutzwirkung von NoCut an unterschiedlich scharfen Kanten ermittelt, wobei definierte Erkenntnisse gewonnen wurden, die in der Anwendung keine Fragen unbeantwortet lassen.

Der gewebte NoCut-Schutzschlauch aus HMPE-Hochleistungsfasern ist biegeweich und flexibel. Die hohe Geschmeidigkeit und das im Vergleich zu konventionellen Schnittschutzprodukten geringere Gewicht erleichtern bei vielen Anwendungen die Handhabung und ermöglichen eine Zeitersparnis beim Anschlagen.

Der HMPE-Gewebeschlauch schützt das Anschlagmittel vor der scharfen Kante selbst bei einer schneidenden Relativbewegung, die beim Anheben einer Last auftreten kann.

Bei Kantenradien von mehr als einem Millimeter sind solche Relativbewegungen zwischen Last und Kantenschutz zulässig, solange sie das übliche Setzverhalten von wenigen Zentimetern beim Anheben einer Last nicht überschreiten.

Wenn der Hebevorgang in Zusammenarbeit mit den Anwendungstechnikern von SpanSet so vorbereitet wird, dass sich der Kantenschutz und die Last beim letztendlichen Anheben nicht gegeneinander verschieben, ist die Schnittfestigkeit sogar bei Radien unter einem Millimeter gewährleistet.

Dies liegt neben dem verwendeten Werkstoff auch an der besonderen Gewebekonstruktion, die mit ihrer einzigartigen Rippenstruktur die ohnehin hohe Schnittfestigkeit weiter verbessert. Die innenseitige Rippenkonstruktion unterstützt zusätzlich das ausgleichende Gleiten des Anschlagmittels im Schlauch. Ein wichtiger Sicherheitsaspekt: Die auf beiden äußeren Schlauchseiten gleiche Gewebekonstruktion gewährleistet einen fehlerfreien Einsatz des Schutzschlauches.

NoCut-Schutzschläuche lassen sich einfach und ohne Spezialwerkzeuge auf das Anschlagmittel aufziehen. Dabei erlaubt die universelle Passform die Verwendung gleicher Schutzschläuche bei Hebebändern und Rundschlingen. Bei Rundschlingen kann über beide Stränge ein gemeinsamer Schutzschlauch aufgezogen oder jeder Einzelstrang separat geschützt werden – entsprechende Kundenwünsche lassen sich direkt bei der Fertigung berücksichtigen.

Gefertigt werden die NoCut-Schutzschläuche auf neuen, modernsten Webstühlen, die das Abweben aller benötigten Breiten zulassen und eine hohe, gleichbleibende Qualität gewährleisten. Für SpanSet selbstverständlich: Die Herstellung ist DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Die Schutzschläuche werden ausgehend von einem halben Meter Grundlänge standardmäßig in Viertelmeterschritten und diversen Breiten angeboten, darüber hinaus sind auf Anfrage Sonderausführungen möglich. Zur Lieferung des Schlauches als fertiger Zuschnitt gehören Endabschlüsse aus transparent-weißen, elastischen Kunststoffmanschetten. Jedes NoCut-Produkt wird mit einer am Produkt fixierten Gebrauchsanleitung ausgeliefert.

Über die Schutzschläuche hinaus wird das Sortiment noch um fixierbare Schutzplatten ergänzt, die den Namen NoCutPad erhalten. Diese NoCutPad-Schutzplatten sind ebenfalls zum Schutz textiler Anschlagmittel vor scharfen Kanten beim Heben von Lasten vorgesehen und dienen zum Befestigen an Anschlagmitteln mit einseitiger Schnittschutzwirkung.

undschlingen über beide Stränge
NoCut-Schutzschläuche lassen sich einfach und ohne Spezialwerkzeuge auf das Anschlagmittel aufziehen. Hier: Rundschlingen über beide Stränge.
 
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