Unternehmensführung

Arbeitsschutz mehr denn je ein Markenzeichen erfolgreicher Unternehmenspolitik

Investitionen in den Arbeitsschutz zahlen sich aus – so lautet das Fazit des Arbeitsschutzforums 2013, das vom 3. bis 4. September im Institut für Arbeit und Gesundheit der DGUV (IAG) in Dresden stattfand. Unternehmen und Beschäftigte profitieren von einer gesund­heitsförderlichen Arbeitsgestaltung: Ausfallzeiten und Betriebsstörungen nehmen ab, das Ansehen des Unternehmens in der Öffentlichkeit steigt, die Betriebskultur wird besser und die Beschäftigten zufriedener. Deshalb müsse mehr dafür getan werden, den Stellenwert von Arbeitsschutz in den Unternehmen und in der gesellschaftlichen Debatte zu stärken, so die im Arbeitsschutzforum versammelten Experten.

„Die Gesunderhaltung der Mitarbeiter ist ein Top-Thema der Prävention. Unsere repräsentative GDA-Betriebsbefragung zeigt: 95 Prozent der Betriebe, die angeben ihr Engagement im Arbeitsschutz verstärkt zu haben, tun dies, weil es der Gesundheit ihrer Mitarbeiter nützt“, sagte Dr. Walter Eichendorf, amtierender Vorsitzender der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz (NAK) und stv. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). „Mit Blick auf längere Lebensarbeitszeiten und Fachkräftemangel erkennen Betriebe, dass die Förderung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz eine wesentliche Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg und Arbeitgeberattraktivität ist.“

Dass Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ein zentrales Anliegen für Unternehmen und Arbeitsschutzakteure sein muss, zeigt auch ein Blick in die Statistiken. Wie der Bericht zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zeigt, waren im Jahre 2011 in Deutschland 99,7 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage auf Erkrankungen und Beschwerden des Bewegungsapparates zurückzuführen. Die damit verbundenen Produktionsausfallkosten belaufen sich auf rund 10 Mrd. Euro. Im selben Jahr wurden bundesweit 59,2 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert; dies hat zu einem Ausfall an Bruttowertschöpfung von 10,3 Milliarden Euro geführt.

 
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