Technik

Neubau einer Kiesaufbereitung

Das Kieswerk 3 Niederrhein der Firma Büttel liegt an der Landstraße L437 unweit der Ortsgrenze der Gemeinde 67578 Gimbsheim. Am Standort wird bereits seit 1981 eine stationäre Kiesaufbereitungsanlage betrieben. In diesem Jahr wurde auf dem vorhandenen Betriebsgelände in unmittelbarer Nähe der Altanlage ein Neubau errichtet. Die Erweiterung der Lagerstätte liegt in östlicher Richtung neben dem seitherigen Gewinnungsfeld.

Lagerstätte

Die bei der Planung zu Grunde gelegten Vorratsmengen basieren auf einer berechneten Fläche von etwa 30 Hektar (Alt- und Neuabbaufläche) und einer Auskiesungstiefe von etwa 25 Metern. Der geförderte Rohkies setzte sich seither durchschnittlich wie folgt zusammen:

Sand 0 – 2 mm

-  66 % (schwankend bis 80%)

Korngruppe 2 – 4 mm

- 10 %

Korngruppe 4 – 8 mm

- 5 %

Korngruppe 8 – 16 mm

- 10 %

Korngruppe >16 mm

- 9 %

Außerdem befinden sich organische Verunreinigungen wie Holz und Kohle in der Lagerstätte.

Gewinnung

Zur Auskiesung der Lagerstätte ist ein Saugbagger im Einsatz. Der geförderte Rohkies wird über die Druckleitung einem an Land platziertem Schöpfrad aufgegeben. Nach der Vorentwässerung wird der Rohkies mittels einer Landbandstraße und einem Steigeband auf einer Halde gelagert. Die Rohkieslagerung ist erforderlich, um den unabhängigen Betrieb der Gewinnung und der Aufbereitung zu gewährleisten.

Kiesaufbereitung

Anlagenkurzbeschreibung

Die Aufbereitung besteht aus einer stationären Anlage mit Klassier- und Reinigungsstufen. Die Beschickung der Anlage erfolgt mittels Unterflurabzügen und Gurtförderern aus der Rohkieshalde heraus. Auf der ersten Siebmaschine wird die Trennung bei 32 und 2 mm vorgenommen. Der Kornanteil >32 wird dem Prozess entnommen und ausgetragen. Der Kornbereich 2-32 mm wird in einem Pufferbehälter zwischengelagert und in einer Doppelwellenschwertwäsche von Lehm und Leichtstoffen gereinigt. Der Wäsche nachgeschaltet wird eine Siebmaschine, mittels der der Kies in die einzelnen Kornfraktionen zerlegt wird. Der Kornanteil 0-2 mm wird über Rundeindicker und Pumpe der Sandaufbereitung zugeführt.

Das installierte In-Line-Blending Verfahren ermöglicht es kontinuierlich 2 Fraktionen herzustellen. Dabei wird das ankommende Rohmaterial über einen Klassierer im Aufstromverfahren in 2 Fraktionen (0-0,25 mm und 0,25-2,0 mm) zerlegt. Der erzeugte Qualitätssand wird entsprechend der gewünschten Siebline rechnergesteuert wieder zusammengefügt. Die in der Fraktion 0-0,250 mm konzentrierte Kohle und Holz wird mittels eines Schwertrübe-Sortierers ausgeschieden.

Die gereinigten und klassierten Fertigkörnungen werden dann über diverse Bandanlagen auf Halden transportiert und gelagert. Die Anordnung der Produkthalden ist in Reihe und mit einer Untertunnelung versehen. Über diverse Abzugs-Dosierorgane und ein Verladeband wird das Material (Körnung 2-8, 8-16,16-32 mm und Sand 0-2 mm) nach „Rezept“ beliebig zusammengestellt und auf LKWs verladen. Ausgenommen davon ist der unkontrollierte Feinsand, der ohne Untertunnelung gelagert wird. Er wird im Bedarfsfall über einen Aufgabetrichter mit Abzugs-Dosierband auf das Verladeband aufgegeben und kann so separat verladen oder per Rezept eingebunden werden.

Basisdaten der Anlage

Kiesaufbereitung
 
Weitere Informationen

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Büttel GmbH

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