Technik

Flexible Bauweise schafft neue Effizienz für Schüttguthallen

Das Sortieren und Lagern von schweren Schüttgütern erfordert nicht nur effiziente Technik, vor Ort herrschen auch raue Betriebsbedingungen. Eine Lagerungs- und Hallenbaulösung, die robustesten Ansprüchen gerecht wird, dabei vielseitig ist und schnell montiert: Die RMS GmbH mit Sitz in Wesel hat sich dieser Aufgabe gestellt und sie mit ihrem Lüra-System realisiert. Im Wortsinne die Basis aller Lüra-Hallen sind die vom Unternehmen entwickelten Stellwände aus Stahl.

Ihr Prinzip ist so einfach wie überraschend fundiert: Die hohlen, entsprechend leichtgewichtigen Wände werden am Schüttgut-Lagerplatz zum Aufbau angeliefert. Erst dort erfolgt bauseitig ihre Befüllung, durch die sie hohes Eigengewicht und enorme Stabilität erhalten. Eine Standsicherheit, die weder Fundamente noch Verankerung mit dem Baugrund benötigt. Einzige Montagevoraussetzungen: ebener, befestigter Untergrund, geeignetes Füllmaterial – Sand, Schotter, Wasser oder ähnliches –, sowie ein RMS-Richtmeister.

Mehr als 15 Jahre Erfahrung im Schüttgutbereich sind in die Entwicklung der Lüra-Stellwände eingeflossen, erklärt Stephan Lüger, Geschäftsführer des auf Stahlbau spezialisierten Unternehmens: „Die Wirtschaftlichkeit unserer Lagertechnik haben wir immer weiter perfektioniert. Mobil, modular aufbau- und erweiterbar, lautet der Kerngedanke des Systems.“ Wirtschaftlich zweifelsohne von Vorteil: die kurzen Stillstandzeiten während der Vor-Ort-Montage. Im Bedarfsfall sind die Wände auch demontier- und an anderer Stelle wieder aufbaubar.

Dieser vergleichsweise unkomplizierte Standortwechsel erlaubt, die Struktur der Lagerplatz-Boxen individuell und entsprechend den aktuellen Anforderungen zu gestalten, und schafft damit effiziente Betriebsabläufe. „So kann ein Unternehmen mehrere Optionen nutzen, ohne den Baugrund des Geländes anzutasten und gravierende bauliche Veränderungen vorzunehmen“, erläutert Entwicklungsingenieur Lüger.

An See- und Binnenhäfen, auf Deponien, bei Recyclingunternehmen, in Alu- und Stahlwerken oder im Schrotthandel: Überall kommen Lüra-Stellwände und Hallen zum Einsatz. Für nahezu alle Schüttgüter: Asphalt, Erze, Kies, Sand oder Holzpellets beispielsweise. Bis hin zu Grünschnitt, Kunststoffen oder Papier –  leichteres Schüttgut, für das RMS eine spezielle, besonders kostengünstige Lüra-Light Variante anbietet.

Förderung
Das Lüra-System der RMS GmbH ist robust, vielseitig und schnell montiert.

Dem flexiblen Handling gehen laut Unternehmen zügige Planung und schnelle Verfügbarkeit voraus. Lüra-Wände können für den speziellen Anwendungsfall –wie extrem hohe Anschüttlasten – dimensioniert werden.

Bis zu einer Länge von sechs Metern oder einer Höhe von sieben Metern reichen die Standardmaße. Der Kunde erhält eine prüffähige Statik, das Brandschutzprüfzeugnis ist selbstverständlich. „Durch die besondere Robustheit der Stahlkonstruktion ist deren Material und Statik auch nicht dahin, wenn es beim Rangieren mit Radlader oder Kran mal wieder etwas ruppiger zur Sache geht“, weiß der Firmenchef. „Kleine Missgeschicke sind mit einfachen Mitteln zu beheben und führen nicht zur Verunreinigung des Schüttgutes.“

Ihre statische Souveränität können die Stellwände par excellence ausspielen, wenn überdachte Lagerflächen gefragt sind: Zusätzlich zu ihrer Aufgabe als Anschüttwand fungieren sie dann als Fundament und Tragwerk für eine komplette, schützende Halle. Unterschiedliche Dachkonstruktionen als Standardbauteile bieten hier eine große Auswahl an Möglichkeiten – sei es in der offenen oder geschlossenen Hallenvariante. Die Geometrie von freitragenden Bogendächern erzeugt bis zu 20 Metern Spielraum in der Höhe, der es ermöglicht, in der Halle per LKW Kegel aufzuschütten oder Kranfahrzeuge zu nutzen.

Außerdem ist die strapazierfähige Plane solcher Bogenfolienhallen bis zu 80 Prozent lichtdurchlässig: Es wird also kaum künstliche Beleuchtung mehr benötigt. In der klassischen Flachdach-Hallenvariante, von Unternehmensseite Systemhalle genannt, werden die Hallensegmente mittels spezieller Verbindungsadapter auf die Stellwände montiert. Wer wiederum Wert legt auf maximale Freiheit, wählt die Schiebedach-Option: Abdeckungen, die bei Bedarf abgenommen werden können, oder aufschiebbare Luken aus Stahl bzw. Aluminium. Auf diese Weise lässt sich eine Lagerbox bis zu 100 Prozent öffnen und die Beladung von oben mittels Kran ist ein Leichtes. Allen Lüra-Hallenvarianten gemein: Platzmangel ist kein Thema. Außenmaße bis zu 20 Metern Höhe und freitragende Breiten von 30 Metern sind Standard, Sondergrößen auf Anfrage möglich. Im Innern bleibt man durch die modular einsetzbaren Stellwände in der Gestaltung der Boxen flexibel. Zudem, betont Lüger: „In kürzester Zeit kann geplant, geliefert und montiert werden – selbst ein Doppelhallen-Projekt ist binnen weniger Wochen realisierbar.“ Die einfache Umsetzbarkeit der Systemlösung mache eben ihr optimales Preis-/Leistungsverhältnis aus. Mit nachhaltigen Pluspunkten, sogar über den Gebäudezyklus hinaus: Lüra-Stahlstellwände sind zu 100 Prozent recycelbar.

Förderung
Die Lagertechnik kann modular aufgebaut und erweitert werden.
 
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