Unternehmensführung

Intelligent: BMU-Fördermittel für Westkalk-Projekt

Ein positiver Förderbescheid des Bundes­umweltministeriums ging kürzlich bei der Firma Westkalk ein. Damit erhält das Warsteiner Familienunternehmen rund 150.000 Euro aus dem BMU-Umweltinnovationsprogramm. Das Ministerium würdigt damit die Bestrebungen Westkalks, den im Werk Kallenhardt abgebauten Kalkstein künftig noch effektiver von Verunreinigungen zu befreien und so ressourcenschonender ausnutzen zu können.

Mit Hilfe einer neuen verfahrenstechnischen Kombination aus Siebtrommel und Vorbrecher soll die Gesteinsnutzung auf über 90 Prozent gesteigert werden. Der durchschnittliche jährliche Flächenbedarf des Steinbruchs sinkt gleichzeitig um 20 Prozent. Das Pilotprojekt von Westkalk trägt somit zu einer verbesserten Rohstoffauswertung und einem deutlich reduzierten Flächenverbrauch bei – so das Bundesumweltministerium.

„Die staatliche Förderung zeigt, dass unser großes Engagement beim Umwelt- und Naturschutz auf höchster Ebene Anerkennung findet. Jetzt blickt die ganze Branche gespannt nach Kallenhardt und drückt die Daumen, dass die Umsetzung unserer Idee reibungslos verläuft“, sagten die Westkalk-Geschäftsführer Franz-Bernd Köster und Raymund Risse dazu.

Vorbildcharakter

Tatsächlich haben bereits mehrere Unternehmen aus der Steinindustrie Westkalk Interesse am neuartigen Verfahren signalisiert; einige „Technik-Touristen“ waren schon in Kallenhardt, um sich eine mobile Versuchsanlage anzusehen. Sofern sich die Innovation im betrieblichen Alltag bewährt, wird sie offiziell als Stand der Technik gewertet und deren Adaption in Neuanlagen anderer Firmen ist sehr wahrscheinlich.

Die neue Siebtrommel und der Vorbrecher für den Steinbruch Kallenhardt werden vom Maschinenhersteller Hazemag aus Dülmen produziert und geliefert. Die verfahrenstechnische Kombination aus beiden Maschinen soll künftig für eine verbesserte Trennung von Kalkstein und Lehmbestandteilen sorgen: die lehmhaltigen Substanzen werden zunächst zerkleinert und anschließend ausgesiebt.

Das so erzeugte Vorsiebmaterial wird in der Steinwaschanlage aufbereitet, um den darin enthaltenen Kalkstein zu gewinnen. Durch die verbesserte Trennung von Wertgestein und Abraummaterial kann auch stark lehmdurchsetztes gesprengtes Rohhaufwerk zur Vorbrecheranlage gefahren werden. Dadurch sinkt der Anteil des Wertgesteins auf der Abraumhalde von etwa 30 auf unter 10 Prozent. Der so erzielte höhere Ausnutzungsgrad der Lagerstätte führt zu einer nahezu optimalen Rohstoffeffizienz.

7,5 Mio. Euro Investitionen

Der neue Vorbrecher und die Siebtrommel, die mit rund 150.000 Euro gefördert wird, sind nicht die einzigen Investitionen, die Westkalk in diesem Zusammenhang tätigt. Ein doppelstöckiges, etwa 500 Meter langes Förderband vom neuen Standort der Vorbrecheranlage im Steinbruch zur Aufbereitung sowie eine neue Edelsplittanlage, in der das Gestein nachgebrochen und klassiert wird, sollen ebenfalls errichtet werden. Insgesamt nimmt Westkalk dafür 7,5 Millionen Euro in die Hand. Die Bauarbeiten werden nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens voraussichtlich in den nächsten Monaten beginnen.

Das Umweltinnovationsprogramm:

Mit dem Umweltinnovationsprogramm fördert das Umweltministerium die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie. Das geförderte Projekt muss über den Stand der Technik hinausgehen und Demonstrationscharakter haben.

www.bmu.de/foerderprogramme/investitionsfoerderung_im_inland/foerdervorhaben/doc/48599.php

Vorbrecher und Siebtrommel
Der neue Vorbrecher und die Siebtrommel werden gefördert und sollen den Nutzungsgrad bei der Gewinnung steigern helfen.
 
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