Technik

Kieswerk Kohler löst Feinteileproblem mit der M2500 von CDE

Die Kieswerk Kohler GmbH hat ihre Probleme mit Feinteilen im Material mithilfe der mobilen Nassaufbereitungsanlage M2500 an ihrem Steinbruch in Engen / Weschingen gelöst. Die Lösung der CDE GmbH macht die Produktion eines weiteren Sandprodukts möglich, welches das Unternehmen nun seinen Kunden anbieten kann.

Das Rohmaterial, das vom Kieswerk Kohler am Standort verarbeitet wird, enthält große Mengen von Material unter einer Größe von 250 µm.

Durch die bisher verwendeten Brech- und Siebverfahren wies der produzierte Sand eine Spezifikation auf, die für die Verwendung in Beton nicht geeignet war. „Dies war ein Problem, weil meine Kunden lokale Betonhersteller sind“, erklärt Thomas Kohler. „Ich habe mit meinen Kunden daran gearbeitet, ein System zu entwickeln, das die Produktion von Betonsand ermöglicht, der den Anforderungen der europäischen Normen entspricht. Das war auch der Grund, warum ich mich an Stefan Kölsch von der CDE GmbH wandte.“

Die CDE GmbH wurde im Dezember 2012 gegründet und ist eine Weiterentwicklung einer vorherigen Vertragshändlervereinbarung für Süddeutschland mit der Jürgen Kölsch GmbH. Stefan Kölsch, Geschäftsführer der CDE GmbH, erklärt die Gründe für die Entstehung dieses neuen Unternehmens so: „Die CDE GmbH richtet die Nassaufbereitung in Deutschland neu aus. Wir können jetzt Baumaterialproduzenten Expertenwissen in der Nassaufbereitung, Projektmanagement und Kundendienst direkt vom Anlagenhersteller anbieten.“

Bei der Suche nach einer Problemlösung für den großen Anteil an Material unter 250 µm in der Kiessandaufgabe überprüfte das Kieswerk Kohler auch die Option der Nassaufbereitung nach dem ersten Trockensiebschritt. „Wir dachten über viele verschiedene Optionen und Wege nach, mit denen wir die Klassierkurve des Sands korrigieren könnten, damit er den Betonspezifikationen entspricht“, sagt Thomas Kohler. „Als wir CDE das Problem erklärten, kamen sie ziemlich schnell mit einer Lösung, die seit ihrer Umsetzung genau das macht, was ich von ihr verlange.“

Das von der CDE GmbH in Baden-Württemberg eingeführte Aufbereitungssys­tem besteht aus der mobilen Nassaufbereitungsanlage M2500 E4 und dem semi-mobilen Schwertwäscher AggMax 83. Neben den Problemen, die durch übermäßig hohen Feinteilegehalt im Aufgabematerial verursacht wurden, konnte das Kieswerk Kohler auch den Ton- und Schluffanteil im Trockenaufbereitungssystem nicht effektiv entfernen. Das Gespräch zwischen Thomas Kohler und Stefan Kölsch ergab, dass mit dem Schwertwäscher AggMax die Qualität der produzierten Zuschlagstoffe ebenfalls verbessert werden würde.

Diese Lösung maximiert nicht nur die Sandproduktion aus der Aufbereitungsanlage, so Stefan Kölsch. „Der Attritionsprozess im Schwertwäscher RotoMax setzt auch viele wertvolle Feinteile frei, die vorher Zuschlagstofffraktionen zugeordnet worden wären. Durch das intensive Reinigen des Materials und die Rückführung der freigewordenen Feinteile zur Sandaufbereitungsanlage stellen wir sicher, dass das Kieswerk Kohler die maximale Sandmenge aus dem Aufgabematerial zurückgewinnen kann. Dabei wird die Qualität der aufbereiteten Zuschlagstoffprodukte ebenfalls erhöht, die nun diese Feinteile nicht mehr enthalten.“

Die Kiessandaufgabe zur Nassaufbereitungsanlage M2500 erfolgt mit Ladeschaufeln und läuft bei 100 t/h. Die Anlage akzeptiert Materialkörnungen von 0–100 mm, wobei ein Gitter auf dem Aufgabetrichter das Überkorn aussortiert. Das Aufgabematerial wird der Zuschlagstoffsiebphase der M2500 zugeführt, und zwar mithilfe des integrierten Waschsiebs ProGrade P2-75.

Das obere Deck dieses Siebs sortiert Material aus, das größer als 32 mm ist. Dieses Material wird über einen der eingebauten Seitenförderer verhaldet. Das untere Deck sortiert Material zwischen 4–32 mm aus, das dann zum Schwertwäscher AggMax zur Reinigung im integrierten Schwertwäscher RotoMax RX80 geleitet wird. Sobald das Material durch den RotoMax verarbeitet worden ist, wird es auf ein horizontales Dreidecker-Klassiersieb ausgeworfen, das es in Zuschlagstoffkörnungen von 4–8 mm, 8–16 mm und 16–32 mm klassiert.

Material zwischen 0–4 mm wird im ProGrade Siebsumpf gesammelt und in die eingebaute Sandaufbereitungsanlage EvoWash gepumpt. Das EvoWash Sieb ist geteilt, sodass zwei Sandgüten produziert werden können: Betonsand, 0–4 mm, und ein anderes Sandprodukt von 0–2 mm. „Die Herstellung eines weiteren Sandprodukts von 0–2 mm war erforderlich, da sonst die Materialmenge im Bereich 0–4 mm zu groß geworden wäre. Die Sandaufbereitungsphase ist nun so konfiguriert, dass sie bis zu 25 % des 0–2-mm-Materials aus dem 0–4-mm-Produkt entfernt, damit Betonsand produziert werden kann“, sagt Stefan Kölsch.

Die Erzeugung dieses neuen 0–2-mm-Sandprodukts ist ein weiterer Vorteil für das Kieswerk Kohler, für welches das Unternehmen bereits einen neuen Markt gefunden hat. „Wir können das 0–2-mm-Sandprodukt nun als Kabelbettungssand verkaufen“, sagt Thomas Kohler. „Dies ist für uns ein Zusatznutzen, da unser ursprüngliches Hauptaugenmerk auf der Herstellung des richtigen Betonsands lag. Das neue Sandprodukt aufgrund dieser Investition ist für uns ein weiterer Beweis dafür, beim Kauf der neuen CDE Anlage die richtige Entscheidung getroffen zu haben.“

Neben dem Verkauf der fertig aufbereiteten Produkte an lokale Betonhersteller in Deutschland wird nun auch etwas Material in die Schweiz exportiert, da das Kieswerk Kohler nicht weit von der Schweizer Grenze entfernt ist.

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